Sinnsprüche im Frühling Teil II - Humoristisches, Besinnliches und manche Kapriole ... :-)

Dicentra spectabilis - Tränendes Herz

Hallo Wolfgang, hast Du nicht Lust, zu dem Thema "Sinnsprüche, Gedicht,usw." eine Gruppe aufzumachen? Da wäre ich gerne dabei.
LG, Nicole
Wo bin ich?
Ich habe mich gesucht
da draußen in der Welt
im Wald und im Feld,
in den Bergen und am Meer
doch ich habe mich nicht gefunden
da draußen in der Welt.
von mir
Hallo Nicole!
:-) Ja, es gibt bereits ein Forum "Sprichworte und Poesie des Alltags". Gerne lade ich Dich dazu ein ... . Ich schicke Dir gleich eine Einladung!
Grüße
Wolfgang
Als ich noch in Tübingen wohnte, ging ich damals immer an einer Plakatwand (oder Litfaßsäule) vorbei. Dort stand ein Zitat (oder Sinnspruch), der etwa so ging: "Im Himmel gibt es nicht die gewohnte Art der Fortpflanzung!"
War das nur ein "vulgärer Spruch"? Oder steckt - wenngleich provokant verpackt - ein tieferer Sinn darin?
Macht es überhaupt Sinn, zu spekulieren, wie es ist, wenn alles ganz anders ist?
Ich behaupte, ja, es kann einen Sinn machen.
Vielleicht gewinnt das menschliche Leben erst dann einen wirklich tragenden Sinn, wenn all' das, was wir gewohnt sind, in bewährter Weise einzuschätzen und einzuordnen, "transzendiert" wird, wenn wir eine Perspektive erreichen, die nicht am "Tellerrand unseres Daseins" endet ... .
Gerade mit Blick auf so viele Exzesse und Extreme in Gesellschaft, Bildung und Erziehung erscheint mir die Frage nach einer wahren Neubegründung eines tragenden und substantiellen Humanismus tiefste Relevanz zu erlangen.
Manchmal zumindest erkenne ich, dass mancher, der zutiefst lediglich materialistische Argumente gelten lässt, sich fragen müsste, ob es nicht wirklich schön wäre, "wenn durch einen Riss in seinem materialistischen Sarg" das Licht des Geistes zuweilen hereinschimmern müsste, um seinen Leben erst Sinn zu ermöglichen ... .
Danke, Wolfgang! Habe die Einladung gerne angenommen :o)
LG, Nicole
Geist, Seele, Licht Leben und Liebe sind Konstanten. Wir können weder etwas hinzufügen noch etwas wegnehmen. Es kann nicht geboren werden und auch nicht sterben. Wolfgang, der Ansatz dürfte zu Deinen Überlegungen passen.
Mir fällt da immer wieder ein, was beim Orakel von Delphi steht: "Nichts ist so wie es scheint". (Das ist doch beim Orakel von Delphi, oder?)
@ Nicole: Dann einfach loslegen: Ich bin gespannt auf Deine Beiträge :-)
@ Silvia: Es trifft den Punkt, ob Delphi-Orakel oder nicht. Anschein und Überlieferung führen uns meist nur zu Illusionen. Erst die selbstgewonnene Erkenntnis bringt uns weiter.
Das ist doch das Faszinierende am Leben, dass eine unendliche Vielfalt und Fülle auf jeden Einzelnen warten - die Welt voller Wunder und Entdeckungen steckt, die erst dem Ich, dem Einzelnen sich auftun können, wenn er sich auf die Socken macht und den Kosmos, in dem Milliarden von Menschen und Myriaden von Lebewesen existieren, f ü r s i c h entdeckt.
Für jeden Menschen kommt der Tag, an dem er nicht mehr leiden mag.
Er hat dann nur noch einen Wunsch: Ich will nach Hause, heim zu uns.
von mir
Will das Glück nach seinem Sinn
Dir was Gutes schenken,
Sage Dank und nimm es hin
Ohne viel Bedenken!
- Wilhelm Busch -
Ein schöner, tiefsinniger Sinnspruch des großen Humoristen Wilhelm Busch!
Einen schönen Aphorismus entdeckte ich in dem kleinen Gedicht von Eichendorff:
"Der Abend
Schweigt der Menschen laute Lust:
Rauscht die Erde wie im Träumen
Wunderbar mit allen Bäumen,
Was dem Herzen kaum bewusst,
Alte Zeiten, linde Trauer,
Und es schweifen leise Schauer
Wetterleuchtend durch die Brust."
Die Irrtümer des Menschen machen ihn eigentlich liebenswürdig.
(Johann Wolfgang von Goethe)
Wer den Himmel nicht in sich selber trägt, der sucht ihn vergeblich im ganzen Weltall.
- Otto Ludwig -
Hallo Erika,
diesem Ausspruch stimme ich voll zu.
LG Erika
Ein schönes Zitat! Eine Anschauung steckt darin, eine Idee, die weitreichend wertvollste Früchte zeitigen kann ... .
lg
Wolfgang
Harmonie bedeutet nicht Gleichklang, sondern Zusammenklang.
- Thomas Romanus -
Man muß sein Leben aus dem Holz schnitzen, das man zur Verfügung hat.
- Theodor Storm -
"Wo ist das Wo, wo kein Ort?
Wann ist das Wann, wenn keine Zeit?
Wie werd' ich sein, wenn ich ganz im Sein?"
Das Dort ist hier, das Hier ist auch dort, denn Gegenwart ist Geist, und Geistiges ist Gegenwart."