SPD Lauingen präsentiert ihr Wahlprogramm in Veitriedhausen

SPD Kreisvorsitzender Dietmar Bulling
 
SPD Ortsvorsitzender Werner Hoffmann

Am Sonntagabend präsentierten sich die Lauinger Sozialdemokraten auf einer Wahlversammlung zur Kommunalwahl in Veitriedhausen.
Vor zahlreichen Bürgern plädierte Ortsvorsitzender Werner Hoffmann für eine Fortsetzung der soliden „Politik der kleinen Schritte“ für Lauingen, die von Bürgermeister Wolfgang Schenk getragen wird und den Blick für das machbare bewahrt. Mit ihren sehr guten Stadtratkandidaten will die SPD stärkste Fraktion im Lauinger Stadtrat werden.


Neben dem weiteren Schuldenabbau will die SPD die Sanierungen an der Stadthalle (weitere Wärmedämmung) und an den Kindergärten fortsetzen, ohne Gebühren zu erhöhen. Im Bildungsbereich stehen die Sanierungen der in Kreisträgerschaft befindlichen Realschule und der Berufsschule im Vordergrund. Wichtig sei auch die Errichtung einer weiteren Sporthalle für diese beide Schulen und das BVS-Bildungszentrum. Sinnvoll sei weiterhin eine zentrale Heizanlage für die Grund- und die Hauptschule sowie die Stadthalle.
Bei den Gestaltungsvorschlägen für den Friedhof Herrgottsruh wunderte sich Hoffmann darüber, dass die Finanzierung eines Neubaus einer Aussegnungshalle schon gesichert sei, wie dies vom politischen Wettbewerb behauptet werde. Tatsächlich sei im Haushaltsentwurf 2008 lediglich ein Betrag für die Untersuchung der vorliegenden Planungsalternativen enthalten. Da ein Neubau geschätzte 1,5 Mio € koste, sollte doch eine Einbeziehung der barocken Herrgottsruh-Kapelle zumindestens untersucht werden.
Die SPD steht für eine endgültige Umsetzung des Jugendtreffs unter Führung des geplanten Sozialarbeiters.
Hoffmann verwies auf den ganzheitlichen Ansatz der SPD-Arbeitsgruppe zur “Innenstadtgestaltung“: Neben der vieldiskutierten Umgestaltung des Marktplatzes bedürfe es einer Neuordnung der Verkehrsflüsse und der Parksituation sowie einer Sanierung der Innenstadtstraßen. Wichtig sei auch die Sicherung wohnortnaher Einkaufsmöglichkeiten, gerade im Lauinger Westen. Populistische Presseauftritte, wie die des politischen Wettbewerbs, würden hier jedoch kaum zukunftsfähige Lösungen schaffen!
Die SPD setzt sich dafür ein, dass der Auwaldsee als Badesee attraktiv bleibt. Der See dient inzwischen für zahlreiche Veranstaltungen als Sportstätte. Daher müsse der Wasserstand wieder angehoben und die Badezone regelmäßig neu angekiest werden, um den Einstieg in den See zu erleichtern. Man solle auch über ein Zurückschneiden des Schilfbewuchses in der Badezone und über ein regelmäßigeres Ausmähen der Wasserpflanzen nachdenken. Mittelfristig sollte eine Absaugung des Schlamms erfolgen. Damit würde sich die Wasserqualität im See sicher verbessern.
Für die Politik auf der Ebene des Landkreises nahm Kreisvorsitzender Dietmar Bulling Stellung. Beim Dauerbrenner „Krankenhauswesen“ sprach er sich für die kommunale Trägerschaft und eine Sicherung der Grundversorgung aus, bei gleichzeitiger Verbesserung der Wirtschaftlichkeit. Durch eine Verbesserung der Belegung der Kreiskliniken müsse 2010 die „schwarze null stehen“.
Kein Verständnis hat Bulling für die ständigen Standortwechsel beim geplanten Berufsschulinternat in Höchstädt. Dort seien für die Bauplanung inzwischen 800.000 € Planungskosten angefallen, ohne dass ein Bau erfolgt sei. Nun müsse man endlich auch von Höchstädter Seite zu einem Standort stehen, damit der Bau in 2008 noch beginnen könne. Endlosdiskussionen, wie bei der Höchstädter Umgehung, brächten hier gar nichts.
Eine besondere Herausforderung stellt laut Bulling der demographische Wandel auch im Landkreis Dillingen dar. Nach neueren Studien ist bald mit einem massiven Rückgang der jüngeren Bürger bis 30 Jahren zu rechnen. Hier müsste intelligente Standort-, Bildungs- und Wirtschaftpolitik betrieben werden, um die jungen Menschen in der Region halten zu können. Bulling appellierte vor einer lebhaften Diskussion mit den Veitriedhauser Bürgern noch daran, dass die Lauinger Wähler auch die Lauinger Kreistagskandidaten wählen sollten, um im Kreistag angemessen vertreten zu sein.

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