Fahrplanwechsel
„Auch nach dem Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag, 11. Dezember 2011, können Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis morgens zu akzeptablen Zeiten die Donautalbahn in Richtung Günzburg nutzen“, stellt Landrat Leo Schrell zufrieden fest. Erst im Laufe dieser Woche hat die agilis Eisenbahngesellschaft, die ab dem neuen Fahrplanwechsel die Donautalbahn betreibt, bekannt gegeben, dass die ursprünglich geplante Früherlegung des Schülerzuges am Morgen nicht realisiert wird. Vielmehr fährt der Nahverkehrszug ag 84302 künftig in Donauwörth um 6:14 Uhr ab und kommt in Günzburg um 6:56 Uhr an. Damit kommt der von Landrat Leo Schrell in Abstimmung mit dem Nachbarlandkreis Günzburg und den betroffenen Standortkommunen kurzfristig initiierte Linienbus ab Lauingen (Donau) nach Günzburg nicht zum Einsatz.
Vor allem Schülerinnen und Schüler aus dem westlichen Landkreis, die weiterführende Schulen in Günzburg besuchen, aber auch Pendler, hatten sich zuletzt über die angedachte Früherlegung des Zuges beklagt.
Mit dem neuen Betreiber der Donautalbahn erwartet Landrat Leo Schrell eine Steigerung der Kundenfreundlichkeit. So wird die agilis kundenfreundliche Elektrotriebzüge einsetzen, die in der Ausschreibung gefordert waren. Die agilis wird die Donautalbahn in der Nachfolge der DB Regio Bayern AG zunächst bis Dezember 2022 betreiben. „Damit“, so Landrat Leo Schrell, „beginnt auf der traditionsreichen Donautalbahn eine neue Ära“. Durch das kundenfreundliche Bedienungskonzept der agilis hofft der Landrat, das Fahrgastaufkommen steigern und damit die Donautalbahn als attraktive und für den Landkreis wichtige Bahnlinie nachhaltig stärken zu können. Das Eisenbahnunternehmen hat im Jahre 2007 aufgrund einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag für den Betrieb der Bahnlinie erhalten. Im Streckenabschnitt Ingolstadt – Regensburg hat agilis bereits zum Fahrplanwechsel im vergangenen Jahr den Betrieb aufgenommen, im Abschnitt Ulm – Ingolstadt wird dies jetzt zu Beginn des Jahresfahrplans 2011/12, konkret am 11. Dezember 2011, der Fall sein.
Die neuen Elektrotriebzüge, die künftig auf der Donautalbahn zum Einsatz kommen, sind spurtstark, geräuscharm und klimatisiert. Sie verfügen auch über ein 1. Klasseabteil. In diesen Zügen ist eine Sitzplatzreservierung möglich, ebenso die Fahrradbeförderung. Im Inneren verfügen sie zudem über eine Multifunktionsfläche. Dort können z.B. Kinderwagen, Rollstuhlfahrer und Fahrräder ihren Platz finden. Die Toiletten sind ebenfalls behindertenfreundlich ausgebildet. Erfreulich ist auch, dass wegen der wachsenden touristischen Bedeutung in allen Zügen Kundenbetreuer eingesetzt werden.
Die bisherigen Nahverkehrszüge würden, so Schrell, im gewohnten Umfang, d.h. im Stundentakt an Arbeitstagen verkehren. Zusätzlich würden allerdings drei Expresszüge eingesetzt, um eine Verkürzung der Fahrzeit zu erreichen. Überdies wird am Abend eine Verbindung um 22.00 Uhr und um 23.00 Uhr angeboten. Dadurch sei es möglich, z.B. eine kulturelle Veranstaltung in Oberzentren wie Ulm oder in Augsburg mit anschließender Heimfahrtmöglichkeit im schienengebundenen Verkehr zu besuchen. Am Wochenende hingegen sind die Züge nicht mehr nach Stuttgart durchgebunden. Sie werden, wie an den Werktagen, in Ulm enden.
Der neue Betreiber führt die bisherige Tarifstruktur im Bar- und im Zeitkartentarif fort. In den Zügen werden auch Sondertarife wie das BayernTicket anerkannt. Informationen zum Fahrplanwechsel sind beim RBA-Betrieb Dillingen (Tel. 09071/77030-0) oder beim agilis-Service-Telefon 0800/5892840 erhältlich.
Fahrplan des Nahverkehrszuges ag84302 ab 11. Dezember 2011
Donauwörth ab 06:14 Uhr
Schwenningen ab 06:26 Uhr
Blindheim ab 06:29 Uhr
Höchstädt a.d.Donau ab 06:33 Uhr
Dillingen a.d.Donau ab 06:39 Uhr
Lauingen (Donau) ab 06:43 Uhr
Gundelfingen a.d.Donau ab 06:47 Uhr
Günzburg an 06:56 Uhr

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