BRK: Kreisverband Nordschwaben hat viel auf den Weg gebracht; Mitgliederversammlung mit Neuwahlen in Oettingen

  

Anlässlich der ordentlichen Mitgliederversammlung des BRK-Kreisverbands Nordschwaben konnte Verbandsvorsitzender Franz Op-pel zahlreiche Gäste und Rotkreuzler im Kronensaal in Oettingen be-grüßen. Oppel stellte in seinem Tätigkeitsbericht die geleistete Arbeit des BRK Kreisverbands Nordschwaben in den vergangenen vier Jah-ren vor und ging auf zahlreiche Projekte wie beispielsweise die Grün-dung der Rettungshundestaffel, die Weiterentwicklung der Schnell-einsatzgruppe Nördlingen und den weiteren Aufbau des Kriseninter-ventionsdienstes ein. CSU-Fraktionsvorsitzender Georg Schmid dankte in seinem Grußwort der Rotkreuzgemeinschaft für deren wertvolles Wirken und sagte seine weitere Unterstützung zu. Auch Bundestags-abgeordnete Gabriele Fograscher und Oettingens Bürgermeister Matti Müller hoben die Bedeutung und Wichtigkeit der Rotkreuzarbeit im Haupt- und Ehrenamt hervor. Alfred Stöckl, stv. Landrat, überbrachte die Grüße von Landrat Stefan Rößle und würdigte die Rotkreuzge-meinschaft als große Familie, die anerkennenswerten Dienst am Nächsten leiste. Im Rahmen der Mitgliederversammlung stand auch die Wahl des Vorstandes, des Haushaltsausschusses und der Dele-gierten zur Bezirks- und Landesversammlung auf der Tagesordnung.


Rettungsdienst und Krankentransport sind wichtigste Schlüssel-bereiche

Einer der wichtigsten Schlüsselbereiche des BRK Nordschwaben ist nach wie vor der Rettungsdienst und Krankentransport. Die fünf Ret-tungswachen in Donauwörth, Monheim, Rain, Nördlingen und Oettin-gen stellen die rettungsdienstliche Versorgung der Bevölkerung rund um die Uhr sicher. So leisteten alle fünf Wachen allein im Jahr 2008 insgesamt 76.200 Stunden im Rettungsdienst ab.
Im Bereich des Behindertenfahrdienstes wurden im vergangenen Jahr an die 750.000 km zurückgelegt, zu dessen Hauptkunden die Stiftung Schweinspoint, die Kinder- und Jugendpsychiatrie beim Stift Nördlin-gen sowie die Heilpädagogischen bzw. Sonderpädagogischen Tages-stätte in Donauwörth und Kaisheim zählen. Auch der ambulante Pfle-gedienst ist eine wichtige Säule im Dienstleistungsangebot des Roten Kreuzes. Dank diverser Umstrukturierungen konnte der Kreisverband die ambulante Pflege auf einen guten und zukunftsfähigen Weg brin-gen. Laut Vorsitzendem Franz Oppel hat sich in den vergangenen vier Jahren auch das Pflegeheim am Mangoldfelsen sehr gut entwickelt. Neben einer guten Auslastung konnte vor allem auch eine hohe Kun-denzufriedenheit bei den Heimbewohnern erreicht werden. Zudem wurde dem Kreisverband Nordschwaben für das neu eingeführte Betreuungs- und Versorgungskonzept der Hauwirtschaftlichen Prä-senzkräfte im Jahr 2006 der Altenpflegepreis des Bayerischen Roten Kreuzes verliehen.

Ehrenamt ist unverzichtbar

Eine wichtige Stellung nimmt laut Oppel auch das Ehrenamt ein: „Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer leisteten die letzten Jahre über viele tausend Einzelstunden“. Allein im Jahr 2008 konnten die Bereit-schaften 46.380 Stunden, die Wasserwacht 11.396 Stunden und das Jugendrotkreuz 6.042 Stunden vorweisen. Die geleistete Arbeit wurde in den Bereichen Rettungsdienst, bei der sanitätsdienstlichen Betreu-ung von Veranstaltungen, bei der Betreuung von Badegästen in Frei-bädern und Baggerseen, beim Blutspenden, in der Mittelbeschaffung, in der Aus- und Fortbildung, in der Sozialarbeit, beim Altenclub, bei der Seniorengymnastik wie auch beim Seniorentanz erbracht. Weiterhin an der Spitze steht der Kreisverband beim Blutspenden. Insgesamt haben ca. 12.000 Männer und Frauen pro Jahr beim Kreisverband Blut ge-spendet.

Für alle Geschäftsfelder wurde der Kreisverband Nordschwaben erst vor wenigen Wochen zum vierten Mal erfolgreich re-zertifiziert. Erfreu-lich hierbei ist, dass auch der ehrenamtliche Bereich; die Bereitschaf-ten, die Wasserwacht und das Jugendrotkreuz erstmalig zertifiziert wurden. Hier nimmt der BRK Kreisverband Nordschwaben eine füh-rende Position im gesamten Bayerischen Roten Kreuz ein.

