Schritte zur Photovoltaikanlagen

Angesichts der Entwicklung des Strompreises sind richtig geplante und fachmännisch installierte Photovoltaikanlagen trotz der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) nach wie vor eine interessante Investition. Dies betonte Thomas Seltmann bei einem Vortrag zum Thema „Schritt für Schritt zur eigenen Photovoltaikanlage“ im Schwäbischen Informationszentrum für regenerative Energien an der Berufsschule in Lauingen (Donau).

Seltmann, der Buchautor des Stiftung-Warentest-Ratgebers „Photovoltaik – Solarstrom vom Dach“ ist und als unabhängiger Experte gilt, warb für eine gründliche Planung als Grundlage der Investition. So seien vor allem baurechtliche und denkmalschutzrechtliche Vorschriften im Vorfeld genau zu prüfen. Dass sich Denkmalschutz und Photovoltaik nicht grundsätzlich ausschließen müssen, zeigte er anhand von Projekten, die im Schwarzwald oder in Thüringen ausgeführt wurden, auf. Mit kreativen Lösungen lasse sich eine Photovoltaikanlage auf vielfältige Weise integrieren, wie beispielsweise auf überdachten Parkplätzen mit der Möglichkeit, mit dem dadurch gewonnenen Strom Elektrofahrzeuge zu betanken. „Ein Anreiz für die Elektromobilität“, hielt Thomas Seltmann ein Plädoyer für innovative Lösungen.
Derzeit seien einschließlich der Freiflächenanlagen rund 1,4 Mio. Photovoltaikanlagen in Deutschland installiert. Im Jahr 2013 lieferten die Erneuerbaren Energien mit 152,5 Mrd. kWh 24 Prozent der Bruttostromerzeugung. Die Photovoltaik lag mit 30 Mrd. kWh und 4,7 Prozent deutlich hinter der Windenergie (53,4 Mrd. kWh) und der Biomasse (47,9 Mrd. kWh). Seltmann sieht deshalb noch Potenzial bei der Photovoltaik, was von der Potenzialanalyse, die das Landratsamt im Jahre 2012 für den Landkreis Dillingen in Auftrag gegeben hatte, bestätigt wird.

Angesichts steigender Strompreise registriert der Fachmann in der Bevölkerung einen zunehmenden Wunsch nach mehr Eigenverbrauch und die Speicherung selbst produzierten Stroms. Thomas Seltmann wird dazu am Donnerstag, 25. September 2014, 19:00 Uhr, erneut im Schwäbischen Informationszentrum für regenerative Energien referieren. Dort kann noch bis zum 31. Juli 2014 die Wanderausstellung „Gebäudeintegrierte Solartechnik – Architektur und Solarenergie“ während der Öffnungszeiten (Montag 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr; Dienstag und Mittwoch 08:00 Uhr bis 11:30 Uhr) besichtigt werden.

Um gegen Sturmschäden und Regeneintrag ins Dach mit nachhaltigen Schäden gewappnet zu sein, sprach sich auch Seltmann für dachintegrierte Installationen durch Fachfirmen aus. Nachdem der Stromverbrauch morgens und abends in der Regel gegenüber anderen Tageszeiten höher ist, sollte bei Eigenverbrauch eine Ost-West-Ausrichtung der Anlage aus wirtschaftlichen Gründen bevorzugt werden. Bei reiner Einspeisung ins Netz sei die Südausrichtung optimal.
Der Vortrag von Thomas Seltmann steht zum Download auf der Internetseite des Landkreises unter www.landkreis-dillingen.de unter „Service“ bereit. Ein detaillierter „Fahrplan“ zur eigenen Anlage steht zudem unter www.thomas-seltmann.de oder www.photovoltaikratgeber.info zur Verfügung.
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