Wenn unsere Lebenszeichen aufgezeichnet werden müssen, unsere Lebenslinien als Zacken erkennbar sind, sind wir mit unserem Leben ganz schön „fertig“.
Was geht in den Köpfen der Erkrankten vor? Hätte ich mehr leben müssen? Hätte ich anders leben müssen? Wo habe ich versagt? Habe ich das verdient?
Du stehst am Bett und denkst dir: Frohnatur spielen? Ab und zu ein aufmunterndes Schimpfen? Wo ist mein „Fluchtweg“? Wie geht es weiter und stemme ich den Weg, der vorgegeben wird?
Alles sind wichtige Lebensfragen, jede Frage aus der ureigenen Sicht.
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Ich hasse diese Räume!
Für wen auch immer du da stehen musst - ich wünsche dir und ihm, dass es ihm schnell besser geht! Auch für dich - denn die Stehenden sind oft nicht weniger beschissen dran ob ihrer Hilflosigkeit.
Und trotzdem klammert man sich an das bisschen beschissene Leben. Auch wenn man genau weis, dass es in absehbarer Zeit zu Ende ist. Gut nur, dass man es nicht ganz genau weiß.
Ach, Mist, Silke - wie geht es Deiner Mutter - blöde Frage, was?! So sollte es doch gerade nicht kommen!!!! Haben wir nicht für etwas Anderes gebetet? Wir können es uns nicht aussuchen und das Leben ist kein "Wünsch Dir was". Ich bin immer bei Dir!
Danke für die lieben Worte!!!
Kämpfen tut die eine Seite und die andere Seite.... und zwischen den Zeilen sind auch mal sehr menschliche Worte, Blicke und ganz viel Verstehen versteckt oder offensichtlich.
Mein Vorhaben für den Montag: Alleine ins Krankenhaus fahren, die Neurologische-Intensivstation um einen Stuhl bitten (am Bett stehend ist es eher unpersönlich) und - falls möglich - mal etwas intensiver mit meiner Mutter sprechen - aber da muss ich erstmal die Verfassung von Mama abwarten.
Hallo Silke, leider ist es so, dass keiner mehr Zeit hat um Die Patienten richtig zu betreuen. Wir haben eine Orga, "Wir für uns", die geht regelmäßig zu schwer kranken Menschen und hilft Ihnen. Mal eine Zeitung kaufen oder mal etwas vorlesen usw. Meine Frau betreut seit ca. 10 Jahren eine ältere Dame (Jetzt 97 Jahre)im Altersheim und versorgt mich auch 100% KB: B,G,aG und H + 24 Std Sauerstoffversorgung. COPD Stufe 4. Ich weis was das für mich bedeutet. Aber das muss man erst einmal verdauen.
Lies auch mal hier: http://www.mobil-mit-behinderung.de/content/column...
Wisst ihr was? Obwohl ich im letzten Jahr kaum Zeit hatte für myheimat und vielleicht dieses Jahr nicht viel mehr - aber weiß warum ich diesen "Verein" nicht aus den Augen verlieren möchte.
Eure Worte und eure "Durchhalteparolen" (meine ich sehr positiv), die haben mir gut getan!
Silke ,
es geht weiter ... Du stemmst alles ,
sogar mit ruhiger Kraft !
Du schaffst sogar mehrere Dinge auf einmal ..., Dein Hirn rattert und sortiert .
Du bist stark und machst das Beste , positiv das Beste ... glaub mir es geht !
Alles Liebe Roswitha
Nie und nirgends fühlt man sich hilfloser, als in diesem Raum.
Auch wenn du nicht weißt, was du sagen sollst, so ist es ihr doch tröstlich, wenn du da bist. Schenk ihr ein Lächeln und zeig nicht zu sehr, dass du Angst hast. Du bist eine starke Persönlichkeit und du schaffst das (egal, wohin dieser Weg führt!)
Silke, ich drücke dir und deiner Mama ganz doll die Daumen!
Alles Liebe
Karola
Liebe Silke, wie soll man da die richtigen Worte finden ... auch hier bei MH, aber dennoch jeder, der überhaupt bei diesem Beitrag anklickt, kann Dich verstehen, versucht Trost zu spenden und Dich zu stärken.
Auch ich möchte mich den aufmunternden Worten anschließen!
Bestimmt hat schon jeder von uns hier schon einmal eine solche Situation erlebt, sonst hätte man ja auch gar keine Ahnung, was in einem Menschen, der im, oder am Krankenbett steht vor sich geht.
Mit welchen Ängsten und Sorgen er hadert.
Einem Menschen, der so krank daliegt, braucht man gar nichts vormachen, z.B. alles runterspielen und besonders froh und munter sein, ... denn der Kranke selbst kennt solche Situationen, die er vor seiner Krankheit ebenfalls bei anderen mitbekommen hat, ... genau wie Du jetzt.
