Wer macht im Herbst noch Hagebutten-Marmelade :-) ?

Rosenstrauch mit seinen Früchten: Hagebutten :-)

Wir leider nicht mehr,auch keinen Wein !
Zu uns ins Büro kommt immer eine nette ältere Dame, die selbstgemachte Marmelade verkauft und den Erlös an einen Kindergarten gibt.
Bei ihr kaufe ich mir dann ein solches Marmeladenglas --> lecker !!!
Ja, das stimmt! So lecker, fast sahnig, mit vielen Geschmacksnuancen - eben nicht nur "süß" - schmeckt Hagebutten :-)
Es ist für mich fast wie ein sehr schöner Kindheitstraum. Gut, es ist ok, wenn für solche Aktivitäten keine Zeit mehr ist - mir ergeht es auch so.
Aber eine Idee ist es vielleicht gerade in Familien mit kleinen Kindern (ab vier Jahren), zumal es selber machen, heißt Natur verstehen.
Ich bin überzeugt, wenn man Kinder heute frägt, was Hagebutten denn sei, kaum mehr bekannt ist, dass sie an den Rosen wachsen ... :-)
Lieber Wolfgang,
wie Wahr! Hagebuttenmarmelade ist fast in Vergessenheit geraten, deswegen
ein schöner Gedanke an die Hagebutte zu erinnern. Auch ich habe noch Kindheitserinnerungen, wie die Buben die Kerne uns Mädchen in den Kragen
gesteckt haben...lächel. Die Hagebutte ist auf jeden Fall eine sehr wertvolle heimische Frucht, mit einem hohen Anteil an Vitamin C und außerdem sehr gesund. Auch als Tee oder Saft ist sie verewigt.Wenn die Heckenrose verblüht ist und sich die Hagebutten bilden, ist das ein schönes herbstliches Motiv, wie auf Deinem Bild.
Als Kinder haben wir die Hagebutte in der Schule besungen mit dem Kinderlied
"Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm,
Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
Das da steht im Wald allein
Mit dem purpurroten Mäntelein.
Das Männlein steht im Walde auf einem Bein
Und hat auf seinem Haupte schwarz Käpplein klein,
Sagt, wer mag das Männlein sein,
Das da steht im Wald allein
Mit dem kleinen schwarzen Käppelein?"
Danke, für diese Erinnerung an die Hagebutte.
Alles Liebe
Angelika
Eine gute Idee ! Nur,das Wissen übers wie fehlt....
lg Gaby
Hagebuttenmarmelade kenne ich gar nicht! Klingt echt interessant und lecker! Das Juckpulver kenne ich allerdings schon! *grins*
Marmelade und Juckpulver kenne ich, Ich war auch mal Kind.... Zum hagebuttenwein kann ich nur sagen. Ein Haufen Arbeit, die lohnt sich aber!!! Ich hab 2001 mal einen BAllon voll gemacht. Der wurde mit der Lagerung immer besser.
Wen wundert es? Die Rose ist zurecht eine edle Blume, und das Rosenöl ist nicht nur kosmetisch zu verwenden. Rosenholz kann ebenso kostbar sein. Viel zu wenig denken wir daran, wieviel wertvolle und kostbare Schätze in unserer unmittelbaren Umwelt und Umgebung wachsen bzw. gegeben sind.
Ja, gut, Rosen (Schnittrosen) vom Großhändler würde ich auch nur ästhetisch und nicht auch kulinarisch verwenden, allein schon wegen der Pestizide und Insektizide, aber aus dem eigenen Garten - welche wunderbaren Schätze warten dort auf uns!
Vielleicht finde ich demnächst Zeit, der Frage nachzugehen, welche wahren Schätze im Garten zu jeder Jahreszeit, aber insbesondere auch im Herbst und Frühjahr zu entdecken sind ... .
Die Früchte der Rosen (Rosenöl, Hagebutten, aber auch die Blüten) gehören gewiss dazu.
