Mit dem Rollstuhl durch Donauwörth - Johanniter-Jugend testete die Behindertenfreundlichkeit der Geschäfte
Wie kommt ein Rollstuhlfahrer in Donauwörth beim täglichen Einkauf zu Recht? Die Frage stellten sich die Jungen und Mädchen bei einer Gruppenstunde der Johanniter-Jugend. Wie hilfsbereit sind die Nordschwaben, wie behindertenfreundlich die Läden in der Innenstadt eingerichtet? Schnell waren sich die Jugendlichen einig: „Wir testen das und fahren mit dem Rollstuhl durch Donauwörth.“ Am vergangenen Samstag, 6. März, waren sie unterwegs und berichten von ihren Erlebnissen:
„Einen Vormittag lang haben wir uns Zeit genommen, uns in das Leben eines Rollstuhlfahrers einzufühlen“, erzählt die 25-jährige Jugendgruppenleiterin Christine Strobel von den Johannitern. „Wir haben als Schwerpunkt alle Bereiche des Einkaufens in der Donauwörther Innenstadt getestet.“ Vom Drogeriemarkt über Lebensmittelläden, vom Kleidungsfachgeschäft bis hin zu Spielwaren-Haus reichte das Gebiet, in dem die die jungen Johanniter mit ihrem Rollstuhl unterwegs waren.
Dass in allen Läden darauf geachtet wird, dass die Rollstuhlfahrer bequem einkaufen können, freute die Jugendlichen sehr. „Dennoch ist man als Rollstuhlfahrer immer auf fremde Hilfe angewiesen, da viele Waren außerhalb der Reichweite sind“, berichtet Strobel. Aber die Donauwörther zeigten sich hilfsbereit. Nicht nur das Personal kümmerte sich aufmerksam um die Johanniter-Jugendlichen im Rollstuhl, sondern auch andere Passanten.
„Dem Rofu-Kinderland, dem Netto-Supermarkt, der Löwen-Apotheke, dem Modehaus Storr und dem Müllermarkt haben die Mädchen und Jungen eine selbst gestaltete Urkunde überreicht, da diese sich durch ihre Räumlichkeiten und das freundliche und hilfsbereite Personal auszeichneten“, sagt die ausgebildete Erzieherin Christine Strobel.
Was haben die Jugendlichen aus der Aktion gelernt und was wollen sie den Donauwörthern als Botschaft vermitteln? „Wir haben festgestellt, dass jeder bereit sein sollte einem anderen zu helfen“, betont Christine Strobel. „Aber man sollte auch seine Hilfe selbst anbieten, da man als Rollstuhlfahrer doch sehr oft um Hilfe bitten muss.“
Mehr Informationen über die Johanniter-Jugend und ihre Aktionen gibt es im Internet auf www.johanniter-donauwoerth.de oder unter der Rufnummer 0906 70650-0. Neue Mitglieder in der Jugendgruppe sind jederzeit herzlich willkommen.






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