Alkoholprävention
„Alohol macht Birne hohl“
– Wehret den Anfängen –
Seit 6 Jahren ist Herr Deisenhofer, PHK, Inspektion Donauwörth, zu Gast in den Klassen 7 der Mädchenrealschule St. Ursula: Während jeweils 3 Schulstunden in-formiert er die etwa 12- bis 13-jährigen Mädchen über physische, psychische und körperliche Folgen des Alkoholkonsums. Als Polizist hat er fast täglich mit den oft schrecklichen Konsequenzen von Alkoholmissbrauch zu tun. Ihm und uns ist die sachkundige und möglichst wirksame Prävention ein Herzensanliegen.
In der ersten Schulstunde erfahren die Mädchen die erschreckenden medizinischen Tatsachen über die Wirkung der „legalen“ Droge. Die Blut-Hirnschranke wird schon 6 Minuten nach der Aufnahme des Alkohols ins Blut ohne Probleme durchbrochen. Die Zahl der Nervenzellenverluste im Gehirn ist extrem hoch. Andererseits steigt die Ausschüttung von „Glückshormonen“. Die Redseligkeit und Enthemmung steigt. Al-kohol wirkt wie eine Narkose in Zeitlupe, denn die Hirnaktivität wird immer mehr ge-hemmt. Der Konsument erlebt bei einem Besäufnis mit Freunden nichts anderes als die verschiedenen Vorstufen der Bewusstlosigkeit. Das Sichtfeld wird kleiner, das Reaktionsvermögen sinkt und mit jedem neuen Drink kommt es zu verstärkten Koor-dinations- bzw. Gleichgewichtsstörungen. Das Sprachzentrum ist betroffen, die Aus-sprache wird nuscheliger und immer mehr lallend (siehe Überschrift). Schließlich wird das Gedächtniszentrum gelähmt und es kann sogar zum „Filmriss“ kommen.
Vor der Information, so berichtet Herr Deisenhofer, macht er immer eine Umfrage, in der er nach der Erfahrung der Mädchen mit Alkohol fragt. Er erzählt, dass über 80 % der Schülerinnen schon Alkohol konsumiert haben. Die mehr oder minder einschlägi-gen ersten Erfahrungen machen die Mädchen zum überwiegenden Teil bei Familien-feiern.
Den Angehörigen ist es größtenteils gar nicht bewusst, wie sehr die Familie zu einer nicht erwünschten Toleranz gegenüber der Droge beitragen kann.
Die anschließenden 2 Stunden der Veranstaltung benutzt Herr Deißenhofer zur Sen-sibilisierung der Schülerinnen für die Gefahren des Alkoholkonsums. Mit Spezialbril-len, die den Testpersonen das täuschend ähnliche „Besoffenheitsgefühl“ vermitteln, verliert so manche Testerin den Glauben an die „Coolness“ von Besäufnissen.
Ziemlich beeindruckt gehen die Mädchen nach Hause. Im Fachunterricht – Biologie, Religion, Deutsch wird in den nächsten Wochen und Monaten das Thema nochmals auftauchen. Vielleicht wird die Veranstaltung auch in den einzelnen Familien und im Freundeskreis nochmals zum Thema.
Unser angestrebtes Ziel – Schülerinnen, die ihren Wert kennen und schätzen und die Verantwortung für diesen Schatz selbst übernehmen – auch im verantwortlichen Umgang mit Alkohol.





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