Wein aus Hagebutten: Gewiss auch eine Kostbarkeit!
Danke für Eure Kommentare!
Gerade bei solchen Themen zählt es, wenn viele möglichst verschiedenartige Aspekte zusammentragen.
Grüße
Wolfgang
Ps: Angelika, super! Natürlich, dieses populäre (zu meiner Schulzeit zumindest noch sehr populäre) Kinderlied ist eine einzige Hommage an diese besondere Frucht!
Zu Zeiten des Überflusses materieller Güter drohen solche Traditionen leider in Vergessenheit zu geraten. Aber ist es nicht merkwürdig: Allmählich besinnen wir uns wieder - zumindest auf manche - Schätze und Werte aus traditionellen Gepflogenheiten, und zwar zurecht.
Nicht mehr die Not veranlasst uns, an sie zu denken, sondern allein weil es eben wertvolle Schätze sind, die unser Leben bereichern oder uns unsere Gesundheit zurückgeben - wie es die Natur in unnachahmlicher Weise allein tun kann, wenn man ihre Geheimnisse kennt und sie richtig anwendet.
Unversehens sind wir da auf ein sehr spannendes Thema gestoßen ... .
Das stimmt, lieber Wolfgang. Unsere heimische Natur besitzt sehr viele Pflanzen die auch als Heilmittel eingesetzt werden - und wie heisst es so schön:
"Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen". Wir sind von vielen Schätzen der Natur umgeben, die vielleicht schon durch die Moderne in Vergessenheit geraten sind. Mir fällt da z. B. der Holunder (in Bayern der Holler ein :-) - ein
Strauch der sehr vitaminreiche Beeren trägt, die man zu Marmelade, Saft oder
Wein verarbeiten kann. Er findet fast keine Beachtung, wächst oft wild an Feldern oder Wegen und besitzt heilende Inhaltsstoffe. Die Blüten trocknen und als Tee verwenden oder heissen Holundersaft mit Honig kann man bei jeder Erkältung verwenden. Ein wirklich interessantes Thema kommt da zusammen.
"Hagebutte, Holunder & Co. "...lächel ... und wenn man noch den Huflattich, die Schafgarbe, Brennessel usw. dazuzählt, dann wird das ein sehr komplexes Thema. Ein schöner Beitrag von Dir.
Liebe Grüße
Angelika
:-) Ja, der Holler! Ein Holunder-Strauch ist vor Jahren wild in meinem Garten aufgegangen - und wächst da noch heute.
Die Blüten sind ebenso kostbar wie die Beeren: Welch ein Aroma haben die Blüten, ganz fein, nuancenreich, geeignet z. B. einen Pfannkuchen zu verfeinern ... :-)
Der Holunder ist ein Symphonie: Seine Blüten machen ihn auch zu einem wunderschönen Strauch im Frühjahr, ein wahrer Hort für alle Arten von Tieren, die sich gerne dort aufhalten, Vögel, Insekten usw.
... "hab' Holunder im Garten!" Der Holunder ist wirklich ein gutes Beispiel für wahres Pflanzengenie. Ich habe ihn mit wachsender Bewunderung kennengelernt.
Das ist echt schön...habe noch an meinem Kommentar etwas geändert und schon ist Deiner da. Ja, die Hollerkücherl, das ist was ganz Feines.
Eingetaucht in Pfannkuchenteig und dann in heissem Fett ausgebacken. Ein echter Genuss. Sehe Deine Beschreibung vom "Hollerbuschn"...lächel....wie Du. Im Mai/Juni erfreut er uns mit seiner Blütenpracht mit einzigartigem Duft,
dann die reifen Beeren und für die heimischen Vögel ein wunderbares
Zuhause und ein Zufluchtsort. Ich liebe diesen Strauch.
Ja! Ich kann nur jedem empfehlen, der solche Gäste schätzt (und wir alle sollten uns über Spatzen, Singvögel u. v. m. freuen), einen Holunder im Garten zu pflanzen.
