Briefe an das Mensch-sein

Wer bin ich? Wer bist du?

Ich schau auf den Organismus,
ich atme ein, ich atme aus:
Ich bin ganz Gegenwart.

Ich höre deine Stimme.
Bist du da? Bist du hier?
Ich atme ein, ich atme aus.

Zuhörend folge ich deinem Atem
in deinen Worten.
Verstehend sehe ich durch deine Worte.

Gedanke und Gefühl steigen aus der Mitte auf,
verbinden sich im liebevollen Sprechen.
Wir sind Gestalter eines neuen Kosmos.

Ich erlebe dich, du erlebst mich:
Im Erleben berühren wir einander,
gestalten, heilen und befreien.

Frage und Antwort, Wunsch und Erfüllung:
Die Nähe des Seins durch uns
gibt uns Gewissheit.

Wundervolles Sein, das im Dasein
sich manifestiert: Ich in dir, du in mir.
Die Farben des Regenbogens steigen auf.

Sind das alles nur Bilder, wie sie schwinden,
wie sie, kaum geboren wieder vergehen?
Was bleibt, wenn du gehst?

Im Schwinden der Bilder
bleibt deine Gegenwart.
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Silvia B. aus Neusäß | 03.04.2015 | 15:38  
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