Wenn wir selbst mal so daliegen sollten, wissen wir auch, dass man sich nicht's vormachen braucht und denken vermutlich sogar an solche "Gespräche" wie jetzt.
Natürlich helfen aufmunternde Gesten, aber sie sollen ehrlich sein, man soll auch über die Sorgen sprechen, die man sich um den Kranken macht, der Kranke möchte nicht, dass man immer alles herunterspielt und man so tut, als ob alles halb so schlimm wäre.
Jeder muss für sich selbst entscheiden, wie er am besten mit solch einer Situation umgeht, aber ich denke man freut sich, wenn andere einen verstehen und auch versuchen zu helfen, ... wie auch immer!
Liebe Silke, für Deine Mutter und für Dich nur die allerbesten und ehrlich gemeinten guten Wünsche.
Liebe Grüße Lisa
Da die richtigen Worte finden ist schwer. Ich wünsche für die nächste Zeit viel Kraft und Zuversicht und dass du nicht alleine bist mit deinen Sorgen. Deiner Mutter musst du nicht`s erklären, sie weis selbst wie es ihr geht, aber nimm sie in die Arme oder nimm ihre Hände in die Deine, denn nähe ist das wichtigste, für dich und sie.
Ich drück dich, Gisela
Kenne beide Seiten, die stehende wie die liegende, zu Genüge....darum kann ich Natalies Worte nur bestätigen: Das kleinste liebe Wort, ein kleiner Sonnenstrahl, eine vertraute Stimme ,...alles ist ein Geschenk!
Dir und Deiner Mutter viel Kraft
Gabriele
Liebe Silke, ich kann Dich sehr gut verstehen. Viele Gedanken drehen sich im Kopf. Man will helfen und kämpfen.
Leider hat es bei meiner Mutter nicht gereicht.
Ich gebe gerne den Segen des Engels weiter:
Der Engel des Herrn sei neben Euch,
Euch sanft zu umarmen,
Euch Schutz zu geben für alle Zeit.
Der Engel des Herrn sei unter Euch,
Euch aufzufangen.
Der Engel des Herrn sei über Euch,
um Euch zu segnen.
Dann möchte ich als “gestandener Mann” auch noch etwas dazu sagen !
Vor 5 Jahren lag meine Lebensgefährtin nach einer komplizierten Darmoperation für nahezu 2 Wochen in der Intensivstation. Total “verkabelt” - sie wurde künstlich ernährt und beatmet. Sie war unfähig zu sprechen.
Ich nahm 2 Wochen Urlaub, um in diesen unerträglich schweren Stunden täglich an ihrer Seite zu sein. Ich wollte ihr Kraft geben - und doch war sie es, die MIR mit Ihrem ständigen Lächeln und zärtlichen Gesten die Kraft gab, diese schwere Zeit voller Mut und Hoffnung gemeinsam zu ertragen.
Niemals zuvor in meinem Leben hatte mich die Todesangst um einen Menschen mehr bewegt wie in diesen Stunden, niemals zuvor wurde mir die Nebensächlichkeit meines eigenen Seins - ohne sie - bewusster, wie in diesen Tagen des Mitgefühls, der Anteilnahme und quälender Sorge . . . um die Frau - die meinem Leben mit ihrer Lebensphilosophie für nahezu 25 Jahre Zweck und Sinn schenkte und . . . es bis auf den heutigen Tag tut. Mit ihrem bezaubernden Lächeln, ihrem Humor und ihrer Lebensfreude, die mir in jenen dunklen Stunden unwiederbringbar zu entgleiten schienen.
Und heute - nur noch Erinnerungen an die Tränen, die ich damals im Krankenhaus vor ihrem Zimmer . . . heimlich um sie weinte - als gestandener Mann . . . der ihr nicht zeigen wollte, wie es wirklich um "ihn" stand. Da auch sie seiner Kraft bedurfte - eine Kraft, die allein SIE mir gab . . . mit ihrem Lebenswillen und ihrer Liebe . . . am Abgrund meiner Hoffnungslosikeit und Verzweiflung.
auch mir fehlen etwas die Worte und leider lese ich erst jetzt davon.
Hoffentlich geht es ihr wieder besser und die trüben Gedanken sind verflogen. Ich wünsch Euch viel Kraft und alles Gute
Vortrag - Die Macht der Gedanken und Gefühle
Am Mittwoch, 14. März 2012 hält Helmut Laber, Heilpraktiker für Psychotherapie, im Haus für Körper, Geist & Seele einen Vortrag über "Die Macht der...
Wichtig ist, was man draus macht
Ich hatte kürzlich eine Geschichte über einen Mann namens Hans Zimmer gelesen, der trotz tragischer Unfälle seine Lust am Leben nicht verloren hat....
ORGANSPENDE
Um zu erreichen, dass mehr Deutsche ihre Organe spenden, wird es neue Regelungen geben.
Regelmäßige Abfragen per Post sind angedacht. Vielleicht...
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