Landkreis Dillingen wird elektromobil: Lechwerke AG stellt Landratsamt Elektrofahrzeug zum Test zur Verfügung – Erfahrungen helfen, Weg für Elektromobilität zu ebnen

Sechs Wochen lang testet der Landkreis Dillingen das Elektrofahrzeug i-MiEV der LEW. Die Übergabe des Fahrzeuges nutzte Landrat Leo Schrell zu einem ersten Ladevorgang an der vor kurzem in Betrieb genommenen Stromtankstelle der Donau-Stadtwerke Dillingen-Lauingen (DSDL). Im Bild von links: Eckard Wruck (Leiter Unternehmenskom-munikation LEW), Oberbürgermeister Frank Kunz, Wolfgang Behringer (stv. Werkleiter DSDL), Richard Frech (Werkleiter DSDL) und Landrat Leo Schrell.

Das Landratsamt Dillingen a.d.Donau ist seit Donnerstag mit einem Mitsubishi i-MiEV elektromobil. Im Rahmen eines Pressetermins übergab Eckart Wruck, Leiter E-Mobility bei der Lechwerke AG (LEW), das Fahrzeug an Landrat Leo Schrell. Sechs Wochen lang können Mitarbeiter das Elektrofahrzeug für Außentermine nutzen. Sie sammeln damit Erfahrungen zur Praxistauglichkeit, von denen der Landkreis und LEW profitieren. Gleichzeitig leistet der Einsatz des Autos auch konkret einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz vor Ort, denn das Elektroauto produziert keine Abgase, keine Feinstaub- oder Motorlärmbelastung und bietet damit absolut emissionsfreie Mobilität.

Landrat Leo Schrell betonte bei der Fahrzeugübernahme, dass der Landkreis Dillingen in vielfacher Hinsicht bereits eine Vorreiterrolle auf dem Energiesektor einnehme. So sei die Wärmeversorgung nahezu aller Kreiseinrichtungen in Kürze komplett auf erneuerbare Energien umgestellt. In der Energiewende sieht der Landrat eine herausragende Chance für eine regionale Wertschöpfung. „Dabei stellt die E-Mobility einen von vielen Aspekten dar“, so Schrell. Im Interesse eines nachhaltigen Klimaschutzes sei es nach Ansicht des Landrats wichtig, den CO2-Ausstoß zu minimieren. Dazu kann die Automobilindustrie mit der serienmäßigen Bereitstellung von Elektrofahrzeugen einen wichtigen Beitrag leisten. Mit der testweisen Nutzung des Elektrofahrzeuges, betonte Schrell, wollen wir deshalb das Interesse in der Öffentlichkeit für diese zukunftsweisende Antriebsart wecken.

Zur Übergabe des Elektrofahrzeuges vollzog der Landkreis einen Ladevorgang an der kürzlich errichteten Stromtankstelle der Donau-Stadtwerke Dillingen-Lauingen (DSDL). „Der Ladevorgang symbolisiert die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis auf dem Energiesektor“, betonte Oberbürgermeister Frank Kunz. So unterstütze er auch die von Landrat Leo Schrell ergriffene Initiative zur Kooperation des Landkreises mit den Städten und Gemeinden zur Umsetzung der Energiewende. Kunz kündigte zudem eine Premiere an: In 14 Tagen werden die Stadtverwaltungen in Dillingen und Lauingen als erste Kommunen im Landkreis je ein Elektrofahrzeug von den DSDL zur Verfügung gestellt bekommen.

„Elektromobilität befindet sich in einer entscheidenden Phase auf dem Weg in den Massenmarkt. Neben dem Aufbau einer bedarfsorientierten regionalen Ladeinfrastruktur ist ein wachsendes Angebot an Elektrofahrzeugen Voraussetzung für den Erfolg der Technologie“, sagte Eckart Wruck. „Es geht nun darum, die Fahrzeuge in der Praxis zu testen und die Anforderungen des alltäglichen Betriebs zu erkennen. Deshalb sind Kooperationen wie mit dem Landkreis Dillingen so wichtig.“

Das Mitsubishi-Modell, das zum Test übergeben wird, ist das erste in Großserie produzierte Elektrofahrzeug für Endkunden. Die Bezeichnung i-MiEV steht für Mitsubishi innovative Electric Vehicle. Zum Fuhrpark der Lechwerke gehören neben drei i-MiEV auch drei Fiat 500 MicroVett, ein Vito E-CELL von Mercedes-Benz sowie fünf Elektroroller. Die Fahrzeuge werden ausgiebig im realen Betrieb getestet und zu diesem Zwecke für definierte Zeiträume auch an Kommunen und Landkreise verliehen.

In der vergangenen Woche wurde in Lauingen, Landkreis Dillingen a. d. Donau, die neueste von aktuell vierzehn Ladesäulen der LEW in Betrieb genommen. Sie gewährleisten Fahrern von Elektrofahrzeugen eine komfortable und sichere Aufladung der Akkus. Der Ausbau dieser Infrastruktur wird fortgesetzt. Über den Verbund „Ich tanke Strom“ haben Fahrer von Elektroautos außerdem Zugang zu insgesamt mehr als 40 Autoladesäulen in der gesamten Region.

Außerdem bieten die Lechwerke in ihren Kundenforen Elekt-rofahrräder zum Mieten und Kaufen an. Nach einer Winterpause können Interessierte dort ab dem Frühjahr telefonisch oder per E-Mail ein Fahrrad zum Testen für sich reservieren und damit Elektromobilität selbst erfahren.

Die LEW-Gruppe ist als regionaler Energieversorger für rund 500.000 Kunden in Bayern und Teilen Baden-Württembergs tätig. LEW beschäftigt mehr als 1.700 Mitarbeiter, ist mit 35 Wasserkraftwerken einer der führenden Erzeuger von umweltfreundlicher Energie aus Wasserkraft in Bayern und bietet Dienstleistungen im Bereich der Telekommunikation an. Die Lechwerke AG (LEW) gehört zur RWE-Gruppe.

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