Die Schüler kommen sogar von der Ostsee

Schulleiter Winfried Schiffelholz (rechts) und Fachbereichsleiter Konrad Fieger (links) überreichen den Absolventen, darunter erstmalig drei Frauen, das Zeugnis zum Techniker für Kunststofftechnik und Faserverbundtechnologie. Foto: Fieger
Die Ludwig-Bölkow-Schule in Donauwörth verabschiedet ihre Kunststoff- und Verbundtechniker

„Stürzt euch kühn in die Wogen des Lebens“ – unter diesem Motto unseres alten Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe stand die feierliche Verabschiedung des dritten Technikerjahrgangs der noch jungen und bereits äußerst erfolgreichen Technikerschule Donauwörth.

Zwanzig motivierte junge Erwachsene, darunter drei Frauen, nahmen in der Alten Brauerei in Mertingen ihre Zeugnisse zum „Staatlich geprüften Techniker für Kunststofftechnik und Faserverbundtechnik“ nach zweijähriger Vollzeitausbildung im Rahmen eines Festakts in Empfang. Zudem konnte 16 Absolventen die im Rahmen der Weiterbildungsmaßnahme erworbene allgemeine Fachhochschulreife übergeben werden.

Vier Schüler wurden zudem mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet.

Schulleiter Winfried Schiffelholz begrüßte neben den Bürgermeistern der Gemeinde Mertingen und der Stadt Donauwörth, Albert Lohner und Jörg Fischer, auch den stellvertretenden Landrat Armin Bittner.

Bittner betonte in seinen Begrüßungsworten, dass die heute zu erntenden Früchte eine Folge des konsequenten Ausbaus des Landkreises Donau-Ries zu einer Bildungsregion seien. Die beiden Technikerschulen des Landkreises bildeten hierbei wichtige Mosaiksteine von überregionaler Bedeutung. Ein Schüler aus Kiel etwa zog wegen der Technikerausbildung nach Donauwörth, ein anderer kam aus Göppingen. Zudem bereicherten die beiden Ausbildungsleiter Uwe Moderer von SGL Carbon und Salvatore Iaquinta von Premium Aerotec durch ihre Anwesenheit die Veranstaltung. Als Festredner konnte Joachim Herfert, Ausbildungsleiter von Airbus Helicopters Deutschland, gewonnen werden. In einer persönlichen Rede betonte er aus der eigenen Erfahrung und den Erfahrungen als Ausbildungsverantwortlicher und Personalentwickler der größten Firma im Landkreis den unermesslichen Stellenwert eines lebenslangen Lernens.

Dem offiziellen Teil folgte ein Rückblick der Schüler. Als Blitzlichter ließen Laura Koch, David Wenzel und Simon Schmid die zwei Jahre Revue passieren ohne es zu versäumen, sich bei dem Schulleiter und jedem der 14 Lehrer in Form einer kleinen Laudatio zu bedanken.

Konrad Fieger, Fachbereichsleiter der Technikerschule, betonte in seinen Ausführungen das gute Verhältnis zwischen Schüler und Lehrer als Markenzeichen der hiesigen Technikerschule und sieht hierin die Basis für die überdurchschnittlichen Abschlüsse.

Unter dem Motto „Da lob ich mir die Schule“ zeigte er durch eine fantasievolle Parallelgeschichte zu Pippi Langstrumpfs Sicht der Schule auf, dass man durch die richtige Betrachtung der Dinge einer noch so intensiven Lebensphase auch etwas „Lebensversüßendes“ abgewinnen kann.

Am Schluss seiner Ausführungen bedankte sich Fieger mit einer kleinen Aufmerksamkeit bei der Firma Carbonwerke Weißgerber, vertreten durch Frau und Herrn Weißgerber aus Wallerstein, für die großartige ideelle und materielle Unterstützung der Schule.

Alle Absolventen treten im August oder September bereits ihre Technikerstellen an. Neben der USA, Ostfriesland, Mindelheim und Kronach werden auch viele in ihren Ausbildungsbetrieb zurückkehren und so dem einheimischen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung mit flotten Rhythmen der Monheimer Jugendmusikgruppe „Sag‘s mit Sax“ unter Leitung von Gerhard Reichl. (pm)
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