Caritas legt Projekt Schulsachen für alle neu auf
Caritas-Direktor Peter C. Manz stellt bei Besuch Projekt vor
Trotz der Gesetzesänderung im Hartz IV-Bereich ist es für Familien mit schulpflichtigen Kindern nach wie vor schwierig alle Kosten zu finanzieren, berichtet Caritasdirektor Peter C. Manz bei seinem Besuch im Donau-Ries. „Etwas wurde für Schulkinder aus armen Familien getan, aber die Politik ist leider immer noch zu kurz gesprungen“, so Manz und 1. Vors. Maria Bauer einhellig. Die Caritas ist zwar froh über die Anhebung des Hartz-IV-Eckregelsatzes für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren von 211 Euro auf 246 Euro und über die Einführung eines einmaligen 100-Euro-Bonus zum Schulbeginn für Kinder bis zur 10. Jahrgangsstufe. "Manche meinen aber, dass die von Armut betroffenen Familien damit aus dem Schneider wären", sagt Dekan Ottmar M. Kästele. "Dem ist aber nicht so." Deshalb startet auch der Kreis-Caritasverband Donau-Ries erneut die Spendenaktion "Schulsachen für alle!", wobei wir dieses Mal besonders Erstklässler mit ihren hohen Anfangskosten unterstützen möchten, wenn sie über die 100,-- € vom Staat nachgewiesene Bedarfe haben, so Caritas-Geschäftsführer Martin Gaertner.
Politik ist zu kurz gesprungen!
Die Caritas führt in ihrem Informationsflyer zur Aktion an, dass zum Bei-spiel der Regelsatz für Kinder und Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren nicht erhöht wurde. Auch richte sich der Eckregelsatz trotz Erhöhung für die jüngere Altersgruppe immer noch nach dem Eckregelsatz für Erwachsene. "Die tatsächlichen Bedarfe für Kinder werden nach wie vor nicht ausreichend berücksichtigt", bemerken die Verant-wortlichen der Caritas. Auch die steigenden Mieten, Energie- und Lebens-haltungskosten wurden nicht berücksichtigt. Die Erfahrungen in den Tafeln im Donau-Ries zeigen, dass Menschen, die von Hartz-IV leben, immer den Mangel organisieren müssen. Hier ist deshalb der Staat gefragt, diesen Menschen neben einer ausreichenden fi-nanziellen Unterstützung auch eine Förderung hin zu einer Arbeit zu er-möglichen. Beides liegt jedoch im Argen.
Eltern und Alleinerziehende mit geringem Einkommen haben nichts von der Erhöhung und dem Bonus. Das Fazit lautet deshalb nach wie vor: "Armut verhindert die Teilhabegerechtigkeit in den Schulen", so die Caritas. Daraus entstehe eine "Bildungsungerechtigkeit", der wir deutlich entgegentreten müssen." Dies wolle die Caritas mit Ihrer Aktion zumindest teilweise erreichen, so Gaertner.
Landrat unterstützt Projekt
Um den Familien, die am meisten Bedarf haben und von unserem Allgemeinen Sozialberatung ausgesucht werden, unterstützen zu können, bittet die Caritas um Ihre Unterstützung. Durch die Beratung im ASB gewährleisten wir, dass nur Familien eine Unterstützung bekommen, die auch wirklich Hilfe benötigen. Landrat Stefan Rößle hat bereits seine Unterstützung im Form von 200,- € aus seinem persönlichen Budget um 100,- € als Eigenspende zum Ausdruck gebracht. Ihm und allen Spendern/innen ein herzliches Dankeschön im Namen der unterstützten Familien.
Spendenkonto:
Sparkasse Donauwörth
BLZ 722 501 60
Spendenkonto Nr. 1900 28 704


