Lokales Bündnis für Familie im Landkreis Donau-Ries wird „Bündnis des Monats Juni 2011“
Im Landkreis Donau-Ries wird seit der Gründung des Lokalen Bündnisses für Familie Familienfreundlichkeit ganz groß geschrieben. Im Jahr 2008 hat sich ein starkes Netzwerk mit über 120 Partnern aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft entwickelt.
Die Bündnisakteure unterstützen Eltern mit Betreuungsangeboten in den Ferien. Sie zeigen Kommunen Praxisbeispiele für den Weg zu mehr Familienfreundlichkeit und Unternehmen Lösungen für eine familienfreundliche Personalpolitik auf. Und sie verhelfen Kindern in der Region zu besseren Bildungschancen. Am 8. Juni startete ein weiteres Projekt: ein Familienportal mit vielen Informationen für Familien, Kommunen und Unternehmen wurde online gestellt.
Für sein umfassendes Engagement ist das Lokale Bündnis für Familie nun zum „Bündnis des Monats Juni 2011“ gewählt worden.
„Die Vielfalt und Anzahl unterschiedlicher Aktivitäten des Lokalen Bündnisses für Familie im Landkreis Donau-Ries ist beeindruckend“, sagt Friederike Woermann-Seiger von der Fachberatung der Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“. „Dem Bündnis ist es gelungen, alle wichtigen Partner vor Ort ins Boot zu holen – und dadurch für mehr Familienfreundlichkeit und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu sorgen.“
Im Lokalen Bündnis für Familie engagieren sich Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Unternehmen, die Industrie- und Handelskammer Nordschwaben sowie die Handwerkskammer für Schwaben. Auch Schulen und Bibliotheken, Städte und Gemeinden sowie Vereine und Einzelpersonen aus dem gesamten Kreis sind dabei. Der Landkreis Donau-Ries koordiniert das Bündnis.
Landrat Stefan Rößle unterstreicht, wie wichtig die Zusammenarbeit all dieser Akteure im Landkreis ist: „Familie ist neben Energie und Bildung eine der drei tragenden Säulen unserer künftigen Kreispolitik. Mit dem Lokalen Bündnis für Familie im Landkreis Donau-Ries haben wir ein Netzwerk aufgebaut, das eine ausgezeichnete Grundlage für mehr Familienfreundlichkeit schafft. Wir sind damit auf einem guten Weg, den Familien in unserer Region eine attraktive und lebenswerte Zukunftsperspektive zu bieten.“
Neues Online-Portal informiert über Betreuungseinrichtungen
Einen Überblick über alle Aktivitäten für Familien im Landkreis liefert seit dem 8. Juni das neue Familienportal. Das Online-Portal informiert Eltern unter anderem über Anlaufstellen zur Erziehungsberatung, zu Kuren für Mütter und Väter oder zur Sprachentwicklung für Kinder, über Kindertageseinrichtungen und Erziehungskurse. Kommunen erfahren unter www.familie-im-donau-ries.de anhand guter Beispiele, wie sie familienfreundliche Maßnahmen umsetzen können und Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber erhalten Ideen und Anregungen für eine familienfreundlichere Arbeitswelt.
Lesepatinnen und -paten fördern Kinder bei der Sprachentwicklung
Auch Informationen zu Betreuungsangeboten, die vom Bündnis initiiert wurden, sind auf der Plattform zu finden. Hierzu gehört beispielsweise die Ferienbetreuung „Sonnenscheinkinder“, die der Kreisverband Nordschwaben des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) zusammen mit weiteren Bündnispartnern organisiert. Drei Wochen lang kümmern sich Erzieherinnen von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus Donauwörth um die Kinder. Für ein abwechslungsreiches Programm ist gesorgt: Die Kinder gehen ins Freibad, lernen beim Bürgermeister das Rathaus kennen und besuchen einzelne Unternehmen. Zu den Betreuungsangeboten gehört auch das Projekt „Leihomas“. Diese übernehmen ehrenamtlich für ein paar Stunden in der Woche die Kinderbetreuung – zum Beispiel dann, wenn der Kindergarten geschlossen ist oder die Eltern zum Arzt müssen.
So wie bei den Leihomas engagieren sich auch beim Projekt „Lesepaten“ zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Die mittlerweile rund 100 Patinnen und Paten gehen in Schulen, Kindergärten und Seniorenheime. Dort begeistern sie Kinder fürs Lesen und fördern die Sprachentwicklung oder sie unterhalten Seniorinnen und Senioren mit ihren Geschichten.
Sprachpatinnen und -paten eröffnen Kindern bessere Bildungschancen
Seit vergangenem Jahr sind einige Lesepatinnen und -paten auch in anderer Funktion für das Lokale Bündnis aktiv. „Als Sprachpatin oder Sprachpate arbeiten sie gezielt mit einzelnen Schülerinnen und Schülern, um deren Sprach- und Lesekompetenz zu verbessern“, erläutert Bündniskoordinator Günter Katheder-Göllner. Regelmäßig treffen sie sich mit den Kindern und unterstützen sie dabei, Texte zu lesen und zu schreiben. Dadurch vermitteln sie den Jungen und Mädchen Spaß an der Sprache – und eröffnen ihnen bessere Bildungschancen.
Mit ihrer Arbeit wenden sich die Bündnisakteure im Landkreis Donau-Ries aber nicht nur direkt an Familien. Sie unterstützen auch Unternehmen und Kommunen. So konnten sich Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber schon bei zahlreichen Bündnis-Veranstaltungen darüber informieren, wie sie ihr Unternehmen familienfreundlicher gestalten. Für Kommunen hat das Lokale Bündnis bereits mehrere Workshops organisiert, bei denen Vertreterinnen und Vertreter von Gemeinden und Städten mehr über Instrumente und Praxisbeispiele für eine familienfreundlichere Kommune erfuhren. Mithilfe des Lokalen Bündnisses entstehen so Lösungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.



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