Durch den Holunder ist ein echtes kleines, einheimisches Biotop enstanden - fast von selbst.
Und wenn man sich ein wenig um den Holunder kümmert, trumpft er erst so richtig schön auf.
Ps: Ja, gerade Schafgarbe (auch die wilde, die man oft noch auf den Wiesen findet), warum nicht auch Löwenzahn, Borretsch, Johanniskraut, Spitzwegerich und viele mehr, gehören doch hierher.
Ein Garten darf ruhig viele dieser Wildkräuter und einheimischen Pflanzen in sich beherbergen, ein Naturgarten dieser Couleurs ist mit das schönste, das ich kenne.
Wir haben 2 Stück im Garten und wie Du schreibst, lieber Wolfgang, beide
wurden auch nicht gepflanzt oder kultiviert, sondern sind einfach von selbst
gewachsen, wirklich ein Wunder der Natur und eine ganz bescheidene Pflanze
ohne Ansprüche. Werden auch ziemlich hoch im Wuchs. Im Frühsommer verbreitet er seinen Duft, besonders am Abend, und wenn die Beeren
voll reif sind, dann öffnet sich die Tafel für die Vögel...lächel
Manchmal sind die Hobbygärtner allzu umständlich: Warum nicht denn auch die natürlichen Vermehrungswege akzeptieren, die es gibt? Ich habe mehrere Sorten einjähriger Pflanzen und Sträucher, die auf diese Weise dauerhafte Bewohner in meinem Garten geworden sind: Es ist einfach schön, und oft suchen sie sich schon das richtige Plätzchen ... :-) (Manchmal kann man ihnen natürlich dabei auch helfen)
Pfefferminze z. B. gehört auch dazu. Herrlich wie sie duftet! Und sie sucht sich auch die Stellen, die ihr gefallen.
Auch Efeu gehört in diese Kategorie. Efeu kann wunderschön einen Garten mitgestalten, zumal sie auch mit wenig Licht großartig auskommt ... .
"Ein Garten darf ruhig viele dieser Wildkräuter und einheimischen Pflanzen in sich beherbergen, ein Naturgarten dieser Couleurs ist mit das schönste, das ich kenne."
Eine wunderbare Aussage von Dir, sehe es wie Du, Heil- und Wildkräuter
bereichern jeden Garten und was gibst es Schöneres als einen Naturgarten, wo alles wachsen darf wie es will, auch wenn er dadurch etwas wild wirkt :-)
Im Garten können wir doch wiederentdecken - und nicht minder schön gestalten - als z. B. in Modegärten, angefangen von japanischen oder mediterranen Ziergärten.
Meist sind die Ansprüche einheimischer Arten doch "passender" als z. B. von Rhododendren, Zierahorn oder Magnolien, wobei man ja Kompromisse eingehen kann. Ich bin da auch kein Purist. Aber viele Kräuter verdienen es, wiederentdeckt zu werden.
Jetzt, z. B., wenn eigentlich keine einjährigen Pflanzen oder sonst Pflanzen überhaupt mehr wachsen und blühen, gedeiht der Borretsch noch prächtig und blüht bezaubernd. Ich möchte gerade dieses einjährige Kraut nicht mehr missen, zumal er das ganze Jahr über fleißig ist ... und den Garten überaus schmückt.
Ja, auch Pfefferminze (Katzenminze :-) oder wilde Kamille, oder Efeu wie Du schreibst, verzaubern einen Garten. Es gibt so viele bescheidene Pflanzen und Kräuter die keine hohen Ansprüche stellen, aber einen Garten zu einem
Kleinod werden lassen ...
Jetzt haben wir uns aber an einem Thema festgebissen, lieber Wolfgang...lächel
aber es ist ein sehr schönes Thema und es macht Freude sich darüber auszutauschen. Gerade die heimische Flora, ist es bestimmt wert beachtet zu werden und gerade Heilpflanzen und Kräuter sollten Aufmerksamkeit erhalten.
