Absolventenfeier der Knabenrealschule Heilig Kreuz 2010
Donauwörth: Knabenrealschule Heilig Kreuz | Am Freitag der vorletzten Schulwoche konnten die 148 Absolventen der Knabenrealschule Heilig Kreuz aus den Händen der Schulleitung und ihren Klassenleitern die Abschlusszeugnisse entgegennehmen.
Die Schüler der 10. Jahrgangsstufe versammelten sich zusammen mit ihren Eltern und dem Lehrerkollegium in der Aula der Realschule Heilig Kreuz, in der P. Blasius Mayer MSC einen stimmungsvollen Dankgottesdienst zelebrierte. Nachdem Religionslehrer Rudolf Interwies die Lesung vorgetragen und P. Mayer das Evangelium verkündet hatte, legte er in seiner tiefgründigen Ansprache dar, dass Freiheit immer auch ein Wagnis sei und Risiko beinhalte; deshalb gehöre zur Freiheit auch Verantwortung.
So bestärkte P. Mayer die Absolventen, dass diese ihren Platz in der Gesellschaft einnehmen und verantwortungsvoll gestalten müssten; es sei nämlich wichtig, den Menschen ernst zu nehmen. Den Entlassschülern legte der Geistliche deswegen ans Herz, ihre Lebenspläne immer wieder mit Gott zu vereinbaren und am Glauben festzuhalten, um zu einem guten Ziel zu gelangen. Absolventen und eine Vertreterin des Internats von Heilig Kreuz trugen dann die Fürbitten vor. Hierauf feierte P. Mayer die hl. Eucharistie, die mit dem Segen einen würdigen Abschluss fand.
Im Anschluss an den Gottesdienst begrüßte nach dem Singen der Nationalhymne Konrektorin Barbara Färber die Festversammlung in der Schulaula an der Neudegger Allee; einen besonderen Gruß entbot sie neben Superior P. Franz Aicher MSC und P. Blasius Mayer MSC, Prof. Dr. Werner Schiedermair, dem Vorstand der Pädagogischen Stiftung Cassianeum, auch Landrat Stefan Rößle.
Ebenso grüßte sie Rudolf Grenzebach, Fiorella Salamena, Veronika Nagler und Peter Marcinkowski von der Heilig Kreuzer Partnerfirma Grenzebach Maschinenbau GmbH, Manfred Schön, Günter Schön (Polizei Donauwörth), Robert Heckel (Agentur für Arbeit), die Mitglieder des Elternbeirats, die Erzieher des Internats sowie den ehemaligen Schuldirektor Herbert Bauer.
Nach einem Musikstück gratulierte Stefan Rößle – nicht nur als Landrat, sondern auch als Vater eines Entlassschülers – den Absolventen zu ihrem bestandenen Schulabschluss und hob die Realschule Heilig Kreuz als feste Bildungsinstitution im Landkreis Donau-Ries und weit darüber hinaus lobend hervor. Dieser gute Ruf resultiere aus dem ganzheitlichen Bildungsansatz der Schule, da die Lehrerschaft nicht nur den Lehrplan erfülle, sondern auch durch ihre intensive Wertevermittlung eine solide Basis für die Zukunft ihrer Schüler biete.
Hernach überbrachte die Vorsitzende Jutta Bartl die guten Wünsche des Elternbeirats der Schule und wünschte für den Start in das Berufsleben und das weitere Fortkommen der Absolventen alles Gute und Gottes Segen. Außerdem hob sie die Erziehung in Heilig Kreuz sowie das gute und vertrauensvolle Arbeitsklima zwischen Schulleitung und Elternbeirat lobend hervor.
Als Vertreter der Absolventen ließ dann Felix Möller in seinem von der Fußballweltmeisterschaft inspirierten Rückblick die vergangene Schulzeit Revue passieren. Er dankte dabei der Schulleitung, der Lehrerschaft und der Hausverwaltung der Realschule Heilig Kreuz für ihren Einsatz und ihr faires Verhalten den Schülern gegenüber, so dass das Gefühl einer Schulfamilie spürbar wurde.
In seiner launigen Ansprache legte der designierte Schulleiter Joachim Düsing den Absolventen dar, dass sie mit Stolz auf das Erreichte blicken könnten; allerdings sei ihr Lernen mit dem Aushändigen des Abschlusszeugnisses nicht beendet, sondern müsse stetig weiterverfolgt werden.
Im Anschluss daran erhielten die Absolventen aus den Händen der Schulleitung und ihrer Klassenleiter die Abschlusszeugnisse überreicht, wobei die 20 Einser-Schüler des Jahrgangs mit Buchpreisen bedacht wurden.
Besonderen Applaus erhielt Alexander Schmid, Schüler der Klasse 10 a, der die Mittlere Reife als Jahrgangsbester mit dem Schnitt von 1,09 erreichte. Ihm folgten Thomas Zoppelt, 10 f, mit einem Jahresdurchschnitt von 1,18 und Johannes Eggert, 10 f, mit einem Jahresdurchschnitt von 1,27.
Hierauf wurde der im Jahr 2000 gestiftete Schulpreis der Realschule nun mehr zum zehnten Mal verliehen. Mit dieser Auszeichnung, die an die Tradition von Ehrungen in Form von Medaillen und Siegeln anknüpft, soll diese Idee der Belobigungen wieder mit Leben erfüllt und weitergeführt werden.
Die Vorderseite der diamantgefrästen Medaille ziert eine Darstellung des Klosters und der Schule von Heilig Kreuz, wobei das Kreuz als verbindendes Element die enge Zusammengehörigkeit beider Institutionen sinnfällig zum Ausdruck bringt; außerdem ist das Jahr der Verleihung eingraviert. Auf die lange und wechselvolle Geschichte des Klosters verweist die rückwärtige Darstellung der Ehrenmedaille mit einem historisch belegten Siegel für Schulpreise in Heilig Kreuz aus dem Jahr 1792.
Auf Grund der Vorgaben erhielten die drei Jahrgangsbesten aus den Händen von Prof. Dr. Werner Schiedermair, dem Vorstand der Pädagogischen Stiftung Cassianeum, die schöne Auszeichnung sowie einen ansehnlichen Geldbetrag.
Die schuleigene Blaskapelle unter Eduard Mayershofer rundete die Entlassfeier mit frischen Melodien ab, die mit dem Singen der Bayernhymne ihr offizielles Ende fand, ehe der Elternbeirat zum Umtrunk einlud.
Text: Ulrich Starrock/ Bilder: Katja Kasri






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