Landrat Leo Schrell hat den Planfeststellungsbeschluss zum Bau der B 492 bezeichnet
Als einen lange ersehnten und großen Schritt zur Entlastung der Gemeinde Medlingen hat Landrat Leo Schrell den Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums Stuttgart zum Bau der B 492 bezeichnet.
Nach jahrzehntelangen Überlegungen und Planungen gehe es jetzt darum, dass der Bund die Finanzmittel für das Projekt bereitstellt. Falls der Beschluss nicht beklagt wird, könne bautechnisch mit dem Bau der neuen Straße nach Ablauf der Auslegungsfrist für den Planfeststellungsbeschluss, die am 28. Juli 2008 endet, begonnen werden.
Die Diskussion um den Bau der B 492 geht bis in die 70iger Jahre zurück. Der erste Linienentwurf stammt aus dem Jahre 1977. Zwischenzeitlich wurden insgesamt 9 weitere Trassenvarianten untersucht bis schließlich im Jahre 1995 das erste Anhörungsverfahren und eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt wurde. Die Anhörung der Träger öffentlicher Belange zu dem im Jahre 2001 vorgelegten und genehmigten Vorentwurf erfolgte im November/Dezember 2004. Im Jahre 2007 war schließlich eine Tekturplanung vorgelegt worden, die nach erneuter Anhörung Grundlage für den Planfeststellungsbeschluss war.
Landrat Leo Schrell dankte seinem Heidenheimer Kollegen, Landrat Hermann Mader, für die wirkungsvolle Unterstützung der Interessen des Landkreises Dillingen. Wie der Landrat betont, sei der Bau der B 492 bei nahezu jedem bayer.-württembergischen Kommunalstammtisch diskutiert worden. Dabei sei immer an einem Strang gezogen und ein gemeinsames Vorgehen abgestimmt worden. Beim letzten Stammtisch vor wenigen Monaten habe man ins Auge gefasst, nach Vorlage des erwarteten Planfeststellungsbeschlusses, gemeinsam in das Bundesverkehrsministerium nach Berlin zu fahren, um damit eine Mittelfreigabe zu erreichen. Landrat Leo Schrell hofft dabei auch auf die Hilfe des Stimmkreisabgeordneten Georg Winter, der dieses Anliegen auch bisher massiv unterstützt habe.
Den Bau der B 492 hält der Landrat für eine wichtige strukturpolitische Maßnahme. Nach der Fertigstellung verfüge der Landkreis zwar immer noch nicht über einen direkten Autobahnanschluss aber immerhin neben dem Autobahnzubringer Wittislingen-Syrgenstein eine zweite Möglichkeit ortsdurchfahrtenfrei von der Donauachse die A 7 zu erreichen.
Als einen Erfolg begrüßt Landrat Schrell, dass durch die Intention des Landkreises, der Gemeinde Medlingen und der betroffenen Landwirte im Anhörungsverfahren erreicht werden konnte, dass die Anschlussstelle Medlingen-Ost als höhenfreier Knotenpunkt mit Überführungsbauwerk ausgebildet wird, die zunächst als höhengleiche Einmündung geplant gewesen sei. Die jetzige Lösung biete eine erhöhte Verkehrssicherheit und die Landwirte könnten gefahrlos die gegenüberliegenden Grundstücke zur Bewirtschaftung erreichen.


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