Der Borretsch begeistert mich auch sehr und ganz besonders verehre ich den
Liebstöckel (in Bayern Maggikraut...lächel). Er entwickelt sich zu einer richtigen
großen Gewürzstaude, ebenso wie die Zitronenmelisse, die auch sehr üppig
im Garten wächst...
Hallo Ihr Wurzelspezialisten .... das war ein netter Dialog! ;)
Wenn mich mal ein Zipperlein plagt, weiß ich ja nun, an wen ich mich wenden muss ;-))
Liebe Lisa,
danke für Deine liebenswerte Aussage. Sehr gerne sind wir für Dich da :-)
Ich hoffe, dass Dich nie ein Zipperlein plagt und freue mich immer von Dir zu lesen.
Alles Liebe
Angelika
So ist es! Liebstöckl ist fantastisch - und sticht nebenbei auch noch frisch jede fertige Mischung. Zitronenmelisse wächst üppig und ist völlig anspruchslos. Dazu zähle ich auch noch Baldrian: Er blüht schön, ziert auch mit seinen Blättern und sucht sich gleichfalls seine Standorte selber.
Gleichfalls könnten Goldfelberich (Lysimachia punctata) genannt werden, natürlich Brennnessel, die aber bei mir nur sehr reduziert (auf die Überlebenden reduziert) wachsen darf, da sie sich sonst maßlos vermehren würde. Brennnesseltee ist die beste Blutreinigung und gehört in jede substantielle Frühjahrskur.-
Ferner hat sich bei mir die Yucca filamentosa zu den Stammgästen entwickelt, obgleich sie naturgemäß nicht zu den heimischen Pflanzen zählen kann. Aber ihr gefällt es bei mir.
Kresse ist beliebt, in allen gängigen Formen, und jedes Jahr entdecke ich neue Kräuter, die einfach fantastisch im Salat schmecken, so z. B. die Salatrauke.
Vielleicht können wir ja zu einer anderen Tageszeit später das Thema neu aufgreifen ... :-)
Gute Nacht, Ihr beiden, Morpheus ruft ...
Wolfgang
Dir auch eine gute Nacht, lieber Wolfgang und ich freue mich, wenn wir wieder über dieses Thema fachsimpeln können..:-))
Dir und den Deinen alles Liebe
Angelika
:-) Ja, gerne! Anscheinend haben wir da ganz ähnliche Anschauungen und Intentionen. Aber ist es nicht ein wirkliches Privileg, zunächst ein Garten für sich, beim Haus, und dann auch noch leckere Kräuter und Gemüse und Früchte, und nicht nur das, sondern die ganze Fülle des Erlebens?
Schließlich kann der eigene Garten so etwas werden wie ein Tor zu Natur - allerdings ein wenig Fantasie vorausgesetzt, die öffnet, was sonst verschlossen bleibt.
Liebe Grüße an Euch beide zurück
Wolfgang
@Angelika
@Wolfgang
eure Einstellung zu einem Garten find ich toll. Ich kann Gartenbesitzer nicht verstehen, die von allen diesen Büschen, Kräutern nichts anpflanzen - nur einen"abgeschleckten Rasen" - sorry - schrecklich.
Hagebuttenmarmelade, köstlich, da hab ich immer einige Gläser aus den Urlauben in Kroatien mit nachhause genommen.
LG Erika
@ Erika : Mancher Gartenbesitzer kann eben oft seinen Garten nicht als Lebensraum begreifen - im Grunde ist der Garten so etwas wie der Hobbykeller, und da dürfen eben auch nur "Sachen" hinein, die "hineingehören", sprich: Solche Einrichtungen, wie sie sein Besitzer vorgesehen hat und von denen er meint, sie seien angemessen. Was angemessen ist, bestimmen dann modische (oder vielmehr oft alles andere als ästhetisch-ökologische Kriterien).
