Befähigung statt Bevormundung
Am Anfang war eine Spende, daraus wurde eine Idee und schließlich eine gute Tat, berichten Claudia Woschee und Marianne Wagner vom Tafelteam in Asbach-Bäumenheim. Die Spende kam von der Juventas-Johann-Streitberger-Stiftung: 40 Kochbücher mit Rezepten für den schmalen Geldbeutel gingen an die Donauwörther Tafel, Ausgabestelle Bäumenheim. Die Idee kam von den Tafelfrauen. Sie entschieden, dass sie einige der Kochrezepte mit ihren Kunden testen wollen. Jetzt setzten sie diese Idee in die Tat um, freut sich Caritas-Geschäftsführer Martin Gaertner über diese gute Idee. Mit „Omas Hackbraten“, „Hähnchen-Schnitzel-Heide Art“, „Westfälischer Räuber-Pfanne“ sowie dem Gericht „Bohnen, Birnen und Speck“ lockten sie ihre Kunden zum gemeinsamen Kochen in die Grund- und Hauptschule Asbach-Bäumenheim. Brigitte Hauser, Bärbel Reiser, Marianne Wagner, Claudia Woschee, Minna Ferber, Rita Fischer, Maria Mack, Centa Mokosch und Gaertner staunten nicht schlecht über die Resonanz der Idee. 15 der Kundinnen und Kunden der Ausgabestelle in Bäumenheim machten begeistert mit.
Es war ein Riesenspaß für alle. Zuerst wurde geschnipselt, gedünstet, gebraten und gekocht. Dann folgte der Höhepunkt der Aktion. An der festlich geschmückten Tafel konnten die Rezepte endlich getestet werden. Inzwischen waren auch Gaertner von der Caritas in Donauwörth und Achim Frank von der Juventas-Stiftung eingetroffen. Sie waren von den Gerichten genauso begeistert wie die vielen Köchinnen und Köche, die dieses Festmahl bereitet hatten. „Das war ein schöner Nachmittag“, freute sich eine der Teilnehmerinnen und bedankte sich bei den Tafelfrauen für diese gute Idee. Diese Idee möchten wir fortführen, so Gaertner. „Wir möchten das gemeinsame Miteinander zwischen Ehrenamtlichen und Kunden fördern. Außerdem ist es mir wichtig, dass wir Hilfe zur Selbsthilfe fördern. Nur wer selbst befähigt wird, kann sein Leben meistern. Unsere Kunden brachten ihre Kompetenzen selbst mit ein und konnten uns anderen einiges beibringen, was köstliches Essen und kostengünstiges Einkaufen betraf.“




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