Mitarbeit in der Rettungshundestaffel – ein anspruchsvolles Hobby

Prüfer v. l. Erich Mock, Andrè Glathe und Erika Fleschhut
 
Team bei der Verweis-Prüfung

Prüfungen für angehende Rettungshunde bei Kaisheim

Ein Großaufgebot an Hunden und Hundeführern des Bayerischen Roten Kreuzes aus ganz Bayern versammelte sich am vergangenen Wochenende auf dem weitläufigen Gelände um das Gasthaus Schlössle in Kaisheim. Es war jedoch kein Einsatz, der rund 100 ehrenamtliche Rot Kreuzler zu dem idyllisch gelegenen Ausflugsziel führte. Die Rettungshundestaffel des BRK Nordschwaben richtete die Rettungshundeprüfungen aus.

„Wir sind sehr dankbar, dass wir die Prüfungen nun schon zum dritten Mal auf den Grundstücksflächen von Johannes Straß, Inhaber des Schlössle, durchführen dürfen“, freut sich Nico Wolf, Fachdienstleiter der Rettungshundestaffel Nordschwaben, der sich für die Organisation der Veranstaltung verantwortlich zeichnet. Nicht nur die Rahmenbedingungen sind laut Wolf hervorragend, auch das Wetter ist optimal. Das erleichtert die Arbeit der angehenden Rettungshunde, die zusammen mit ihrem Hundeführer insgesamt drei praktische Prüfungen ablegen müssen. Doch bevor es mit dem Praxistest losgeht, muss der Hundeführer erst noch eine schriftliche Prüfung ablegen. „Durchgefallen ist hier noch niemand“, bemerkt Wolf. Anders verhält es sich jedoch bei den folgenden Team-Prüfungen auf dem Gelände. Geschenkt wird einem hier nichts. Das wird schnell klar, wenn man die aufmerksamen Blicke der Prüfer verfolgt. Sie notieren mittels eines Bewertungsbogens jede Handlung von Hund und Hundeführer. Nicht bei jedem Team klappt alles reibungslos – die Anforderungen der Verweis- und Unterordnungsprüfung sind hoch. Auch die Vermisstensuche im Wald auf einem Gebiet von 30.000 m2 stellt eine Herausforderung dar. 20 Minuten Zeit hat der angehende Flächensuchhund, um unspezifischen menschlichen Geruch aufzuspüren und dem Hundeführer die vermisste gefundene Person - meist durch Verbellen- anzuzeigen. Grundsätzlich kann jede Hunderasse zum Rettungshund ausgebildet werden, welcher Hund sich dann jedoch tatsächlich für diese anspruchsvolle Aufgabe eignet wird bei den Prüfungen offensichtlich. Von den 28 angetretenen Teams aus ganz Bayern bestanden elf Rettungshundeteams die Prüfung. Sie können nunmehr als vollwertige Mitglieder in Rettungshundestaffeln eingesetzt werden. Die Organisation und Ausrichtung der Veranstaltung oblag der Rettungshundestaffel Nordschwaben, die daher nicht an den Prüfungen teilnahm.

Die Mitarbeit in der Rettungshundestaffel ist ein zeitintensives Hobby – für Hund und Herrchen. Bis zu zehn Stunden pro Woche investieren die Hundeführer in die Ausbildung der Hunde wie auch in die eigene theoretische und praktische Ausbildung. Die Ausbildung dauert zwei bis drei Jahre und wird mit einer Prüfung, die alle 18 Monate wiederholt werden muss, abgeschlossen. Dann ist das Rettungshundeteam einsatzklar und darf im Fall einer Alarmierung durch die Rettungsleitstelle ausrücken. Im vergangenen Jahr kamen die schwäbischen Rettungshundestaffeln 23 Mal zum Einsatz. Bei zehn Einsätzen war auch ein Team der Rettungshundestaffel des BRK Nordschwaben dabei.

Die Rettungshundestaffel des BRK Nordschwaben wurde im April 2006 gegründet und ist seitdem fester Bestandteil des Roten Kreuzes. Sie besteht derzeit aus zwölf Mitgliedern, darunter ein Einsatz befähigtes Rettungshundeteam.

Interessierte können sich gerne an die Rettungshundestaffel Nordschwaben, E-Mail: ausbilder@rettungshunde-nordschwaben.de wenden. Mehr Informationen hierzu gibt es im Internet unter www.rettungshunde-nordschwaben.de
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