Manchmal kommt durch ein Gedicht mehr zum Ausdruck als durch lange Argumentationen oder Aufsätze.
Besonders das kleine Gedicht von Eichendorff "Wünschelrute" gehört zu diesen ausdrucksvoll-kleinen Lyrik-Schätzen:
Wünschelrute
Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst Du nur das Zauberwort.
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hm...
bei DEM Autor werde ich immer wehmuetig. Als wir herzogen, war es noch ganz wie er in "Weihnachten" beschrieben hat.
Uebrig blieb ein auftrebender Industriestandort mit 24 Stunden Flutlicht und Schichtbetrieb.
Nichts ist still erleuchtet und kein Schnee bringt Einsamkeit.
Ich beklage den Verlust der Romantik und suche den Weg...
Mir ergeht es wie Euch beiden: gerade Eichendorff erreicht in seinen Gedichten und Erzählungen eine Betrachtungsweise, die eben wesenhaft in das Wirkliche hineingeht - und nicht wie viele andere Autoren (auch der Gegenwart) am Scheinbaren der Oberfläche und der Prätention hängenbleiben ...
Daher könnte die "Wünschelrute" auch ganz gut symptomatisch als Prolog zu seinem Gesamtwerk stehen.
Das Spiel der Spiele ...
Es beginnt in den Lenden
dies’ zärtliche, wollende, kribbelnde Spiel
ich frag’ mich, was wird es -
und wo wird es enden …
wo liegt es...
Welch ein Glück ....
Ich bin jeden Abend trunken vor Liebe,
und jede Nacht besoffen vor Glück -
es treiben mich geahnte Triebe,
ich möcht' niemals ins "Normal"...
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