Grundschüler der Mangoldschule durchliefen Selbstbehauptungs- und Eigenschutzseminar

Ein Teil der Grundschüler mit ihren Trainern und Referenten des Selbsbehauptungs- und Eigenschutzseminars. Obere Reihe von Links: VSC-Trainer Wolfgang

Nachdem in der Parkstädter Sebastian-Franck-Grundschule der Selbstbehauptungs- und Eigenschutzkurs mehrfach mit großem Erfolg durchgeführt wurde, konnte nunmehr auch das Interesse in der Mangoldschule, geweckt werden.

Zum Elternabend konnte die Schulleitung um Rektor Rudolf Dietrich sowie Konrektorin Sibylle Lutzkat neben den Referenten Polizeioberkommisar Michael Deisenhofer sowie Catrin und Wolfgang Häckel vom VSC Donauwörth über 100 interessierte Eltern begrüssen. Bei der Vorstellung des Konzeptes gab es angeregte Diskussionen, was das rege Interesse an diesem Kurs untermauerte. Die Referenten betonten, dass es sich hierbei um keinen klassischen Selbstverteidigungskurs handelt, sondern die Schüler bereits im Vorfeld durch richtiges Verhalten lernen sollen, erst gar nicht in die so genannte Opferrolle gedrängt zu werden.

Polizei unterrichtete in den Klassenzimmern

Polizeioberkommissar Michael Deisenhofer besuchte daraufhin alle Klassen der Mangoldschule um mit ihnen theoretische Verhaltensweisen zu üben. So lernten die Kinder, wie sie sich Autokennzeichen merken können und worauf sie achten sollten um der Polizei eine genaue Personenbeschreibung zu liefern. Auch wurde geübt, wie die Kinder den Schulweg sicher bewältigen und sich am Telefon und Zuhause verhalten. Der praktische Teil sollte an zwei aufeinander folgenden Samstagen durchgeführt werden. Aufgrund der überwältigenden Resonanz von 170 Anmeldungen entschlossen sich die Schulleitung sowie die Taekwondo-Trainer des VSC Donauwörth zwei weitere Kurse unter der Woche abzuhalten. Die Schüler wurden in 6 Gruppen zu ca. 30 Kinder unterteilt; das praktische Training dauerte jeweils 2 Stunden. So wurde nach lockeren Aufwärmübungen, bei denen bereits Reaktion und Blickkontakt geschult wurde, selbstbewusstes Auftreten sowie das richtige Schreien geübt. An Schlagpolstern lernten die Kinder Tritte und Schlagtechniken und die Verteidigung der eigenen Privatsphäre. Wer diese durchschritt wurde mit lauten und deutlichen Kommandos in die Schranken gewiesen und das Kind suchte sich aktive Hilfe. Auch wurden den Schülern so genannte Signalwörter vermittelt, die sie im Ernstfall anwenden können.

Künftig sicher und selbstbewusst auf dem Schulweg

Nach der Theorie, bei der die Vitalpunkte erklärt wurden, durften die Teilnehmer an einem auf eine Weichbodenmatte gezeichneten Gegner die Tritte ausprobieren. Mit Rollenspielen und einfachen Abwehrtechniken wurde das Programm abgerundet. Zum Abschluss des ersten Kurstages erhielt jeder Schüler die Hausaufgabe, seinen Schulweg künftig aufrecht und selbstbewusst zu gehen. Am zweiten Kurstag wurde das Erlernte nochmals vertieft. Auf Anregung der Eltern wurde auch geübt, wie sich die Schüler zu verhalten haben, wenn diese am Schulranzen bzw. der Jacke festgehalten werden und welche Möglichkeiten zur Befreiung sich hier ergeben. Zur Erinnerung an den ersten Eigenschutzkurs erhielt jeder Teilnehmer eine Urkunde überreicht, die ihn auch an das Erlernte und die von den Trainern erteilten „Hausaufgaben“ erinnern soll.

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Wolfgang Leitner aus Donauwörth am 28.07.2007 um 20:21 Uhr  
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