Windkraftanlagen für Buttenwiesen

Grünes Licht gibt es seitens des Landratsamtes in Dillingen für die Errichtung von drei Windkraftanlagen mit einer Nabenhöhe von jeweils 98 m und einer Gesamthöhe von jeweils rund 140 m in Buttenwiesen. Dazu erteilte das Landratsamt in diesen Tagen der Firma Uhl Windkraft Projektierung GmbH die erforderliche immissionsschutzrechtliche Genehmigung.

Die Standorte der drei Windkraftanlagen in der Gemarkung Wortelstetten sind im rechtsgültigen Regionalplan der Region Augsburg (RP 9) als Vorranggebiet für die Nutzung der Windenergie ausgewiesen. Zudem hat die Gemeinde Buttenwiesen in diesem Bereich eine Konzentrationsfläche für Windkraft ausgewiesen. „Unabhängig davon“, betont Regierungsdirektorin Christa Marx als zuständige Juristin am Landratsamt, „haben wir im Genehmigungsverfahren insbesondere immissions- und artenschutzrechtliche Belange geprüft“. Nachdem der Abstand der Windkraftanlagen zu den einzelnen Immissionsorten in Buttenwiesen, Vorderried, Wortelstetten und Lauterbach im Bereich zwischen 990 und 2.500 Metern liege und die Prüfung des vorliegenden Lärmgutachtens eine deutliche Unterschreitung der geltenden Immissionsrichtwerte erwarten lasse, waren die Anlagen zu genehmigen, so Marx. Auch stehen dem Vorhaben keine artenschutzrechtlichen Belange entgegen.

Nach Angaben des Investors haben die drei Windkraftanlagen eine Leistung von je 2,3 MW. Der Jahresertrag liegt damit bei über 12.000 Megawattstunden. Dies entspricht dem Strombedarf von über 3.000 Haushalten.

Landrat Leo Schrell sieht nicht nur wegen der nuklearen Katastrophe in Japan, sondern vor allem auch mit Blick auf die weltweit nach wie vor ungelöste Frage der Endlagerung des tödlich strahlenden Atommülls keine Alternative zu einem schnellst möglichen Ausstieg aus der Kernenergie und letztlich zu erneuerbaren Energien. Deshalb müssen nach seiner Meinung die politisch Verantwortlichen alles für einen raschen dezentralen Ausbau der regenerativen Energien tun. Zur notwendigen Energiewende leistet vor allem die Windkraft als sehr effiziente Technologie nach Überzeugung des Landrats einen wichtigen Beitrag. Durch die vom Investor in Bezug auf die drei Anlagen in der Gemarkung Wortelstetten angestrebte Beteiligung der Bürger trete zudem eine Win-Win-Situation ein, weil dadurch Wertschöpfung in der Region für die Region geschaffen werde, so der Landrat.

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