Neuste Echolot-Technik dank Donauwörther Lions
Dank einer Spende der Donauwörther Lions in Höhe von insgesamt 4.000 Euro konnte für das Technische Hilfswerk (THW) Donauwörth und die Wasserwacht (BRK-WW) Kreisverband Nordschwaben ein hochmodernes Sonargerät zur Unterwassersuche beschafft werden. Damit sind nun beide Organisationen mit der neuesten Echolot-Technik ausgestattet. Eine Technik, die sich bereits bundesweit an über 150 Standorten bei Polizei, Berufsfeuerwehren und anderen Katastrophenschutzorganisationen bestens bewährt hat. Bisher war es für die Rettungskräfte oftmals nur mit hohem Personaleinsatz möglich, unter Wasser vermisste Personen oder Gegenstände ausfindig zu machen. Im Landkreis Donau-Ries gehört dies nun der Vergangenheit an. Schneller, effektiver und moderner gestaltet sich die Suche mit den neuen Geräten. Bernd Minning, Präsident der Donauwörther Lions und Vorstandsmitglied Martin Reitinger konnten sich bei der Einweisung und Vorführung der Geräte von deren Vorteile persönlich überzeugen.
Wo früher Taucher in mühevoller und oft gefährlicher Handarbeit Zentimeter für Zentimeter den Gewässergrund abtasten mussten, erleichtern nun die neuen Sonargeräte die Suche ungemein. Im Gegensatz zum herkömmlichen Echolot, mit dem nur ein geringer Ausschnitt der Unterwasserwelt erfasst wird, überblickt das Sonargerät eine Breite von bis zu 100 m und ist damit in der Lage, einen See oder einen Fluss auch seitlich abzuscannen. Ähnlich wie bei der Magnetresonanztomographie (Kernspintomographie) werden hierbei fotoähnliche Schnittbilder des Gewässers erzeugt, um Gegenstände oder Personen unter Wasser ausfindig zu machen. Die Suche wird für die meist ehrenamtlichen Hilfskräfte künftig wesentlich einfacher und schneller. Die Chancen, dass ein Vermisster noch rechtzeitig gefunden wird, steigen damit um ein Vielfaches. Außerdem kann die Suche künftig mit nur zwei Personen durchgeführt werden – dem Bootsführer und dem Echolotleser. Diese dirigieren dann die Taucher zielgerecht zu den markanten Stellen unter Wasser.
Solche „High-Tech-Geräte“ bedürfen natürlich besonderer und intensiver Ausbildung. Aus diesem Grund nahmen jeweils acht ehrenamtliche Helfer von THW und BRK-WW an einem ganztägigen Schulungsseminar teil. Auch Führungskräfte der Polizeiinspektionen Donauwörth und Rain sowie der Kreisbrandinspektion Donau-Ries ließen es sich nicht nehmen, sich an der Donaustaustufe von der Praxis-tauglichkeit der neuen Geräte zu überzeugen. Die nächste Zeit werden sowohl Wasserwacht wie auch THW zu intensivem Training mit den neuen Sonar-Geräten nutzen. Die Suchteams von THW und Wasserwacht können künftig (selbstverständlich auch überörtlich) von anderen Hilfsorganisationen über die Rettungsleitstelle alarmiert werden. Der Einsatz kann sogar mit einem Boot desjenigen, der das Gerät angefordert hat, durchgeführt werden.


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