Elternschule informiert über Impfungen im Kindesalter

v. l. n. r.: Kinderarzt Dr. med. Wolfgang Beck, Initiatorin der Elternschule Corin-na Rickl, Referentin Elternkurs Birgitt Maria Gaertner, Kinderarzt Albert Baier;

Elternbildung. Kinderärzte Beck und Baier geben Eltern kompetente Entscheidungshilfen

Donauwörth (mg) Die Donauwörther Elternschule in der Donau-Ries-Klinik informiert Eltern über interessante Themen, um den „Job des Elternseins“ gut ausüben zu können, so die Initiatorin C. Rickl, die an der Donau-Ries-Klinik als Hebamme tätig ist. Die Idee der Elternschule, zentral und an einem Ort für Eltern Kurse anzubieten, wurde unkompliziert und fachkräfteübergreifend realisiert. So haben sich verschiedene Experten von Hebammen, über Familientherapeutin, Physiotherapeutin, Yogalehrerin, Kinderkrankenschwester, Ernährungsberaterinnen und Sozialpädagogen zusammengetan und das Projekt aus der Taufe gehoben. Seit über einem Jahr bieten die Fachleute nun an der Donau-Ries-Klinik regelmäßig Fachvorträge und Kurse für Eltern selbst an oder laden Fachreferenten ein.


Impfungen schützen den Einzelnen und die Gemeinschaft

Zu dem Fachvortrag der beiden Donauwörther Kinderärzte Albert Baier und Dr. med. Wolfgang Beck waren rund 30 interessierte Eltern erschienen. Die beiden Ärzte informierten kompetent u. a. über die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, über Impfmöglichkeiten, über mögliche Risiken und den Nutzen von Impfungen im Kindes- und Jugendalter. Die Impfmüdigkeit der Deutschen sei, so Beck und Baier, ein großes Risiko für die Gesamtbevölkerung. Da die Kinderkrankheiten oft hierzulande kaum mehr vorkommen, ist die Angst vor diesen Krankheiten gewichen und der Glaube entstanden, Impfungen wären nicht mehr nötig. Genau das Gegenteil sei der Fall, so die Fachärzte, denn nur mit Impfungen, kann man diesen Standard aufrechterhalten. Die Impfungen gegen die gängigen Kinder- und Jugendkrankheiten würden zudem nicht nur den Einzelnen schützen, sondern auch die gesamte Bevölkerung. Besonders für Säuglinge, die gegen manche bedrohliche Krankheiten erst ca. ab dem 11. Monat geimpft werden könnten und sich davor von nicht Geimpften anstecken könnten, sei es wichtig, dass das gesamte Umfeld geimpft sei. Eine Ansteckung habe oft fatale Auswirkungen auf die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft. Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema müsse man zu dem unumgänglichen Schluss gelangen, dass Imfpungen so gut wie kein Risiko bergen aber Leben und Gesundheit effektiv schützen. Dennoch betonten die beiden Fachreferenten, dass die letztendliche Entscheidung den Eltern vorbehalten bleiben muss.


Auf den Anfang kommt es an - Elternkurs für junge Eltern

Im Anschluss an die Kinderärzte stellte die Familientherapeutin Birgitt Maria Gaertner, die als Erziehungsberaterin bei der Kath. Jugendfürsorge arbeitet, einen für Herbst in Donauwörth geplan-ten Elternkurs für junge Eltern vor. In anschaulichen Abschnitten mit Videomaterial, vielen Informationen, praktischen Beispielen und vielen Möglichkeiten zum Austausch untereinander wird die Dipl. Sozialpädagogin werdenden Eltern die Möglichkeit
mit der Anfangssituation des Elternseins auseinanderzusetzen. Gerade die anfängliche Belastungssituation führen viele Eltern an ihre Grenzen. Ein guter Start von der Partnerschaft in ein Familienleben gelingt einfacher, wenn man darauf vorbereitet ist, was einen erwarten kann, so die Referentin. So weiß man zumindest, dass es einen Babyblues gibt, was ein Schreikind ist und wie man damit umgehen sollte. Oft wird die Überforderung als Versagen empfunden, hilfreich sei dann auch, dass es sehr vielen jungen Eltern ähnlich geht und dass Abhilfe oder zumindest Lösungsstrategien möglich sind. Der Kurs wird voraussichtlich im Oktober beginnen, so Birgitt Gaertner von der Elternschule.

Info zu den Kursen der Elternschule an der Donau-Ries-Klinik:
C. Rickl unter Tel. 01 52 – 2429 40 04


Infos zum Kurs der Elternschule „Auf den Anfang kommt es an Ein Kurs für junge Eltern“ unter 09 06 – 99 99 195

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