Vorlesen begeistert Kinder: Welttag des Buches - Lesepatenprojekt informiert Kindergärten und Schulen – Praxiserfahrungen aus erster Hand

Werden am Welttag des Buches informieren: Die Bibliotheksleiterin Evelyn Leippert-Kutzner (links) und der Familienbeauftragte Günter Katheder-Göllner

Im September 2008 startete eine Arbeitsgruppe im Lokalen Bündnis für Familie das Projekt „Lesepaten“. Innerhalb weniger Wochen meldeten sich allein durch einige Presseberichte und durch Mund-zu-Mund-Propaganda zahlreiche Freiwillige, die bereit waren, Kindern im Alter von 3 bis 10 Jahren vorzulesen - motiviert von nachdenklich stimmenden Meldungen über die Sprach- und Lesekompetenz des Nachwuchses hierzulande. Heute, ein halbes Jahr später, stehen rund 50 Lesepatinnen und Lesepaten einsatzbereit. Einige von ihnen sind bereits in Büchereien, Schulen und Kindergärten aktiv.
Nun werden zwei Infoveranstaltungen für Schulen und Kindergärten angekündigt, bei denen das Projekt Lesepaten vorgestellt werden soll. Am 23. April 2009 – dem „Welttag des Buches“ – in der Stadtbibliothek Donauwörth und am 28. April 2009 in der Stadtbibliothek Nördlingen können sich Erzieherinnen, Elternbeiräte sowie Lehrerinnen und Lehrer darüber schlau machen, wie es gelingt, Lesepatinnen und Lesepaten in den Alltag eines Kindergartens bzw. einer Schule einzubauen.
Warum ist Vorlesen für Kinder so wichtig?
„Das Vorlesen und das gemeinsame Lesen mit Erwachsenen motiviert Kinder, selbst zu Büchern zu greifen. Es fördert die sprachliche Entwicklung der Kinder, und sie nehmen es mit Begeisterung auf“, berichtet Evelyn Leippert-Kutzner, die Leiterin der Stadtbibliothek in Donauwörth. Ein wichtiger Aspekt des Lesepaten-Projekts ist deshalb, Kindern erst einmal einen unbeschwerten, spielerischen Zugang zu Sprache zu ebnen, ihnen die Lust am Lesen zu vermitteln.
Welche Erfahrungen gibt es bereits mit dem Einsatz von Lesepaten? Wie gelingt es, Vorlesen in den Tagesablauf von Schule und Kindergärten einzubauen?
Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es bei den Infoveranstaltungen aus erster Hand: Erzieherinnen, Schulleiterinnen und aktive Lesepaten berichten aus ihrem Vorlesealltag und vor allem über ihre Erkenntnisse und Erlebnisse mit den Kindern. „Es läuft super. Die Kinder sind begeistert“, erzählt eine Kindergartenleiterin. „Deshalb wollen wir dieses Angebot noch ausbauen z.B. ein spezielles Nachmittagsangebot für Vorschulkinder.“
Auch in Schulen ist der Einsatz von Lesepaten möglich und lohnenswert. „Es gibt mittlerweile so viele gute Praxisbeispiele, dass eigentlich für jede Schule eine geeignete Lösung zu finden sein müsste“, meint der Familienbeauftragte Günter Katheder-Göllner. Er koordiniert nicht nur das Bündnis für Familie, sondern derzeit auch die Vermittlung der Lesepatinnen und Lesepaten. Dass auch ohne Vermittlungsstelle bereits etliche Lesepateneinsätze zustande gekommen sind, darüber ist er ganz froh, denn: „Die beste Werbung ist die von Mund zu Mund!“.
Er hofft, dass in vielen Kindergärten und Schulen zukünftig vorgelesen wird. Wie’s funktioniert, dass erfahren interessierte Erzieherinnen, Elternbeiräte sowie Lehrerinnen und Lehrer am Welttag des Buches, Donnerstag, 23. April 2009 in der Stadtbibliothek Donauwörth. Der Beginn ist um 15.00 Uhr, die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.
Anmeldung und weitere Informationen bei Günter Katheder-Göllner, Familienbeauftragter und Bündniskoordinator (Tel. 0906 / 74 198 oder per E-Mail: familienbeauftragter@lra-donau-ries.de) oder bei der Stadtbibliothek Donauwörth (Tel. 0906 / 23 320 oder per E-Mail: stadtbibliothek-donauwoerth@t-online.de).

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