Als wir am Samstag von unseren Gitarrenkursen Richtung Heimat fuhren, mussten wir stehen bleiben und von dem herrlichen Sonnenuntergang Fotos machen.
Ich hoffe, ich kann euch bei diesem tristen Wetter etwas aufmuntern.
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Es ist erfreulich, wenn nur 1 Dampfwolke zu sehen ist. Dann sind wieder die fleißigen Handwerker an der Arbeit, um nach dem rechten zu sehen, damit der Reaktor sicher ist und uns das Teil nicht um die Ohren fliegt.
Romantisch angehauchte Bilder einer höchst kontroversen Anlage, die uns "dank" der neuen Regierung wohl noch länger erhalten bleibt, als viele von uns wünschen und gehofft haben.
Da ist der Franz jetzt echt begeistert!!! Das zweite Bild ist mein Favorit; die Konturen der Wolke zum Baum sind durch das Sonnenlicht super beleuchtet!
Danke für die Steilvorlage, Silke. Bisher hatte ich es nicht als notwendig erachtet, meiner Schilddrüse besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Demnächst aber sollte ich beim Arzt zum Check derselben erscheinen.
Kein Thema für mich, bisher. Aber die Youngsters in meiner Umgebung: Jeder hat was mit der Schilddrüse und muss Medikamente schlucken, damit das Teil seine Arbeit ordentlich verrichtet. Seltsam. Tschernobyl-Syndrom?
Bekanntlich mussten damals alle Gartenerzeugnisse entsorgt werden und alle Sandkästen komplett gereinigt werden. Und noch vieles mehr. Die kleinen Leutz von damals sind jetzt gerade dem Teenager-Alter entwachsen - und eifrige Abnehmer von Schilddrüsen-Medikamenten.
Was das mit Gundremmingen zu tun hat? Kernspaltung vielleicht?
Ähnlich geht es auch mir: O h n e Ironie kann der Titel "Gundremmingen, herrlich bestrahlt" nicht aufgefasst werden. Leute, wo lebt ihr eigentlich????
Donauwörth, Dillingen, Günzburg - was denkt Ihr, wenn Gundremmingen wirklich einen ernsten Unfall hätte? Meint Ihr wirklich, es gäbe in der Umgebung von 40 km auch nur die geringste Chance?
Gestern sah ich einen Beitrag über das evakuierte Bikini-Atoll, das bekanntlich zu Atomtests herhalten musste. Schaut mit offenen Augen Eure Heimat an ... :-)
Zweifellos kann man manchen Sonnenuntergang schön finden; einen solchen über Gundremmingen kann kein vernünftiger Mensch ohne ein zwiespältiges Gefühl ansehen, zumindest dann nicht, wenn nicht absolute Ignoranz vorwaltet ... :-)
Das Motiv ist tatsächlich herrlich strahlend schön ... :-)
Danke Wolfgang Brugger für deine sehr eindeutige Stellungnahme, ein Mann, viele Worte mit Aussage!
Nachtrag an Wolfgang Leitner: Danke, dass du meinen sehr ironisch gemeinten Titel verstanden hast - obwohl, die Sonne kann ja nichts dafür, was sie bestrahlt....
Aber auch Dank an die, die in meinem Bildern das schöne Foto sehen, gefallen tun sie mir selber ;-)))
Ps: Dein Beitrag, Silke, ist wirklich wertvoll. Ich finde, gerade die neutrale Darstellungsweise ist keineswegs tendenziös, denn wer sich dazu äußert, zeigt, w a s er sieht. Jene Strahlung, die nicht lebensspendend, sondern lebensgefährlich bzw. kontaminierend ist, kann niemand sehen.
Der Sonnenuntergang bleibt schön, wenngleich wir ja nicht die Sonne so im allgemeinen bewundern, sondern eigentlich gerade diesen Sonnenuntergang. Bis Gundremmingen geschlossen wird, bleibt für jedes Lebewesen dieser Ort ein solcher, wo Kernenergie (die immer lebensbedrohlich ist) zu "friedlichen Zwecken" genützt wird.
So wollte ich meinen Beitrag verstanden wissen, die die Stellung beziehen möchten können es tun, die anderen können sich am schönen Sonnenuntergang erfreuen, der - wie oben erwähnt - wirklich fantastisch war.
Ich möchte hier eigentlich keine Umfrage starten, wer dagegen ist und wer dafür....
... so habe ich Deinen Beitrag, Silke, auch verstanden. Denn ich sah keinen Anlass, eine Befürchtung darin zu sehen, zu schreiben, was zu sehen ist ... :-)
Auch Silkes Wortwahl sah ich als bewusst gewollt an ... :-)
@Wolfgang L.: Das mit dem "ernsthaften Unfall" kann niemand so recht vorhersehen, wie alles, was mit Zukunft zu tun hat. Durch die regelmäßigen Inspektionen wird von Kraftwerkseite viel getan, dass solche Unfälle recht unwahrscheinlich werden. Wenn wir uns dies immer dann vormachen, wenn vom Kraftwerk Gundremmingen die Rede ist, können wir ruhiger schlafen.
Was aber in unserer Gegend Gegenstand heftiger Debatten zu sein scheint, ist die bisher umstrittene schleichende Vergiftung der Bevölkerung. Da wir recht viel Westwind, hauptsächlich aber SW-Strömung haben, wären die Dillinger am meisten davon betroffen. Die sind aber nicht unbedingt die lautesten, wenn es um Kritik an einer Kernspaltungsanlage wie dieser geht. Kein Wunder bei einer Verwaltungs- und Beamtenstadt. Wer als Beamter das Maul zu weit aufreißt, müsste mit Repressalien rechnen.
Übrigens, am Titel hat die Silke am meisten geknobelt, die Bilder entstanden wie angegeben bereits am Samstag und waren recht schnell im Kasten, aber der Titel hat ein wenig länger gebraucht. Finde, das Knobeln hat sich gelohnt.
Gerade diese Ambivalenz des Schönen, des Sichtbaren und des Nichtsichtbaren ist doch reizvoll gerade in der Fotografie.
Wenn ich ein bezauberndes Stilleben fotografiere, interessiert mich primär nicht, ob die dargestellten Äpfel bis unter die Schale voll sind mit Insektiziden und Pestiziden - es gefällt das Schöne!
Als Mensch ertappe ich mich ja auch dabei, wie mir zuweilen beim Einkauf der schöne Schein genügt: Sobald ich aber Zusammenhänge sehe, zwischen einer wachsenden toxischen Belastung meines Organismus und meiner Wahl schöner Äpfel im Supermarkt, fange ich an, diese Seh- und Verhaltensgewohnheit v i e l l e i c h t zu überdenken.
Nachdem ja klar ist, dass die neue Regierung auch keine neuen AKWs bauen will (die alten werden länger laufen), besteht auch in der Bevölkerung keine allzu kontroverse Stimmung mehr zu diesem Thema (verglichen mit früheren Jahrzehnten).
Bundesamtlich bestätigt ist ja die signifikante Häufigkeit von leukämiekranken Kindern in der Umgebung der AKWs: Naturwissenschaftlich begründen lässt sich auch diese Statistik nicht.
Ich dachte auch spontan u. a. an eine besondere Form des Stimmungstests, als ich den Titel las ... :-) war aber auch nicht an einer x-beliebigen Kontroverse um AKWs besonders interessiert. Der Reiz lag einzig in jener besonderen Ambivalenz, die vielfältig für den Fotografen immer wieder mal gegenwärtig ist ... :-)
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