Kinder stürmen Sitzung

Ungewöhnliche Ausschussitzung am Buß- und Bettag
 
Bobbycar-Rennen: Wer startet als Erster?

Erster Kindermitbringtag im Landratsamt Donau-Ries stößt auf große Resonanz


Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, das ist nicht immer einfach. Vor allem dann, wenn ein schulfreier Tag – wie der Buß- und Bettag - außerhalb der Ferien liegt. Deshalb gab es in diesem Jahr den ersten Kindermitbringtag im Landratsamt Donau-Ries. 31 Mädchen und Buben kamen, um am Buß- und Bettag den Arbeitsplatz von Mama und Papa kennenzulernen. Das Organisationsteam um den Familienbeauftragten des Landkreises, Günter Katheder-Göllner hatte ein buntes Programm zusammengestellt, das keine Langeweile aufkommen ließ.
Statt wie geplant den Chef des Landratsamtes, Stefan Rößle in seinem Büro zu besuchen, stürmten die Kinder die kurzfristig vorverlegte Sitzung des Ausschusses für Familie, Soziales, Schule, Sport und Kultur. Die anfängliche Neugierde der Kinder wich allerdings zusehends, war doch das Thema, das gerade behandelt wurde, reichlich komplex. „Politik ist wichtig und nicht immer so trocken“, gaben Landrat Stefan Rößle und die Kreisräte den jungen Zuhörerinnen und Zuhörern unisono mit auf den Weg, bevor diese - sichtbar erleichtert - weiterzogen zur nächsten Station. Dort hatte Barbara Rembold, Jugendpflegerin des Landkreises, eine Palette kurzweiliger Kennenlernspiele vorbereitet.

Drei Kilometer Akten unterm Dach


Nach der anschließenden Frühstückspause ging es gestärkt mit Butterbrezen und Bananen für den Rest des Vormittags auf Tour durch das Landratsamt. Jede Menge Spaß erlebten die Kinder beim Bobbycar-Rennen, das Petra Reiner von der Führerscheinstelle organisiert hatte. „Das fand ich total lustig“, kommentierte einer der kleinen Gäste diesen Programmpunkt. Im Sitzungssaal erklärte Personalratsvorsitzender Alexander Im die moderne Technik; in der Registratur staunten die Mädchen und Buben über drei Kilometer Akten, die dort unter dem Dach gelagert werden. „Die wurden alle von Eueren Mamas und Papas produziert“, erläuterte mit einem Augenzwinkern Registraturchef Norbert Lechner.

Viel zu schnell vergingen die ersten Stunden. „Bitte, bitte darf ich noch länger bleiben!“, bekamen deshalb einige Eltern zu hören, die ihr Kind schon nach der Mittagspause abholen wollten. So ließen sich dann fast alle Kinder am Nachmittag noch von Carola Neumeier ins Land der Zauberei entführen. Mit Hilfe der Kinder begannen Klobürsten zu schweben, lösten sich bunte Tücher in Luft auf, kurze Seile waren plötzlich lang und lange Seile wurden wieder kurz. Kurzum: „Die war echt klasse“, brachte es der elfjährige Pascal hinterher beeindruckt auf den Punkt.

Fortsetzung im nächsten Jahr


Erschöpft aber zufrieden war am Ende Claudia Wernhard von der Fachstelle Kindertagesbetreuung: „Es war zwar anstrengend, aber es hat Riesenspaß gemacht!“

Auch die Auszubildenden Carina Färber, Benedikt Lebschi, Christof Simon und Sebastian Roßkopf trugen zum reibungslosen Ablauf dieses Tages bei und versprachen: „Beim nächsten Kindermitbringtag helfen wir gerne wieder mit!“

"Ich war sofort begeistert von der Idee“, kommentierte abschließend Landrat Stefan Rößle dieses Angebot. „Der Kindermitbringtag stellt einen weiteren Baustein dar, damit unsere Beschäftigten Familie und Beruf gut vereinbaren können.“ Dass dieser Tag aber nicht nur für die Mamas und Papas eine schöne Sache war, das erfuhr Landkreischef Rößle dann noch aus erster Hand. Auch seine Tochter Maike war dabei und beteuerte: “Im nächsten Jahr werde ich auf alle Fälle wieder dabei sein!“

Hintergrund


Der Kindermitbringtag ist ein Angebot im Rahmen des audit berufundfamilie im Landratsamt Donau-Ries.

Für seine strategisch angelegte familienbewusste Personalpolitik ist der Landkreis Donau-Ries 2013 zum dritten Mal mit dem Zertifikat zum audit berufundfamilie ausgezeichnet worden.

Das audit unterstützt Arbeitgeber darin, Unternehmensziele und Mitarbeiterinteressen in eine tragfähige, wirtschaftlich attraktive Balance zu bringen. Mit verbindlichen Zielvereinbarungen sorgt das audit dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird.

Der Landkreis Donau-Ries zählt zu den 61 Arbeitgebern, die das audit berufundfamilie bereits zum dritten Mal erfolgreich durchlaufen haben. Aktuell sind in Deutschland insgesamt 1.017 Arbeitgeber nach dem audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule zertifiziert.

Neben vielfältigen flexiblen Arbeitszeitmodellen gehören dazu auch Angebote wie die Einführung eines Gesundheitsmanagements, ein Kontakthalte- und Wiedereinstiegsprogramm oder Infoveranstaltungen zum Thema ‚Beruf und Pflege‘. Landrat Stefan Rößle ist überzeugt: „Der Landkreis Donau-Ries ist ein familienfreundlicher Arbeitgeber, denn er bietet Müttern und Vätern gute Rahmenbedingungen, um Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren.“
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