Johanniter trainieren für den Rettungsdienst - Ehrenamtliche Rettungssanitäter absolvieren Fortbildung erfolgreich

von Raphael Doderer aus Augsburg | am 15.03.2010 | 482 mal gelesen | 0 Kommentare | 0 Bildkommentare | 0 Bilder

Am vergangenen Samstag haben die Rettungsdienst-Mitarbeiter der Donauwörther Johanniter eine Fortbildung beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) besucht, um auch weiterhin mit dem Frühdefibrillations-Zertifikat aktiv am Nordschwäbischen Rettungsdienst teilnehmen zu können. Drei Mitarbeiter der Johanniter übernehmen nämlich regelmäßig Schichten als ehrenamtliche Johanniter im BRK-Rettungsdienst, um ihre Qualifikation für Sanitätsdienste und Auslandshilfe stets auf dem neuesten Stand zu halten. Neben dem Auslandshelfer Markus Kristen engagieren sich auch der Katastrophenschutzleiter Oliver Gentner und Andreas Linder, der den Hintergrund-Rettungsdienst der Johanniter mitorganisiert, im Rettungsdienst.

Neben der Zertifizierung für die Frühdefibrillation bildeten sich die Rettungssanitäter auch zu Themen wie Intubation, neue Medikamente und dem intraossären Zugang fort. „Beim intraossären Zugang wird über eine kleine Nadel ein Zugang in die Knochenmarkhöhle geschaffen und darüber die Infusion verabreicht“, erklärt Markus Kristen. „Gerade Patienten mit schwerem Schock, bei denen oft keine Vene zu finden ist, ist das die schnellste und einfachste Möglichkeit, eine Infusion zu verabreichen. Über das Knochenmark funktioniert die Aufnahme der Medikamente außerdem genauso gut wie über die Venen, da das Knochenmark auch sehr gut durchblutet ist.“

Außerdem erlernten die ehrenamtlichen Johanniter den Umgang mit dem Larynx-Tubus. „Dieser ist relativ einfach anzuwenden und hilft bei der Atemwegssicherung“, sagt Kristen. Gerade bei Einsätzen, bei denen der Notarzt verzögert komme, können so die Rettungskräfte schneller helfen und die Atmung des Patienten sichern.

Bei Frühdefibrillations-Zertifizierung mussten die Sanitäter zeigen, dass sie das Auffinden einer Person mit Atem- und Kreislaufstillstand beherrschen und die richtigen Maßnahmen schnell ergreifen. „Also Patient ansprechen, Atmung und Kreislauf überprüfen, wenn beides nicht vorhanden ist, den Notarzt rufen und mit der Reanimation beginnen!“, so Markus Kristen und stellt zufrieden fest. „Das kann zwar ganz schön stressig werden, aber geschafft haben wir es alle erfolgreich.“

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