CaDW Sozialkaufhaus informiert interessierte Ehrenamtliche
Oberbürgermeister Faul, die Geschäftsführer Martin Gaertner und Roland Vogel freuen sich über bereits 83 Helfer/innen
Nördlingen (mst). Am 17.01.07 fand im Pfarrgemeindesaal St. Salvator die bereits zweite Informationsveranstaltung für interessierte Ehrenamtliche statt, berichtet Caritasgeschäftsführer Martin Gaertner. Mit den Veranstaltungen wollen die Träger ein möglichst breites Spektrum an bürgerschaftlichem Engagement wecken. Als Hausherr in St. Salvator freute sich in seiner Begrüßung Dekan Paul Erber über das beeindruckende Interesse an diesem ökumenischen von Menschen für Menschen gemachten Projekt. Denn gerade die Menschen sind größtes und wichtigs-tes Kapital, betonte Paul Erber. Sein Dank ging auch an die Stadt Nördlingen, die die Räumlichkeiten in der Drehergasse 14 angemietet und bereits renoviert hat.
Bürgermeister Faul bedankt sich bei den helfenden und interessierten Bürgern/innen
Bürgermeister Hermann Faul betonte in diesem Zusammenhang noch einmal, dass die Stadt Nördlingen nicht zuletzt durch das große Entgegenkommen der Familie Schneider bei der Gestaltung des Mietvertrages dann auch tatsächlich das Projekt verwirklichen konnte. Auch wenn es ihm eigentlich lieber wäre, wenn Einrichtungen wie die Tafel nicht nötig wären, ist er dennoch froh, das die Nördlinger und Rieser ein solch großes bürgerschaftliches Engagement für in Not geratene aus ihrer Nachbarschaft aufbringen.
Caritas und Diakonie gemeinsam gegen die Armut in Nördlingen
Caritasgeschäftsführer Martin Gaertner stellte von der Entstehung der Idee, der Gründung der Donauwörther Tafel bis hin zur nun folgenden Initiierung der Nördlinger Tafel innerhalb des CaDWs (Caritas und Diakonisches Werk) das Projekt dar. Besonders die Tatsache, dass dadurch
Menschen vor Ort, in unserer Region, geholfen werden kann, ist unser christlicher Auftrag, betont Gaertner. Roland Vogel stellte die jetzige Kleiderkammer vor, die nun im CaDW aus dem Keller des Diakonischen Werkes als Kleiderladen "in den zweiten Stock innerhalb des CaDWs. aufsteigt".
Zentraler Gedanke beider Abteilungen ist es ein großes Missverhältnis unserer Gesellschaft zu auszugleichen. Denn auf der einen Seite werden immer noch nutzbare Kleidung und frische Lebensmittel entsorgt. Andererseits gibt es alleine in dem an sich sehr wohlhabenden Landkreis Donau-Ries insgesamt 4000 Menschen, die nicht wissen, wie sie ihre nächste Mahlzeit finanzieren oder ihre Kinder mit Winterkla-motten ausstatten, stellen die beiden Mitarbeiter Stetz und Helmut Weiß aus der Gemeindeorientierten bzw. Kirchlichen Sozialarbeit dar. Und genau hier schafft das Sozialkaufhaus CaDW Abhilfe. Denn die Tafel sammelt von regionalen Einzelhändlern zur Verfügung gestellte Lebensmittel, die kurz vor oder knapp über dem Haltbarkeitsdatum liegen, ein und gibt diese an Bedürftige weiter. Der Kleiderladen sammelt von Privatpersonen abgegebene Kleidung, sortiert diese und gibt sie ebenfalls an Bedürftige weiter.
Das Engagement für meinen Nächsten ist auch für mich bereichernd und gibt viel zurück.
Um den am Ehrenamt interessierten eine Vorstellung der zu meisternden Aufgaben zu geben, stellten die beiden Hauptamtlichen Mitarbeiter von Diakonischem Werk und Caritas Helmut Weiß und Michael Stetz noch die praktische Arbeit im CaDW vor. Was wäre eigentlich die "Mohrrübe", das Warum man sich im Kaufhaus engagieren wolle, stellte Michael Stetz dar, das seien eindeutig folgende Punkte: Lebensmittel, die noch gut sind, würden für einen guten Zweck Verwendung finden. Die Hilfe, die man leistet, ist konkret und man sieht, wohin sie geht. Das Engagement für meinen Nächsten ist auch für mich bereichernd und gibt viel zurück. Die Gemeinschaft des Projektes schweißt zusammen und die Rückendeckung der beiden größten Wohlfahrtsverbände stärken die Mitarbeiter/innen und leisten Unterstützung.
Gegen Ende der Veranstaltung konnten sich tatsächlich an der Arbeit interessierte in eine Liste eintragen. Wer sich auch noch engagieren möchte, kann sich an die beiden Wohlfahrtsverbände werden. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg, resümiert Gaertner. Denn es trugen sich beachtliche 35 Freiwillige ein. Damit kann das Sozialkaufhaus mit den bei der ersten Veranstaltung registrierten 48 Ehrenamtlichen bereits auf insgesamt 83 Helfer zurückgreifen. Diese sollen in vier Aben-den im Februar geschult werden, um die Ehrenamtlichen gut auf Ihre Aufgabe vorzubereiten, freut sich Vogel über diese Idee von Stetz und Weiß.
Bitte um Spenden für Einrichtung
Trotzdem ist noch viel zu leisten, betont Caritasgeschäftsführer Martin Gaertner, bis alles fertig ist und bittet um Spenden für die Einrichtung der Nördlinger Tafel und des Kleiderladens. Allein für den neuen Boden wären über 4.500,-- € notwendig, die Regale kosten ebenfalls soviel und ein neues Tafelauto muss auch über kurz oder lang angeschafft werden. Deshalb bittet Gaertner um wohlwollende Spenden zur Realisierung dieses wichtigen Projektes für Nördlingen. Wichtig ist auch noch, berichtet Gaertner, dass das CaDW von Diakonie und Caritas gemeinsam getragen wird und alle Spenden so auch beiden Trägern und direkt dem Projekt zugute kommen.
Spendenkonto Raiffeisen-Volksbank Nördlingen
Konto 14 702 278 57
BLZ 722 231 82

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