BayernTour Natur 2014 – Auf den Spuren der tausend Arten!

Fasziniert waren die rund 50 begeisterten Naturliebhaber, die sich unter kompetenter Führung im Rahmen der BayernTour-Natur 2014 auf eine Erkundungstour in das „Westerried“ in der Nähe von Wertingen begaben.

Die Führung stand unter dem Motto „Das Westerried – Heimat der tausend Arten“. Dabei erhielten die Teilnehmer von Anne Vogel und Jörg Dorschfeldt von der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Dillingen Informationen zur Bedeutung des Westerriedes, das 2004 als FFH-Gebiet ausgewiesen wurde und Teil des EU-geförderten LIFE-Projektes „Schwäbisches Donautal“ darstellt. Landkreis und Stadt Wertingen hatten sich dort für die ökologische Optimierung durch Ankauf und Gestaltungsmaßnahmen in großem Umfange engagiert. Wie Streuwiesenpflege einerseits durch Menschenhand, aber auch durch gezielte Beweidung durch Ziegen zur Erhaltung der ökologischen Zusammenhänge funktioniert, erläuterte Marion Widmann vom Bund Naturschutz. Mit vielen Helfern koordiniert sie dort nachhaltig die Mahd der Streuwiesen. Komplettiert wurde das Gesamtbild durch den Schmetterlingskenner Kurt Taglinger, der auf das Vorkommen seltener Arten im dortigen Bereich sehr anschaulich einging.

Dass auch der Biber im Westerried mit seinen Gräben und Weihern seinen Lebensraum hat, konnte der Biberbeauftragte des Landkreises Harald Böck den Teilnehmern darstellen. So sahen sie Biberein- und Ausstiegsrutschen, eine gewaltige Biberburg aber auch vorbeugende Maßnahmen, wie z.B. den Einbau von Drahtgeflechten, durch die eine Unterhöhlung des angrenzenden Wirtschaftsweges durch den Biber vermieden werden kann. Eine besondere Überraschung war das Erleben einer wandernden Bachmuschel, die ihr Bewegungsmuster filmreif vorführte.

Am Ende der Wanderung lud die Familie Liebert die Gruppe zu einem mittäglichen Imbiss und eine Führung durch die Stallungen auf ihren Ziegenhof in Geratshofen ein.
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