Theateraufführungen im Johann-Michael-Sailer-Gymnasium - eine Gemeinschaftsproduktion
Wie zaubert man einen verwunschenen Wald auf eine Schulbühne? Dieses Problem musste Studiendirektorin Barbara Pfeuffer bei ihrer diesjährigen Inszenierung von William Shakespeares wohl bekanntester Komödie „Wie es euch gefällt“ lösen.
Hier soll es nun möglich sein, auch einmal einen Blick in und hinter die Kulissen für diese anspruchsvolle und ideenreiche Aufführung zu werfen.
Mitglieder des Wahlunterrichts Schulspiel fertigten in mühevoller Kleinarbeit aus Maschendraht Röhren, die mit Zeitungspapier ausgestopft und mit handvernähten Stoffbahnen in Baumstämme verwandelt wurden. Echte Äste setzten dem Ganzen dann buchstäblich die Krone auf.
Nach einer bis ins Detail ausgearbeiteten Bühnenskizze begann nach Pfingsten der Kulissenbau in der Aula der Schule. Neben freiwilligen Helfern aus den elften Klassen packte auch der Hausmeister des „Sailer“, Herr Hans-Jörg Hofer, kräftig zu. Auf knappen Raum „wuchs“ der Wald von Arden in die Höhe und wurde ins rechte Licht gesetzt.
Wer eine der Aufführungen gesehen hat, dem ist klar geworden, dass für die Leiterin der Schulspielgruppe nur ein Motto gelten kann: Nach der Aufführung ist vor der Aufführung. Die Textbearbeitung beginnt jedes Mal in den Sommerferien. Rollenverteilung und Bühnenkonzept müssen bis zum Beginn des Schuljahres stehen, damit die Proben und handwerklichen Arbeiten ab September laufen können. Sollte der Kostümfundus nicht ausreichen, werden Kleidungsstücke entworfen und von Frau Pfeuffer oder einer Schneiderin gefertigt. Daneben gilt es auch noch, musikalische Beiträge zu konzipieren und , wie in diesem Schuljahr, engagierte Kollegen zu motivieren. Heinke und Friedrich Mayer und Christian Möller verwandelten sich in eine fetzige Hippieband, die Beatlessongs intonierte.
Erst wenn alle Planungsdetails realisiert sind, finden die jungen Schauspielerinnen, in der diesjährigen Inszenierung Rosalind und ihre Cousine Celia, den richtigen Platz in ihrer phantastischen Bühnenwelt.
Wie man sieht, sind die niveauvollen Theaterdarbietungen am „Sailer“ eine kreative, aber auch arbeitsintensive einjährige Gemeinschaftsproduktion


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