Bahnhof Höchstädt - Planungsvereinbarung unterzeichnet

Die Planungsvereinbarung wurde im Schloss Höchstädt unterzeichnet. Im Bild (von links): Martin Jäntschke, Hans-Joachim Plachta, DB Station & Service AG, Martin Hatzelmann, Staatliches Bauamt Krumbach, MdL Georg Winter, Bürgermeister Stefan Lenz, Bernhard Blaas, DB Netz AG, und Jens Ehmke, Leiter des Staatlichen Bauamtes.
Die Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs in Höchstädt beim BayWa-Gelände ist ein Großprojekt mit vielen Hürden. Eine dieser Hürden ist der Abschluss einer Planungsvereinbarung. Vor wenigen Tagen ist nach intensiver Vorbereitung, so Georg Winter, mit den Unterschriften der DB Netz AG und vom Staatlichen Bauamt nun die Unterzeichnung erfolgt. Die nun geschlossene Vereinbarung ist Grundlage für den gesamten Entwicklungsprozess von der Vorplanung über die anschließende Entwurfsphase, der Information der Bürger bis hin zur Schaffung des Baurechts.

In der Vorplanung geht es zunächst um die Klärung grundsätzlicher Fragen. Offene Punkte sind dabei, ob es beidseits der Straßenunterführung einen Gehweg geben soll, der zumindest teilweise als kombinierter Geh- und Radweg ausgeführt werden könnte. Des Weiteren stellt sich die Frage, ob der bisherige Mittelbahnsteig erhalten bleiben soll, verbreitert wird oder alternativ dazu ein Außenbahnsteig angelegt wird. Für eine solche Lösung spräche, dass man künftig mühelos auf den Bahnsteig gelangen könnte. Abschließend zu klären ist noch der erforderliche Grunderwerbsbedarf. Die Untersuchung aller Aspekte, die für das Zukunftskonzept notwendig sind, nimmt in der Vorplanungsphase circa ein Jahr in Anspruch. Die Umsetzung dieses Ergebnisses, einschließlich der Kostenermittlung, ist dann Aufgabe der Entwurfsphase.

Für Stimmkreisabgeordneten Georg Winter stellt die vorliegende Planungsvereinbarung einen weiteren wichtigen Etappensieg dar, um das Projekt voranzubringen. Erfreulich ist, dass sowohl die Deutsche Bahn AG mit Martin Jäntschke und das Staatliche Bauamt Krumbach mit Martin Hatzelmann die Betreuer für die Abstimmungsgespräche benannt hat. Die Bahn rechnet mit dem Baubeginn erst für das Jahr 2020. Wesentliches Ziel der Maßnahme ist, die hohe Verkehrsbelastung der Lutzinger Straße zu reduzieren. Notwendig dafür ist der Bau einer Straßenunterführung anstatt des beschrankten Bahnübergangs. Gleichzeitig sollen ein Rad- und Gehweg mit realisiert werden, der bisher fehlt, und die Voraussetzungen für einen barrierefreien Zugang zum Bahnsteig geschaffen werden.

Der erste Schritt, dieses große Ziel zu erreichen war im August 2011 die Umstufung der Oberglauheimer Straße mit der Bahnquerung bis Heppner Ring zur Staatsstraße. Damit ging die Kostenfrage auf den Freistaat Bayern über, weg von Stadt und Landkreis. Anschließend erfolgte der Erwerb des BayWa-Geländes und der Abbruch der ungenutzten Gebäude. Im Sommer 2014 fand auf Initiative von Abgeordnetem Georg Winter ein großer Ortstermin statt, an dem die Regierung von Schwaben, die DB Netz AG, Landrat Leo Schrell, das Staatliche Bauamt Krumbach und Bürgermeister Stefan Lenz teilegenommen hatten. Dabei gelang es, die Beteiligten von der Notwendigkeit der Maßnahme und dem Vorliegen der Voraussetzungen nach §§ 3, 13 Eisenbahnkreuzungsgesetz zu überzeugen. Aufgrund dieses Ergebnisses wurde von der Obersten Baubehörde dem Staatlichen Bauamt im November 2014 die Genehmigung erteilt, den Planungsprozess einzuleiten. Die nun zustande gekommene Planungsvereinbarung regelt die einzelnen Schritte seitens der Bahn und des Freistaats. Bürgermeister Stefan Lenz dankte Abgeordnetem Georg Winter für diese umfassenden Bemühungen und sieht das Projekt im Kontext zur neuen B16, weil damit die wichtige und bessere Anbindung an die Umfahrung B16 und eine notwendige Entlastung der Lutzinger Straße erzielt werde.
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