Schade, wenn der Garten so zu einem "Museum" wird ... .
Deine Aussagen entsprechen auch meinen Ansichten, lieber Wolfgang.
Wie Du schreibst, kann ein Garten echt ein Tor zur Natur sein. Der Gestaltung
sind keine Grenzen gesetzt. Für mich gibt es nichts Schöneres als einen Garten der lebt. Wo vielleicht auch Tiere ihren Unterschlupf finden. Sei es Igel, Eichhörnchen oder Vögel. Wenn auch das gefallene Laub im Garten nicht so
ordentlich ausschaut, der Igel freut sich über ein kleines Versteck :-). Für
mich ist ein Nutzgarten, wo alles wachsen darf, wertvoller als ein perfekt
aufgeräumter, mit englischen Rasen bestückt und kostbaren Figuren.
Stell Dir mal in so einem Garten einen selbstgebauten Nistkasten vor...lächel.
Gärten mit Zierrasen und edlen Blumen und Sträuchern sind bestimmt eine Augenweide, aber wenn ich mich zur Natur bekenne und mit ihr lebe, dann will
ich, dass in meinem Garten alles natürlich bleiben darf, das bezieht sich auf
Gräser wie Kräuter, Obstbäume wie Sträucher, vom Gänseblümchen bis zur Sonnenblume oder Veilchen. Wenn man die reifen Früchte sieht und weiß, jetzt kann ich davon Marmeladen, Kuchen, Kompott zubereiten und das noch ohne Kunstdünger und Spritzmittel, dann habe ich eine doppelte Freude beim zubereiten und verzehren. Für mich bedeutet der Garten auch ein Stück Freiheit und ist eine großartige Verbindung zur Natur.
@Erika:
Schön Deinen Kommentar zu lesen. Deine Aussage über den Kauf der Hagebuttenmarmelade aus Kroatien ist ein schönes Kompliment für diese Frucht...lächel
Liebe Grüße
Angelika
Mit einem Marmeladerezept kann ich nicht dienen, aber wie wäre es mit einem Likör?
http://www.myheimat.de/gersthofen/ratgeber/hagebut...
@Corinna:
Danke Corinna, war gerade bei Deinem Artikel. Hört sich echt gut an das Rezept
vom Likör. Die Herstellung lohnt sich bestimmt und er schmeckt sicher köstlich.
Liebe Grüße
Angelika
Danke auch aus Laucha, für das Rezept. Hört sich gut an. Weis ich gleich was ich morgen mache. Ab in den Wald und Hagebutten sammeln. Sicher wird es auch das eine oder andere schöne Foto geben. Bis dann und schönes Wochenende
Es ist schön, dass so viele anscheinend die Gedankenrichtung "Hagebutten" auch interessant finden.
Schließlich ist es etwas, was wir leicht in der modernen Lebenswelt verlieren: Die Fähigkeit, mit unserer natürlichen Umgebung etwas Sinnvolles anzufangen.
Der Garten ist in diesem Sinn auch tatsächlich mehr als ein Hobby und als eine Oase, sich und die Natur wiederzufinden.
Es gibt, wenn man sich die Zeit nimmt, eine Fülle von Beobachtungen und Erlebnissen im Kontext "Natur und Garten", die sich für jeden Einzelnen zu einem Gesamtbild gestalten können: Es ist wertvoll, weil wir darin uns selbst in anderer Weise wiederfinden.
Angefangen vom Eichhörnchen, das emsig umherläuft und sammelt, über die letzten Herbstblüten im Nebel, der Wind, der die welken Blätter vom Baum trägt, der von Jahr zu Jahr wächst, sich gestaltet - mit uns wächst ... bis hin zu unserem Arbeiten und Gestalten im Garten - im Lauf des Jahres.
Wir merken, gerade in solchen Peripetien wie Herbst und Frühjahr, dass wir Teil von mehr sind, ja dass wir in einem immensen Kosmos leben. Immens?