Kreisverband geht neue Wege

Am 1. September 2009 eröffnet der Kreisverband Nordschwaben eine Kindergrippe in Nördlingen und baut damit auch sein Dienstleistungs-angebot im Bereich der Kinderbetreuung weiter aus. Die Kinderkrippe wird in den Räumen der bisherigen Rettungswache im Rot Kreuz Haus in Nördlingen entstehen. Im Gegenzug hierzu wird eine neue Ret-tungswache beim Stiftungskrankenhaus in Nördlingen gebaut.

Finanzlage ist positiv

Schatzmeister und Vorstand der Sparkasse Nördlingen Wolfgang Win-ter ging in seinem Finanzbericht auf die Finanzlage des Kreisverbands Nordschwaben ein. Laut Winter stellt der BRK Kreisverband ein Wirt-schaftsunternehmen mit etwa 250 Mitarbeitern und einem Jahresum-satz von ca. 10 Millionen Euro dar. Im Berichtszeitraum 2005 bis 2008 wurden positive Abschlüsse erzielt, jedoch steht der Kreisverband in Zukunft vor einigen finanziellen Herausforderungen. So steht u. a. im Altenheim eine Investition von ca. 100.000.- Euro zur Umstrukturierung der gerontopsychiatrischen Station an und auch die anteilige Abfinan-zierung der Altlasten des BRK-Landesverbandes stellt den Kreisver-band Nordschwaben vor eine nicht unerhebliche finanzielle Aufgabe.

Winter trug in der Mitgliederversammlung auch die Jahresergebnisse von 2005 bis 2008 vor. Alle Jahresabschlüsse vom Pflegezentrum Do-nauwörth als auch vom Kreisverband waren im Berichtszeitraum posi-tiv. Abschließend stellte er fest, dass die Finanzen des BRK im Land-kreis als geordnet zu bezeichnen sind.

Eine wertvolle Unterstützung erfährt der BRK Kreisverband Nord-schwaben hierbei durch seine über 12.500 Fördermitglieder, die mit ihren Beiträgen die Rotkreuzarbeit unterstützen und ermöglichen.

Die anschließende Wahl des Vorstandes verlief zügig und ohne Ge-genstimmen.
Die neue Vorstandschaft setzt sich wie folgt zusammen:
1. Kreisbereitschaftsleiter Eugen Szanwald, 2. Kreisbereitschaftsleiterin Claudia Hausner, Vorsitzender Bürgermeister Franz Oppel, 1. stv. Vor-sitzender Oberbürgermeister Armin Neudert, 2. stv. Vorsitzender Bür-germeister Wolfgang Kilian, Schatzmeister Wolfgang Winter (Vorstand der Sparkasse Nördlingen), stv. Schatzmeister Johann Natzer (Vor-stand der Sparkasse Donauwörth), Justitiar Axel Wernitz, Chefärztin Birgit Baier und dem stv. Chefarzt Dr. Robert Fischer.


In den Haushaltsausschuss wurden gewählt:
Eva Schenk, Dr. Martin Drexler, Albert Erdt, Matti Müller, Karl-Heinz Kuhnert, Stefan Reinelt und Michaela Wünsch.
Als Ersatzmitglieder wurden gewählt:
Olga Böning, Klaus Merker und Marco Handschiegl.


Während der Wahl wurde von den Mitgliedern einstimmig beschlossen, dass der Vorstand die Delegierten zur Bezirks- und Landesversamm-lung bestimmt.

Am Schluss der Mitgliederversammlung überreichte BGF Karl Kilburger im Auftrag der Präsidentin des BRK Ihre Durchlaucht Christa von Thurn und Taxis die goldene Ehrennadel an Franz Oppel. Oppel habe sich über Jahre hinweg große Verdienste um das Bayerische Rote Kreuz erworben.

Auf dem Bild sind zu sehen:
1. Reihe v. l.:
Vorsitzender Bürgermeister Franz Oppel, CSU-Fraktionsvorsitzender Georg Schmid, stv. Schatzmeister Johann Natzer
2. Reihe v. l.:
Oettingens Bürgermeister Matti Müller, Schatzmeister Wolfgang Win-ter, Bundestagsabgeordnete Gabriele Fograscher
3. Reihe v. l.:
BRK-Kreisgeschäftsführer Erwin Rudolph, Chefärztin Birgit Baier, stv. Chefarzt Dr. Robert Fischer, 2. stv. Vorsitzender Bürgermeister Wolf-gang Kilian, stv. Landrat Alfred Stöckl
4. Reihe v. l.:
Justitiar Axel Wernitz, 2. Kreisbereitschaftsleiterin Claudia Hausner, 1. Kreisbereitschaftsleiter Eugen Szanwald,
Nicht auf dem Bild: 1. stv. Vorsitzender Oberbürgermeister Armin Neu-dert

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