Ein wunderbares Lied - Teil III

Heilig Kreuz Donauwörth im Sonnenuntergang

Lieber Wolfgang,
ich habe diese wunderbaren Verse (Teil 1) gestern spät in der Nacht entdeckt und sofort alles gespeichert... (Teil 2+3 heute natürlich auch!).
Weil ich absolut begeistert davon war, griff ich vorhin zur Google Suche, um so schnell wie möglich das GANZE Gedicht zu lesen. Ich will hier nicht vorgreifen, denn deine Zwischenbemerkungen sind so ausgesprochen schön, daß sie sehr gern weiterlesen möchte! Deshalb schreib ich Url erst mal nicht HIER her... (siehe Nachricht).
Mit ganz herzlichem Dank!
(Die Fotos sind natürlich auch einfach herrlich, aber die Verse sind mir in dem Fall wichtiger!)
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Hallo Romi,
danke :-)
Es ergeht wohl vielen so: Auch nach Jahren (und inzwischen auch Jahrzehnten) des Lesens im Werk Goethes ist vieles noch zu entdecken, und auch wenn man manches schon einmal gelesen hat, gibt es immer wieder Zeiten, da gerade dieses (und kein anderes) Gedicht wichtig erscheint und neu ... .
Ich freue mich, dass es auch für Dich etwas ist, das anspricht :-)
Wow, das Foto ist dir echt super gelungen!
Danke :-) Einen solchen Sonnenuntergang - mit den besonderen Witterungsbedingungen und eine entsprechenden Gelegenheit - gibt es auch vielleicht einmal im Jahr ... .
Wann immer ich die Kirche sehe, weiß ich: ICH BIN ZUHAUSE!!!
Das Bild und das Gedicht passen perfekt zueinander! Ich bin total begeistert!
Danke, Karola :-)
Als ich nach geeigneten Fotomotiven zum Gedicht suchte, fiel mir dieses auch gleich ein :-)
"Am steilen Berge, der nun vor ihm stehet,
Glaubt er die Spuren eines Wegs zu sehn,
Er folgt dem Pfade, der in Krümmen gehet,
Und muss sich steigend um die Felsen drehn;
Bald sieht eer sich hoch übers Tal erhöhet,
Die Sonne scheint ihm wieder freundlich schön,
Und bald sieht er mit innigem Vergnügen
Den Gipfel nah vor seinen Augen liegen.
Und nebenhin die Sonne, die im Neigen
Noch prachtvoll zwischen dunklen Wolken thront;
Er sammelt Kraft, die Höhe zu ersteigen,
Dort hofft er seine Mühe bald belohnt.
"Nun", spricht er zu sich selbst, "nun muss sich zeigen,
Ob etwas Menschliches in der Nähe wohnt!"
Er steigt und horcht und ist wie neu geboren:
Ein Glockenklang erschallt in seinen Ohren.
Und wie er nun den Gipfel ganz erstiegen,
Sieht er ein nahes, sanft geschwungnes Tal.
Sein stilles Auge leuchtet von Vergnügen;
Denn vor dem Walde sieht er auf einmal
In grüner Au ein schönes Gebäude liegen,
Soeben trifft's der letzte Sonnenstrahl:
Er eilt durch Wiesen, die der Tau befeuchtet,
Dem Kloster zu, das ihm entgegenleuchtet."
Fortsetzung folgt.-