Ja, indem wir diese Vielfalt, die sich erst allmählich erschließt durch unser tägliches oder regelmäßiges Erleben, bewusst aufnehmen, dadurch ist dieser kleine Kosmos Natur und Garten wie eine Pforte zur umfassenden Natur, zumal der Garten, wenn er lebt, das Ganze der Natur getreu umfasst ... .
Ps: In diesem Sinn ein schönes und erlebnisreiches Wochenende :-)
Wolfgang
Ich habe schon Marmelade gemacht, dass ist eine Höllenarbeit (halbieren, Härchen entfernen und in Wasser weichkochen, durch ein Sieb streichen) - aber die Arbeit lohnt sich. Es schmeckt einfach klasse, allerdings nur wenn man noch was drunter mischt. Apfel ist nicht schlecht. Man macht zuerst Hagebuttenmus und dann mischt man einen Teil mit Gelier-Zucker und Apfelsaft oder einem anderen Fruchtsaft, von dem man denkt er schmeckt zu Hagebutte. Das Hagebuttenmus kann man auch gut als Geschmack in eine Soße geben. Lamm oder Wild schmeckt dazu.
Danke für das Rezept :-)
Als Kind habe ich zuletzt gesehen, wie aufwändig das Marmelade zu machen ist - inklusive Sammeln und zubereiten.
Vielleicht macht es auch am meisten Spaß, wenn Kinder mithelfen dürfen ... .
Um auf das Juckpulver zurückzukommen, dass Sie erwähnt haben. Ich habe zwei Chinchillas, die fressen getrocknete Hagebutten wie die Kühe Heu. Die mögen das wirklich gern. Manchmal lassen wie die zwei Süßen in der Küche laufen (woanders geht ja nicht, die knabbern alles an ;) ) & manchmal bekommen sie dann Hagebutten. Dabei habe ich auch bemerkt, dass getrocknete Hagebutten einen Juckreiz auslösen. Meine Eltern wolltens mir nir glauben =(
Danke, jetzt weiß ich wenigstens, dass ich Recht hatte :)
:-) Wer weiß, wie lange dieses Wissen gewahrt bleibt - stirbt der klassische "Lausbub" nicht aus?
Tiere wissen instinktiv, was sie brauchen. Wir Menschen vergessen allzu oft, was uns gut tut und welche Stoffe unser Organismus braucht.
Allmählich beginnen wir wiederzuentdecken, wieviele Kostbarkeiten aus unserem Garten und aus der Natur kommen können.
Es ist gut, wenn wir uns besinnen, denn kein Etikett mag uns wirklich garantieren - und muss es auch nicht.
Im Kontext der gestrigen Talkshow bei Anne Will dachte ich mir es: Niemand muss Bio kaufen oder auf konventionelle Landwirtschaft schwören. Es genügt, wenn die Lebensmittel, die wir regelmäßig vor allem verzehren eben wirklich unserem Leben dienen und Lebensqualität, soweit die Ernährung das vermag, für uns erhalten.
Natur-Erleben beginnt in diesen kleinen Details und Beobachtungen - und sei es das Juckpulver aus den Hagebutten ... .
Grüße aus Donauwörth
Wolfgang
Im Herbst sind sie herangereift, die Früchte der Rosen, die Hagebutten! Wenn man sie lässt - denn gewöhnlich entfernt der beflissene Rosenkenner die verblühten Rosenblüten, so dass gewöhnlich im Garten keine Hagebutten reifen können.
Ich erinnere mich, in meiner Kindheit meiner Mutter einmal geholfen zu haben beim mühsamen Herstellen von köstlichem Hagebutten-Marmelade :-)
Die Lausbuben und -mädels unter uns wissen auch, dass früher Juckpulver aus getrockneten Hagebutten hergestellt werden konnte ... :-)
Wer von Euch macht sich noch die Mühe?