Donauwörther Tafel feiert 10-jähriges Jubiläum

Landrat Stefan Rößle, Caritas-Geschäftsführer Martin Gaertner, Kiwanis-Präsident Günter J. Löffler, OB und Schirmherr Armin Neudert, Vorsitzende Maria Bauer, 2. Vorsitzende Birgit Rößle, Leiter der Tafel Franz Gruber, MdL Wolfgang Fackler gratulieren der Donauwörther Tafel und den langjährigen Ehrenamtlichen zu Ihrer Auszeichnungen
 

Caritas. 130 Gäste treffen sich auf dem 2. Donauwörther
Ehrenamtsempfang.


Donauwörth (mg). Von 200 geladenen Gästen trafen sich 130 auf Einladung des Kreis-Caritasverbandes zum 2. Donauwörther Ehrenamtsempfang, um das 10-jährige Jubiläum der Tafel zu feiern und allen Ehrenamtlichen Danke zu sagen. Begrüßt wurden sie von Dekan Ottmar M. Kästle und Maria Bauer, die an diesem Abend auch neben anderen die goldene Caritas-Ehrennadel für Ihre Arbeit erhielt. Als Träger der Tafel sind neben der Caritas die Stadt Donauwörth vertreten durch OB Armin Neudert und der Kiwanis Club Donauwörth, der dieses Jahr von Präsident Günter J. Löffler vertreten wurde. Am 14. Oktober 2004 gab die Donauwörther Tafel, so Caritas-Geschäftsführer Martin Gaertner, zum ersten Mal Lebensmittel an Bedürftige aus. Gaertner betonte die Vielfältigkeit der ehrenamtlichen Arbeit, die so vielfältig wie die Schattierung der Farbe Rot sei, alle unter dem Dach des Caritas-Rots. Maria Bauer erinnerte an die vielen Helfer und die Vorreiterrolle der bereits 2004 gegründeten Tafel. Schirmherr Armin Neudert lobte die herausragende Arbeit für Bedürftige. „Auch wenn Menschen auf die Tafel angewiesen sind, würdelos sind sie in Donauwörth nicht“. Landrat Stefan Rößle gratulierte zum Geburtstag und freute sich darüber, dass die Tafel dazu beiträgt, dass weniger Lebensmittel, die noch einwandfrei sind, nicht weggeworfen würden. Rößle betonte auch das seit 2004 entstandene Präventions-Netzwerk der Caritas, da in Folge in Asbach-Bäumenheim, Nördlingen und Wemding Tafeln und weiter Dienste entstanden sind. MdL Wolfgang Fackler und Mitglied des Caritasrats betonte, dass die Tafel vor Augen führe, dass trotz einer guten Struktur im Landkreis es auch bei uns Armut gibt. Alle Ehrenamtlichen würden nicht nur hin schauen, sondern würden aktiv handeln, um den Menschen zu helfen. Viel Dank kam von allen Rednern incl. einem geistlichen Wort von Dekan Ottmar M. Kästle, der das christliche Teilen in Verbindung mit der Tafel brachte.

Tafel unter neuer Leitung


Gaertner bedankte sich besonders bei der ehrenamtlichen Gesamt-Leitung der Tafel Franz Gruber und seinem Stellvertreter Heinz Harbich und den Gruppenleitungen für das Engagement und Zusammenarbeit, sowie für die gelungene Neuorganisation seit zwei Jahren gerichtet stellvertretend an alle ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen. Sein Dank galt aber auch seinen hauptamtlichen Mitarbeiter/innen, die neben der Arbeitszeit ebenfalls viele ehrenamtliche Stunden einbrächten, ohne die das soziale System nicht existieren könnte.


Langjährige ehrenamtliche Mitarbeiter/innen geehrt.


Dekan Ottmar M. Kästle und OB Armin Neudert hatten die Ehre langjährige Ehrenamtliche mit der goldenen und silbernen Caritas-Ehrennadel auszuzeichnen, die für 10- und 20-jährige Mitarbeit vom Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes und Direktors Dr. Andreas Magg des Diözesan-Caritasverbandes verliehen wurde (A-Z):

Vorstand Bauer, Maria Gold

Gesprächskreis Kinzler, Gabriele Gold

Gesprächskreis Schraml, Alfons Gold

Caritasrat Tögel, Erwin Gold

Tafel Eberle Elisabeth Silber

Helferkreis Färber, Monika Silber

Helferkreis Feil, Agnes Silber

Tafel Ferber, Mina Silber

Tafel Gasiorek, Franz Silber

Caritasrat Häfele, Konrad Silber

Tafel Heiß, Ehrengard Silber

Tafel Kienberger, Paul Silber

Möbelfundgrube Klier, Renate Silber

Tafel Koschta, Gisela Silber

Tafel Mang, Doris Silber

Tafel Morell, Brigitte Silber

Tafel Reitsam, Rosa Silber

Tafel Wagner, Marianne Silber

Laienhelfer Weber, Anna-Marlene Silber

Hintergrund:


Die erste Tafel im Donau-Ries, die Donauwörther Tafel, wurde mit der ersten Ausgabe am 14.10.2004 gegründet. Zu diesem Zeitpunkt bestanden ca. 300 Tafeln in Deutschland, heute sind es 900. Damit ist die Tafel in Donauwörth eine der ersten Stunde. Die Idee stammte von der ersten Vorsitzenden Maria Bauer und Geschäftsführer Martin Gaertner, der die Idee aus Augsburg mitbrachte. Es musste trotz vielfältiger Vorerfahrungen aus anderen Städten Überzeugungsarbeit geleistet und geeignete Räume gefunden werden. Dank der Stadt Donauwörth und OB Armin Neudert, Schirmherr der Donauwörther Tafel, konnte in der Pflegstraße die Tafel ihren Platz finden. Am 29.03.2006 kam die Ausgabestelle in Asbach-Bäumenheim hinzu. 17.04.2007 wurde im selben Gebäude in DON der Kleiderladen gegründet, der fortan unter der Projektleitung von Gabriele Kinzler (ebenfalls mit der goldenen Caritas-Ehrennadel ausgezeichnet) und Martin Gaertner stand. Seither leisten sie grundlegende wertvolle Arbeit durch ehrenamtliche Unterstützung. Am 28.03.2007 wurde als nächstes Großprojekt das CaDW (Caritas und Diakonisches Werk) gegründet und fand großen Anklang. Caritas-Geschäftsführer Martin Gaertner ging damals auf Roland Vogel, dem Geschäftsführer der Diakonie, zu und hatte die Idee der Gründung einer Nördlinger Tafel. Roland Vogel steuerte die Idee der Zusammenlegung des Diakonischen Kleiderladens und der neuen Tafel bei, die so ein Sozialkaufhaus bilden sollten. Dank der Stadt Nördlingen und OB Hermann Faul konnte so das sog. CaDW Sozialkaufhaus mit Tafel und Kleiderladen gegründet werden. Am 25.06.2007 kam die Ausgabestelle in Wemding hinzu, die durch den Caritasverband Eichstätt unterstützt wird. Beide Tafeln mit zwei Ausgabestellen versorgen seither ca. je mehr als 350 Erwachsene und 150 Kinder! Hinzu kommen die vielen Kunden der beiden Kleiderläden von ca. 800 Personen pro Jahr und der Möbelfundgrube in Donauwörth.
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