Anti-Aggressivitäts-Training® (AAT®)

AAT®-Trainer Carsten Metz (rechts im Bild) gestaltete gemeinsam mit dem Erlebnispädagoge Bernd Täschlein (links im Bild) und Thomas Adler eine Kurseinheit des Anti-Aggressivitäts-Trainings® für straffällig gewordene Jugendliche.
Seit Juli 2013 führt die Rummelsberger Kinder- und Jugendhilfe Südbayern auch im Landkreis Dillingen das Rummelsberger Anti-Aggressivitäts-Training® (AAT®) durch. Die Konzeption, die hinter der delikt- und defizitspezifischen Behandlungsmaßnahme für aggressive Intensivtäter steht, hat das Amt für Jugend und Familie des Landratsamtes nun im Rahmen einer Kurseinheit vorgestellt.
Ziel des Anti-Aggressivitäts-Trainings ist, dass sich jugendliche Gewalttäter intensiv mit ihrer Straftat, ihrer Lebensgestaltung und ihrer Aggressionsproblematik auseinandersetzen.

So wurde das Training bereits 1987 von Jens Weidner in Deutschland für Menschen konzipiert, die weiderholt körperliche und / oder seelische Gewalt ausüben. Der Trainingskurs wird von mindestens zwei pädagogischen Fachkräften geleitet, von denen eine/r über die qualifizierte Zusatzausbildung zum AAT – Trainer verfügt.
Bei der Vorstellung der Konzeption gaben Thomas Adler (AAT®/CT® Trainer) und der Erlebnispädagoge Bernd Täschlein einen Einblick in die Arbeitsweise der AAT®-Trainer, die Hintergründe der Maßnahme sowie die Wirksamkeit des Trainings.

Erstmals wurde das Anti-Aggressivitäts-Training® im Landkreis in der Zeit vom 1. Juli 2013 bis 25. Januar 2014 angeboten. Daran haben sieben Jugendliche teilgenommen, von denen vier die Maßnahme bereits erfolgreich abgeschlossen haben. Seit Mai 2014 läuft die zweite Kurseinheit mit acht Teilnehmern im Alter zwischen 16 und 22 Jahren.

Bei der Vorstellung der Konzeption wiesen Thomas Adler und Bernd Täschlein darauf hin, dass das Training in vier Phasen untergegliedert sei. Bei der Integrationsphase sei die Betrachtung der Biografie und des aktuellen Alltagsverhaltens des jugendlichen Gewalttäters ganz entscheidend. So sollen beispielsweise anhand von Kindheitserlebnissen konkrete, provozierende Situationen herausgefiltert werden, die beim Einzelnen zum gewalttätigen Handeln führen. Während sich die Teilnehmer in der Konfrontationsphase in Rollenspielen mit den Einflüssen auseinandersetzen, die bei ihnen gewalttätiges Handeln auslösten und die Opfersicht einnehmen, steht in der Gewalt-Verringerungsphase im Vordergrund, eine Verschiebung der Werte der Teilnehmer zu erreichen. Friedfertigkeit als Souveränität und Stärke und nicht wie zuvor als Schwäche und Feigheit anzusehen, ist dabei das Ziel.

Informationen zum Anti-Aggressivitäts-Training® stehen unter www.jugendhilfe-rummelsberg.de zur Verfügung.
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