Bericht der Tanzsportgruppe des VSC-Donauwörth über den Herbstball 2010 vom Samstag, 16. Oktober 2010
Latein- und Boogieshows begeistern das Publikum
Herbstall der VSC-Tanzsportler mit super Einlagen
(gf) Erstklassige Tanzmusik, viele treue Tanzsportfreunde, zahlreiche Gäste befreundeter Tanzclubs und hervorragende Auftritte waren auch heuer wieder die richtigen Voraussetzungen für einen gelungenen Herbstball. Dass ein gepflegter Tanzball in unserer Stadt nach wie vor sehr gut ankommt, das bewies wieder einmal die Tanzsport-Abteilung des VSC-Donauwörth. Seit elf Jahren in die städtischen Kulturtage eingebunden war der 39. Tanzsport-ball wieder einmal das gesellschaftlichen Tanzereignis.
1. Vorsitzender Götz Funk konnte in seiner Eröffnungsrede im gut besuchten Tanzhaus, der „alten Heimat“ der Tanzsportler neben zahlreichen treuen Stammgästen heuer besonders viele Tanzfreunde aus den umliegenden Tanzclubs begrüßen. Der seit dem Gründungsjahr 1981 ohne Unterbrechung durchgeführte Galaball wurde mit einer Milonga eröffnet, getanzt von den Clubmitgliedern. Mit diesem Vorläufer des Tango, im schnellen 4/4 oder 2/4 Takt getanzt, wurde die Balleröffnung bereits zum ersten Höhepunkt des Abends.
Eine weitere Steigerung boten die „Secrets“, die neu gegründete Showformation im SV Donaumünster/Erlingshofen. Die zwölf jungen Damen boten eine attraktive tänzerische Darbietung im Stile von Chorus Line mit Elementen von Michael Jackson. Die Trainerin und Choreografin Alexandra Nenning konnte mit der Leistung ihrer Truppe mehr als zufrieden sein.
Mit einer tänzerischen Spitzendarbietung konnte das S-Klassepaar Andrea Swoboda und Erwin Hämmerle das begeisterte Publikum gewinnen. Das sympathische Turnierpaar zauberte in einem ersten Teil die fünf Standardtänze Langsamer Walzer, Tango, Wiener Walzer, Slowfox und Quickstep traumhaft aufs Parkett. Dass das ehemalige Lateinpaar erst seit 2007 zusätzlich Standard in der TSG Bavaria trainiert, natürlich beim Meister Rudi Trautz und beim Profipaar Blume Sörensen, steigerte die Anerkennung durch die fachkundigen Ballgäste zu Beifallstürmen und sie hätten alle fünf Tänze mit Note eins bewertet.
Die anschließende Lateinshow mit Samba, Rumba, Cha-Cha-Cha, Paso Doble und Jive brachte die Stimmung fast zum Überlaufen. Die Zuschauer spürten die Souveränität des Paares in den Lateintänzen und waren besonders von der erotisch prickelnden weiblichen Verführungskunst von Andrea Swoboda angetan, die damit den tänzerischen Charakter einer Rumba, im Dialog der Geschlechter schwankt die Dame zwischen Hingabe und Abwendung und der Herr zwischen Zuneigung und Selbstherrlichkeit, perfekt zum Ausdruck brachte. Die Ballgäste waren restlos begeistert vom tänzerischen Vortrag des S-Klasse-Paares und die Beifallsstürme wollten nicht enden, was eine Zugabe, natürlich eine Rumba, erzwang.
Das Programmfinale, die Mitternachtsshow, kam dann von den amtierenden deutschen Vizemeistern im Boogie Woogie Verena Guschal und Christian Adler. Die beiden zeigten aus ihrem Programm einen der schnellsten Tänze der Welt. Der Boogie wird von Turniertänzern mit bis zu 700 Schritten innerhalb zwei Minuten getanzt, was eine enorme Körperbeherrschung sowie eine exzellente Technik erfordert. Das jugendliche Paar, das seit knapp drei Jahren für den TSC Dancepoint e.V. Königsbrunn auf nationaler und internationaler Ebene startet, bot dem Ballpublikum eine atemberaubend schnelle Choreographie, gespickt mit humorvollen Szenen. Als Zugabe tanzte das derzeit beste deutsche Boogiepaar (Platz 13 der Weltrangliste) auf eine unbekannte Musik von der Kapelle ohne feste Choreographie eine spontane Interpretation, die die Ballgäste in Staunen versetzte. Der Ballsaal tobte und die Tanzfreunde versprachen für die Boogieweltmeisterschaft am 23. Oktober in Schaffhausen die Daumen zu drücken.
Bleibt noch das, was für einen gelungenen Ball unabdingbar ist: die Musik. Die Band „Tornados“, die Stammband des Tanzclubs, zum 20. mal dabei, spielte immer das Richtige für alle Bewegungshungrigen, viele ließen keinen Tanz aus, und das Tanzhaus hatte für diesen Ballabend seinen Namen verdient.



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