Wirtschaftsförderverband Donau-Ries e.V. beteiligt sich an Kosten für das Regionalmanagement
Landrat Stefan Rößle freut sich über eigene Hochschulausbildung am TCW in Nördlingen.
Der Wirtschaftsförderverband Donau-Ries e.V. wird sich an den Kosten für das Regionalmanagement im Landkreis Donau-Ries beteiligen. Diesen Beschluss fasste der Vorstand des Vereins bei seiner jüngsten Sitzung. Weitere Themen waren die Breitbandstudie, Hochschule Dual und die Arbeit in den Beiräten.
Der Vorstand diskutierte intensiv über das Thema „Hochschule Dual“. Aktuell gibt es in Bayern 19 Hochschulen, die entweder sog. Verbundstudiengänge (Studium + Lehre) bzw. Studiengänge mit vertiefter Praxis (Studium + intensive Praxis) anbieten. Einig waren sich alle Anwesenden, dass das bayerische Modell durchaus begrüßenswert sei, dies aber noch von viel mehr Firmen in Anspruch genommen werden müsste, die ihrerseits entsprechende Ausbildungsplätze anbieten sollten. Auf Vorschlag von Landrat Rößle wurde daher folgender Beschluss gefasst: „Der Wirtschaftsförderverband Donau-Ries e. V. ermutigt die Unternehmen im Landkreis Donau-Ries und die bayerischen Hochschulen, sich als Bildungspartner zu verstehen und fordert, das Angebot an Verbundstudiengängen systematisch und bedarfsgerecht auszubauen, um positive Effekte einer Berufsakademieausbildung mit einer qualitativ hochwertigen Ausbildung auf Fachhochschulniveau zu verbinden.“
Der Appell des Vorstandes erhält durch die neueste Entwicklung an der Hochschule Augsburg besondere Bedeutung: Ab dem Sommersemester 2011 will diese ihr Studienangebot durch einen neuen, berufsbegleitenden Bachelorstudiengang „Wirtschaftsingenieur“ erweitern. Vor allem bereits berufstätigen Fachkräften wie Meistern oder Technikern soll mit dem Angebot die Möglichkeit gegeben werden, sich neben dem Beruf gezielt weiter zu qualifizieren. Die Ausbildungsdauer zum Bachelor of Engineering, in dem sich die Studierenden in den Vertiefungsrichtungen „Produktionsmechatronik“, „Faserverbundtechnologie“ und „Technisches Marketing und Vertrieb“ spezialisieren können, beträgt acht Teilzeit-Semester. Der Vorsitzende des Wirtschaftsförderverbandes Donau-Ries, Landrat Stefan Rößle sowie auch sein Stellvertreter, Oberbürgermeister Hermann Faul erklärten, dass Sie sich zusammen mit Prof. Dr. Glück darum bemühen, dass Teile dieser neuen Hochschulausbildungen an das TCW nach Nördlingen kommen. Der Leiter der Hochschule Augsburg, Prof. Dr. Eberhard Schurck sendete diesbezüglich bereits positive Signale aus. Dies wäre ein bedeutender Schritt, dass das TCW ein fester Bestandteil der Hochschule Augsburg wird, so Landrat Stefan Rößle. Gesucht werden nun weitere Kooperationspartner aus der Wirtschaft, die bereit sind, den praktischen beruflichen Ausbildungsteil zu übernehmen.
Das neue Regionalmanagement im Landkreis Donau-Ries startet zum 1.8.2010, dann wird Regionalmanager Klemens Heininger seine Tätigkeit beginnen. Für die kommenden drei Jahre erhält der Landkreis vom Bayerischen Wirtschaftsministerium eine Förderung der Personal- und Sachkosten in Höhe von 50 Prozent. Die restlichen Kosten teilen sich der Landkreis und der Wirtschaftsförderverband Donau-Ries. Der Vorstand stimmte damit einem Antrag des Landkreises zu und wird für die drei Jahre insgesamt 66.250 € für Personalkosten und Öffentlichkeitsarbeit bereitstellen. Außerdem stellte der Vorstand des Wirtschaftsförderverbandes in Aussicht, sich finanziell an einzelnen Projekten des Regionalmanagements zu beteiligen, sofern diese der Satzung des Vereins entsprechen.
Noch in diesem Jahr werden die Ergebnisse der derzeit laufenden Breitbandstudie im Landkreis Donau-Ries vorgestellt. Wie Geschäftsführer Veit Meggle im Vorstand berichtete, werden derzeit die Fragebögen ausgewertet, für einzelne Gemeinden liegt eine Auswertung bereits vor. Eine erste Zwischenpräsentation wird es am 28.7.2010 geben. Unabhängig von der Studie wurde von einigen Vorstandsmitgliedern die unbefriedigende Fördermittelsituation angesprochen. Eine maximale Förderung von 100.000 € sei bei weitem nicht ausreichend, wenn in Gemeinden mit vielen Ortsteilen in die Breitbandinfrastruktur investiert werden müsse.
Nach der Verschmelzung des Wirtschaftsforums Donau-Ries e.V. mit dem Industrie- und Wirtschaftsförderverband Bay. Ries e.V. Ende letzten Jahres nehmen jetzt auch die Beiräte nach und nach ihre Arbeit auf. Der Beirat Ries hat sich mittlerweile konstituiert und erste Projekte durchgeführt bzw. vorbereitet. Die Beiräte Unternehmenskultur, Gemeinden und Fachkräftesicherung werden sich in den kommenden Wochen konstituieren. Im Herbst will sich der Vorstand dann auch mit der neuen Homepage des Wirtschaftsförderverbandes Donau-Ries intensiver beschäftigen.


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