33. Donauschwimmen der DLRG in Lauingen
Dillingen: Donaubrücke Lauingen | Deutschlands größtes Nachtschwimmen genannt:
„Donau in Flammen“
In eine warme Decke eingekuschelt auf dem Sofa leckere Plätzchen essen. Im Kino einen schönen Film sehen. In der Sauna schwitzen. Es gibt bei minus 17,9 Grad Außentemperatur durchaus andere Möglichkeiten, sich einen schönen Abend zu machen. Für 239 Schwimmer gibt es am Samstag nur eine Alternative: In die fünf Grad kalte Donau zu hüpfen. Und neben vielen anderen feiern zwei Kandidaten an diesem Abend ihre Premiere beim Donauschwimmen des DLRG Kreisverbandes.
Es sind Albert Kaiser (CSU) und Alois Jäger (FDP), die beiden Herausforderer von Amtsinhaber Wolfgang Schenk bei der Wahl im kommenden März. Der hat den beiden nicht nur den sogenannten Amtsbonus voraus – sondern auch
drei Jahre Erfahrung in Sachen Donauschwimmen.
So ist Schenk am Start auch recht entspannt: „Das macht echt Spaß. Es ist eine nette Truppe.“ Ob seine Kontrahenten Angst haben? Beide winken ab.
Übrigens:
Die Ausrüstung ist bei den drei gleich – alle Kandidaten tragen einen sogenannten Trockenanzug.
Auch an ihrem Geburtstag schwamm Nadine Biller mit.
Nadine Biller, Tochter von Organisator und DLRG-Kreisvorsitzendem Roland Biller, trägt ein anderes Modell.
Die junge Frau, die just an diesem Tag ihren 22. Geburtstag feiert, hat einen Neoprenanzug an, in den Wasser eindringt. Und das hat an diesem Abend etwa fünf Grad. „Am schlimmsten ist es, wenn das Wasser an den Bauch kommt.“
Nadine hatte bereits mit 12 Jahren zum Ersten Male teilgenommen und feierte nun an Ihrem Geburtstag, Ihr „10 Jähriges „.
Dann werde das kühle Nass jedoch warm. Und auch ihr Vater Roland Biller sagt: „Für die Zuschauer ist es kälter.“ Schließlich müssen die bei -18 Grad ausharren.
Selbst der Nikolaus war beim Donauschwimmen dabei.
Dennoch kommen zahlreiche Besucher zur Donaubrücke und beobachten begeistert das Spektakel. Der Nikolaus kam eigens mit einem DLRG Motorboot aus den Nebelschwaden der Donau herangefahren und beschenkte die zahlreichen Kinder am Ausstieg mit Geschenken.
Viele der Schwimmer haben Fackeln dabei, beleuchtete Christbäume, Feuerwerkskörper werden gezündet und der Musikverein Frauenriedhausen spielt auf.
Die Lauingerin Birgit Hauf beobachtet das Spektakel. Sie sagt aber auch ganz klar: „Ich würde da nie mitmachen.“
Dann endlich krabbeln die ersten Teilnehmer in ihren Neoprenanzügen aus der dampfenden Donau.
Und bald schon kommen auch die drei Kandidaten am großen Anker an. Bürgermeister Schenk meint:
„Es war perfekt. Ich habe ein bisschen kalte Hände, aber sonst war es ideal.“ Begeistert erzählt er von der tollen Stimmung.
Albert Kaiser ist hin und weg: „Das war ein richtig tolles Erlebnis.“ Kalt sei es ihm gar nicht. Und die Helfer seien ebenfalls toll gewesen.
Alois Jäger meint fröhlich: „Jetzt weiß ich, warum da jedes Jahr rund 300 Leute mitmachen.“



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