Eigenschutztraining in der Grund- und Hauptschule Monheim - Außenstelle Buchdorf
Im Frühjahr vergangenen Jahres startete die Außenstelle Buchdorf mit einem Schnuppertag der bewährten Seminarreihe „Eigenschutz, Selbstbehauptung und Gewaltprävention“. Nach diesem gelungenen Auftakt ging diese Reihe nun in die zweite Runde.
Hauptkommissar Michael Deisenhofer besuchte dazu im Vorfeld alle Schulklassen. Während es in der ersten und zweiten Klasse überwiegend um Personen- bzw. Fahrzeugbeschreibungen, sowie den sicheren Schulweg und das Verhalten am Telefon ging, wurde vor allem in der vierten Klasse das Thema Gewalt besprochen. Hier sollten die Schüler sensibilisiert werden, was Gewalt überhaupt ist. Dies wurde an alltäglichen Beispielen durchgesprochen, wobei sehr schön zu beobachten war, wie sich die Einstellung der Schüler zu dieser Thematik drastisch änderte. Was vorher noch als harmloser Scherz abgetan wurde, stellte sich anschließend aus der Sicht der Opfer sehr schnell als Gewalt heraus.
Im praktischen Teil, durchgeführt von den Taekwondo- und Gewaltpräventionsübungsleitern Catrin und Wolfgang Häckel, lernten die Kinder auf die richtige Körpersprache zu achten, den Blickkontakt zu halten und mit fester, lauter Stimme zu agieren. So sollten sie erst gar nicht erst in die typische Opferrolle fallen. Das laute Schreien wurde dann an Pratzen, Schlagpolstern und einer Weichbodenmatte trainiert, gegen die sich die Kinder mit Tritten und Schlägen auf vorher besprochene Vitalpunkte verteidigen sollten.
In den dritten und vierten Klassen wurde der praktische Teil ausserdem um Rollenspiele erweitert, in denen sich die Schüler in alltäglichen Situationen richtig verhalten mussten, um sich selber und andere nicht in Gefahr zu bringen.
Bei den vierten Klassen war der zweite Samstag geprägt vom Thema Gewaltprävention. Hier wurden in der gesamten Einheit verschiedene Situationen durchgespielt. Ziel dieser Einheit war vor allem den Klassenverbund zu stärken. Die Kinder wurden darauf hingewiesen, dass sie zwar derzeit die „Größten“ an der Schule sind, mit Übertritt an eine weiterführende Schule jedoch schnell zum Opfer von Hänseleien oder Mobbing werden können. Ferner wurde in verschiedenen Spielen simuliert, wie sich Gewalt aufschaukeln kann und mit welchen Maßnahmen die Kinder solchen Situationen entgegenwirken können.
Insgesamt sprach der Schulleiter Anton Aurnhammer sowie die Referenten von einer rundherum gelungenen Veranstaltung, die alle Beteiligten sehr gerne im Jahr 2011 fortsetzen wollen.


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