Infoveranstaltung für Lesepatinnen gut besucht

Bild (1): Bernd von Guttenberg in der Stadtbibliothek Donauwörth
Donauwörth: Stadtbibliothek | Sprach- und Lesekompetenz fördern

Wie gelingt es, durch Lesen und Vorlesen mit einzelnen Schülerinnen und Schülern, deren Lese- und Sprachfähigkeit zu verbessern? Jede Menge Tipps und Informationen gab es dazu bei einer Veranstaltung in der Stadtbibliothek Donauwörth. Etwa 20 Lesepatinnen und Interessierte waren gekommen; eingeladen hatten das Lokale Bündnis für Familie Donau-Ries und der Arbeitskreis Lesen in Schwaben im Donau-Ries.

„Sie ersetzen die Oma!“, beantwortete Referent Bernd von Guttenberg gleich zu Beginn die Frage, warum man heutzutage eigentlich Lesepatinnen und Lesepaten brauche. Denn in vielen Familien waren es die Großmütter und Großväter, die Kindern vorgelesen, Abzählreime gelehrt und Märchen erzählt hätten. Heute aber lebten Kinder immer seltener mit ihren Omas und Opas unter einem Dach.

Kompetent und humorvoll vermittelte von Guttenberg den Zuhörerinnen und Zuhörern worauf es ankommt, wenn man die Sprach- und Leseentwicklung bei Schülerinnen und Schüler verbessern will. Seine zahlreichen Beispiele aus der Praxis bezog er nicht nur aus seiner langjährigen Tätigkeit als leitender Logopäde beim Erziehungs- und Jugendhilfeverbund Nordschwaben und als Koordinator für die Sprachberatung im Landkreis Donau-Ries. Als vierfacher Familienvater outete er sich auch als Experte für praktische Pädagogik im Familienalltag.

„Wir wollten den Lesepaten an diesem Abend das nötige Handwerkszeug vermitteln, um in die Sprachförderung durch Lesen und Vorlesen mit einzelnen Schülerinnen und Schülern einsteigen zu können“ nannten Petra Wirth und Sven Rook, Beauftragte für Lesen an Grund- und Mittelschulen, als Ziel der Veranstaltung und weiter: „Dank des hervorragenden Referenten ist uns das, so meinen wir, voll und ganz gelungen.“

„Zu diesem Thema könnte man natürlich eine ganze Vortragsreihe machen“, ergänzte Günter Katheder-Göllner, Familienbeauftragter des Landkreises am Ende der Veranstaltung. Zusammen mit Evelyn Leippert-Kutzner, der Leiterin der Donauwörther Stadtbibliothek entließ er nach zwei Stunden zufriedene Lesepatinnen und Lesepaten. Mit auf den Weg gab Bündniskoordinator Günter Katheder-Göllner allen Teilnehmern noch eine Motivationskarte: „Damit Ihre guten Vorsätze aus dem heutigen Abend nicht sofort im Alltag untergehen“. Er versprach, das Bündnis für Familie und der Arbeitskreis Lesen werden weiterhin am Ball bleiben und die Lesepatinnen und Lesepaten in der Region unterstützen.
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