Aktuelle Informationen zur Neuen Influenza H1N1 (sog. „Schweinegrippe“)
In den letzten beiden Wochen ist ein erheblicher Anstieg der Erkrankungsfälle an Neuer Influenza („Schweinegrippe“) zu verzeichnen. Allein in den letzten zwei Tagen kamen 10 positive Fälle dazu. Im Vergleich zur Erfahrung der Vorjahre mit der saisonalen Influenza findet dieser Fallzahlanstieg deutlich früher als sonst üblich statt. Experten hatten allerdings aufgrund der Kenntnis bisheriger Grippewellen diesen erneuten Anstieg erwartet.
Grippeviren haben die Fähigkeit, sich innerhalb kurzer Zeit genetisch zu verändern und so ihre krankmachende Wirkung zu vervielfachen. Bislang gibt es jedoch noch keine Erkenntnisse darüber, ob bzw. wann eine Veränderung stattfinden wird. Für die Zukunft kann dies aber nicht ausgeschlossen werden. Mit zunehmender Dauer der Pandemie sind schwere und schwerste Krankheitsverläufe bei Patienten mit Vorerkrankungen, aber auch bei Gesunden zu befürchten
Impfungen zählen zu den effektivsten Maßnahmen der Medizin. Gegen die Neue Influenza ist in Deutschland ein Impfstoff (Pandemrix®) erhältlich. Seit dem 26. Oktober wird auch in Bayern durch niedergelassene Ärzte (Haus-, Kinder- und Frauenärzte) sowie durch Betriebsärzte geimpft. Die Impfung ist von der zuständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO/RKI) sowie vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für die Allgemeinbevölkerung empfohlen. Kinder von 6 Monaten bis 9 Jahren sowie Erwachsene über 60 Jahren sollen zweimal im Abstand von mindestens 3 Wochen geimpft werden. Kinder und Jugendliche von 10 bis 17 Jahren sowie Erwachsene von 18 bis 60 Jahren sollen zunächst einmal geimpft werden. Für Mitte November werden weitere klinische Daten erwartet, die dann klären sollen, ob hier ebenfalls eine zweite Impfung erforderlich ist.
Insbesondere sollten sich Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Asthma, Diabetes, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Tumorerkrankungen oder Immundefekten bzw. auch HIV-Infizierte impfen lassen, da hier von einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung durch eine Erkrankung an Neuer Influenza auszugehen ist.
Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) hat in ihrem Internetangebot eine Liste eingestellt mit nach Regierungsbezirken gegliederten Einträgen zu Praxen, die sich bereiterklärt haben, die Impfung durchzuführen. Die Liste kann einen Anhaltspunkt für an der Impfung interessierte Bürger darstellen, die KVB empfiehlt aber, sich in Impffragen direkt an den eige-nen Hausarzt zu wenden, da auch nicht ausdrücklich genannte Praxen die Impfung vornehmen können.
Derzeit findet die Auslieferung des Impfstoffs an die bayerischen Apotheken statt. Dieser wird parallel dazu kontinuierlich produziert und ist somit auch nur in begrenzten Mengen verfügbar. Daher haben noch nicht alle Apotheken und noch nicht alle Arztpraxen den Impfstoff vorrätig. Der Bayerische Apothekerverband e.V. (BAV) hält auf seiner Internetseite eine Liste bereit, in der die Apotheken aufgenommen sind, die den Pandemieimpfstoff bereits erhalten haben.
Die Impfung läuft z.B. in Schweden schon seit dem 12. Oktober. Nach Angaben der schwedischen Behörden weicht das Spektrum an Nebenwirkungen bislang nicht von dem in klinischen Studien beobachteten ab.
Eine Infektion mit der Neuen Influenza („Schweinegrippe“) kann sich äußern wie die saisonale Grippe, also mit Fieber, Husten, Halsschmerzen, Schnupfen, Muskel-, Glieder- und Kopfschmerzen und einem allgemeinen Krankheitsgefühl (Frösteln, Mattigkeit). Teilweise können zusätzlich oder auch als einzige Symptome Erbrechen und Durchfall vorkommen. Bei einem anderen Teil der Erkrankten kann das Fieber auch ganz fehlen.
Erkrankte sollen sich körperlich schonen, auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und ausgewogene Ernährung achten. Vom Arzt verordnete Medikamente sollen nach Anweisung eingenommen werden. Während der Erkrankung soll auf Händehygiene, Hustenhygiene und auf ausreichendes Lüften der Räume geachtet werden, soziale Kontakte sollten auf das unbedingt Notwendige beschränkt werden.
Vorbeugend empfiehlt es sich ebenfalls, die Hände häufiger zu waschen als sonst, den Kontakt zu Erkrankten sowie die Teilnahme an Massenveranstaltungen bzw. große Menschenansammlungen zu vermeiden. Die größte Bedeutung für eine Vorbeugung hat allerdings die Impfung, die neben dem Schutz des Einzelnen gerade den Schutz der gesamten Bevölkerung als Ziel verfolgt, indem versucht wird, eine weitere Verbreitung des Virus zu unterbinden.
Hier mal ein paar interessante Gedanken zu Schweinegrippe:
http://www.myheimat.de/marburg/beitrag/128653/pand...
Also ich finden den Beitrag aus der Mexikanischen Zeitung sehr interessant!!

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