Standortfrage Recyclinghof Rain

Laut Bericht der DZ vom 5. Oktober hat sich der Rainer Stadtrat in seiner letzten Sitzung u. a. mit dem Standort des geplanten Recyclinghofs in Rain befasst. Wie berichtet befürwortet das Landratsamt Donau-Ries einen Standort an der Neuburger Straße, der Stadtrat hingegen spricht sich für das Gebiet am Kreisverkehr Bayerdilling an der Umgehungsstraße aus.

Bei der Stadtratssitzung wurde gegenüber der Kreisverwaltung auch der Vorwurf der „Verhinderungstaktik“ laut. Dieser Vorwurf ist aus Sicht des Landratsamtes jedoch unzutreffend. So hat das Landratsamt Donau-Ries bereits mehrere Ortstermine in Rain und Gespräche im Landratsamt einberaumt, an dem neben Vertretern der Kreisbehörde, der Polizei, des Straßenbauamts Augsburg und des Abfallwirtschaftsverbandes auch Vertreter der Stadt Rain teilnahmen. Dabei wurden die jeweiligen Standorte erörtert und die weitere Vorgehensweise besprochen.

Ebenso hat sich Landrat Stefan Rößle nach intensiver Prüfung des Sachverhalts schriftlich an die Stadt Rain gewandt und die entgegenstehenden Gründe für den vom Stadtrat befürworteten Standort dargelegt. So sprechen einige gewichtige siedlungsstrukturelle, raumordnerische wie auch denkmalpflegerische Gründe gegen den gewünschten Standort. Das Grundstück liegt weit im Außenbereich von Rain. Der Bau eines Recyclinghofes ist hier baurechtlich unzulässig.

Auch der von der Stadt Rain selbst aufgestellte und beschlossene Flächennutzungsplan sieht hier keine Bebauung vor. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass von Seiten des Landratsamtes in der Vergangenheit bereits auf eine optimale Standortalternative am Ende der Neuburger Straße und in unmittelbarer Nähe zur Staatsstraße hingewiesen wurde. Den Vorwurf einer Verhinderungstaktik möchte Landrat Rößle so nicht im Raum stehen lassen, insbesondere weil er sich persönlich der Sache bereits vor längerer Zeit angenommen und in der Vergangenheit schon mehrere Gespräche mit dem Bürgermeister in dieser Angelegenheit geführt hat.

Der Abfallwirtschaftsverband (AWV) würde gerne in Rain in einen neuen Recyclinghof investieren, wie der Vorsitzende des AWV Landrat Stefan Rößle betont. Die baurechtlichen Voraussetzungen müssen allerdings erfüllt sein. Landrat Rößle hat Bürgermeister Martin bereits angeboten, dass er für ein nochmaliges Gespräch im Landratsamt gerne zur Verfügung stehe. Dabei können - wenn gewünscht auch zusammen mit interessierten Stadträten – verschiedene Alternativstandorte geprüft werden.

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