Entlastung schon am frühen Morgen!

Das Projekt „Autofrei zu Kita und Schule“ geht in die nächste Runde. Bereits im dritten Jahr beteiligen sich Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen an dieser Aktionswoche.

Viele Familien kennen das: Aufstehen, Kinder anziehen, das Müsli halb im Stehen verschlingen, denn die Uhr sitzt einem schon im Nacken. Für den Fußweg in den Kindergarten oder die Schule bleibt keine Zeit mehr. Aber auch die Abfahrt mit dem Auto verzögert sich. „Nein, ich will hinter der Mama sitzen!“ – „Nein ich! – Und überhaupt, ich will nicht einsteigen!“ Solche oder ähnliche Situationen gehen im wahrsten Sinne des Wortes auf die Nerven. Der Stresspegel der Mutter oder des Vaters steigt und die Kinder erfahren auch keinen guten Start in den Tag. Minuten, die auf dem Zeitkonto als negative Erfahrung verbucht werden müssen.

Die Aktion „Autofrei zu Kita und Schule“ möchte einen Anstoß geben, dem entgegen zu wirken, denn es gibt viele Möglichkeiten, solche Situationen zu entschärfen. „Schließlich“, so Sina Scheiblhofer, die Familienbeauftragte des Landratsamtes und Koordinatorin des Bündnisses für Familie, „ist die Idee zu diesem Projekt ursprünglich während der Arbeit an dem Modellvorhaben „Lokale Zeitpolitik für Familien“ im Jahr 2013 entstanden - ein Auftrag an uns, hier aktiv zu werden.“ So sollen Familien angeregt werden, sich bei der Begleitung der Kinder auf dem Weg in den Kindergarten oder die Schule abzusprechen, sich vielleicht in Kleingruppen mit nur einer Begleitperson zusammenzuschließen und sich untereinander abzuwechseln. Eltern haben dadurch mehr Freiräume, während die Kinder in der „Tausendfüßler-Fußmarsch Gruppe“ vielleicht viel Spaß auf dem Kindergarten- bzw. Schulweg haben. Nebenbei wird auch noch die Umwelt geschont – eine Win-Win-Situation
auf ganzer Linie!

Das Bündnis für Familie unterstützt auch in diesem Jahr wieder die Einrichtungen und Schulen, die sich an dieser Aktion zum Beispiel durch Verkehrserziehungstage beteiligen – so wie im Juli in Donauwörth der städtische Kindergarten Schneegarten oder im Herbst auch die Mädchenrealschule St. Ursula und die Mangold-Grundschule. In Asbach Bäumenheim wird die Aktionswoche vom 04. bis 08.07.2016 stattfinden und zum zweiten Mal von der Familienreferentin Sieglinde Schönherr organisiert: „Wir freuen uns, wenn wir an den tollen Erfolg der Aktion im letzten Jahr anschließen können. Viele Familien werden sicherlich dem Aufruf auch in diesem Jahr folgen und zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Roller in die Einrichtungen kommen. Die bunten Begleitaktionen rund um das Thema Verkehrssicherheit stoßen bestimmt wieder auf großes Interesse und die Kinder werden mit Begeisterung dabei sein.“ So können die kleinen Asbach-Bäumenheimer u.a. einen Laufrad Führerschein absolvieren und eine Urkunde über die Teilnahme an der Aktion erhalten. Es beteiligen sich die Kindertagesstätten Maria Immaculata und Dr.-Hermann-Fendt sowie die Grund- und Mittelschule.

Unterstützt wird das Projekt natürlich auch wieder von der Verkehrswacht der Polizei, die den Kindern spielerisch Informationen zu Sicherheit im Straßenverkehr vermittelt. Übrigens auch eine Möglichkeit die Kleinsten an dem Projekt zu beteiligen. Denn auch die Laufanfänger müssen schon lernen, dass man dem auf die Straße rollenden Ball nicht einfach hinterher rennen darf. Und Krippenkinder müssen ebenso wenig mit dem Auto gebracht werden, sondern vielleicht mit Kinderwagen oder Fahrradanhänger. In diesem Sinne erhoffen sich die Akteure dieses Projektes viele Nachahmer - für weniger Verkehrschaos, weniger Umweltbelastung, mehr Sicherheit für unsere Kinder und mehr Zeit in den Familien.

Wollen Sie das Projekt unterstützen oder sich beteiligen? Nehmen Sie Kontakt mit der Familienbeauftragten auf: familienbeauftragte@lra-donau-ries.de
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