Mehr Qualität beim Wandern - Ferienland Donau-Ries will Top-Wanderwege ausweisen

Naturnahe Wanderwege durch Waldlandschaften sind beliebt bei Wanderer. Das Ferienland Donau-Ries setzt künftig auf mehr Qualität und will besonders ansprechende Wanderwege ausweisen und stärker bewerben. Bild: Ferienland
Donauwörth: Ferienland Donau-Ries e.V. | Radfahren und Wandern erfreut sich seit Jahren bei Urlaubern und Tagesgästen des Ferienlandes Donau-Ries großer Beliebtheit. Allerdings sind in den vergangenen Jahren die Ansprüche der Besucher gestiegen – nicht zuletzt dank eines großen und qualitativen Angebots an Rad- und Wanderwegen in ganz Deutschland. Diesem Trend will das Ferienland Donau-Ries Rechnung tragen und setzt bei den Wanderwegen künftig ebenfalls auf mehr Qualität.

Bei einer Sitzung des Arbeitskreises „Natur und Freizeit“ in Monheim ging es jüngst u.a. um das Thema „Wandern“, vor allem um die Neukonzeption und die Auswahl von so genannten Top-Wegen. Ferienland-Geschäftsführer Günther Zwerger hatte zunächst ausgeführt, dass an das Wandern immer höhere Ansprüche gestellt werden. Die Wanderwege müssten daher sehr gut gepflegt werden und die Beschilderung vollständig und eindeutig sein. Auch die Darstellung der Wege auf der Web-Seite oder Apps seien inzwischen Standard. Erhebungen haben ergeben, dass die bevorzugten Jahreszeiten für Wanderurlaub mit 92% der Herbst und 81% das Frühjahr sind. Dies bedeute für das Ferienland, so Zwerger, dass durch ein gutes Wanderwegeangebot die Saison verlängert werden könne. Auch viele weitere Voraussetzungen erfülle das Ferienland: Wanderer bevorzugen Mittelgebirge (hügeliges Gelände), Waldlandschaften, Schluchten und Bachtäler. Da 83% der Wanderer Rundwege vorziehen, solle in der Neukonzeption des Wanderwegenetzes darauf geachtet werden.

Bereits im Vorfeld der Sitzung hatte die Geschäftsstelle die Geographin und Geopark-Führerin Kathrin Schön beauftragt, 21 Wege im gesamten Bereich des Ferienlandes Donau-Ries zu begehen und nach vorgegebenen Kriterien auszuwerten. Darunter waren u.a. der Schäferweg, der 7-Hügel-Weg, der Bock-Rundweg, mehrere Rundwege auf der Monheimer Alb, der Edelweißweg Donauwörth oder der Wörnitztal-Riesrandweg. Bei der Bewertung wurde beispielsweise berücksichtigt, ob es sich um naturnahe Wege oder befahrene Straßen handelt, ob es einen Landschaftswechsel gibt, Naturattraktionen oder Kulturattraktionen entlang des Weges liegen. Die optimale Länge eines Wanderweges liegt zudem zwischen 10 und 15 Kilometer.

Kathrin Schön stellte die geprüften Wege den Teilnehmern der Arbeitskreissitzung einzeln nach den geprüften Kriterien vor. Die Teilnehmer konnten dann jeden Weg benoten und damit auch ihre Einschätzung abgeben, welcher Weg sich als Top-Wanderweg eignet. Diese Bewertungsbögen werden nun von der Geschäftsstelle ausgewertet. Ziel ist es, eine Reihe von Wanderwegen festzulegen, für die die geforderten Qualitätskriterien bereits erfüllt sind oder kurzfristig umgesetzt werden können. Wichtig sind dabei beispielsweise eine eindeutige und einheitliche Beschilderung in beide Richtungen. Zudem erfolgt sowohl eine Abstimmung mit den Gemeinden als auch mit dem Naturschutz. Spätestens zur Messesaison 2016 sollen dann alle festgelegten Top-Wege korrekt beschildert, die Streckenverläufe digital erfasst und ein zielgruppenspezifisches Marketing vorbereitet sein.
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