„Drogen“ von Gras bis Crystal- ein Stück gegen Drogen-Missbrauch

Weimarer Kulturexpress gastiert an der Berufsschule Donauwörth

Um Schüler über die Gefahren von Drogen aufzuklären, lud die Ludwig-Bölkow-Berufsschule den Weimarer Kultur-Express mit seinem Stück „Drogen – von Gras bis Crystal“ ein. „Das Thema der Vorstellung passt gut zum Drogenbericht der Bundesregierung “, sagt Beratungslehrer Rolf Eckhardt. Der Bericht bescheinigt die rasante Verbreitung von Crystal Meth, das besonders durch den hohen Wirkstoffgehalt und das starke Abhängigkeitspotential gefährlich ist.

Zu Beginn des Theaterstücks war die komplette Bühne mit schwarzen Planen bedeckt und man konnte nicht erahnen, was sich darunter verbergen mochte.

Erzählt wurde die Geschichte von Anne (Sonja Elisabeth Martens) und Florian (Justus Herrmann). Sie kennen sich von klein an, wachsen miteinander auf und werden als Jugendliche ein Paar. Der Schuppen des Opas ist zunächst Rückzugsort für gemeinsame Stunden, wird dann aber – trotz Annes anfänglicher Skepsis – zum gemeinsamen Kiffertreff. Denn vor allem Florian braucht ein Ventil für den Druck aus dem Elternhaus. Erfolgreicher Besuch des Gymnasiums und Erfolge im Sport werden vom Vater erwartet. Deshalb raucht Florian Marihuana, wenn er nicht schlafen kann, wenn er entspannen will, wenn er Stress hat oder um sich zu belohnen. Und er redet Anne die Droge schön: „Kaffee macht süchtig, den trinkst du ja auch. Und hast du jemals davon gehört, dass sich einer zu Tode gekifft hat?“

Als Florian von seinem Vater wegen schwacher Schulleistungen verprügelt wird, muss ein stärkerer Rausch her und er greift zu Crystal. Er entwickelt Psychosen und fühlt sich von Unbekannten verfolgt. Die Beziehung zu Anne leidet enorm unter seiner Sucht – vor allem, weil sich Florian die Sucht nicht eingesteht. „Ich kann jederzeit aufhören“, lautet eine seiner Dauerfloskeln. Anne verlässt ihn, als sie merkt, dass sie ihn nicht mehr erreicht. Am Boden angekommen, unternimmt Florian mit Annes Hilfe einen Entzug. Diesen bricht Florian mit den Worten ab: „Nur noch einmal, und dann ist es gut für immer.“ Kurz danach ist er tot.

„Drogen“ blickt direkt hinein in die Hoffnungen, Ängste und Sehnsüchte der jungen Menschen. Das Stück begleitet sie auf ihrer Suche nach Freiheit und Identität. Es ist unterhaltsam und lebendig erzählt und zeigt dennoch in aller Härte die verheerenden Folgen des Drogenkonsums einschließlich Gedächtnisverlust, Aggressivität, psychotischen Verhalten und möglicher Herz- und Hirnschäden auf.

Nachdem die beiden jungen Darsteller den verdienten Applaus für ihre professionelle Vorführung entgegengenommen hatten, boten Sie den Schülern noch die Gelegenheit zur Diskussion. Ermöglicht wurde die Aufführung durch die finanzielle Unterstützung des Fördervereins der Berufsschule.
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