Erster Masernfall im Landkreis Dillingen seit Beginn der Meldepflicht 2001

Im Landkreis Dillingen ist erstmals seit Einführung der Meldepflicht ein Masernfall aufgetreten. Erkrankt ist ein Kind aus dem Raum Wertingen. Bereits vergangene Woche hatten sich bei dem Kind entsprechende Symptome gezeigt. Daraufhin hat der behandelnde Arzt aufgrund der seit 2001 bestehenden Meldepflicht den Fachbereich Gesundheit am Landratsamt Dillingen informiert. Die Behörde hatte daraufhin umgehend reagiert und die möglichen Kontaktpersonen in der Schule und im persönlichen Umfeld des Kindes über den Verdachtsfall informiert und den Impfschutz überprüft.

Für Personen ohne ausreichenden Impfschutz, die zu den ermittelten Kontaktpersonen zählten, wurde vorsorglich ein Betretungsverbot für die Schule ausgesprochen. Auch wenn das erkrankte Kind bereits wieder genesen ist, muss für diese Kontaktpersonen bis Ende der Woche ein Betretungsverbot für die Schule ausgesprochen werden, da die Erkrankung bis zu 14 Tage nach dem letzten Kontakt auftreten kann.

Hinweise auf eine mögliche Masernerkrankung liegen vor, wenn vorrangig Fieber, grippale Symptome mit Kopfschmerzen, Husten, eine Bindehautentzündung und ein fleckiger Hautausschlag auftreten. Dann muss umgehend ein Arzt aufgesucht und der Patient auf Masern hin untersucht werden. Verdachtsfälle von Masern sind dem Gesundheitsamt ärztlich zu melden.

Entgegen landläufiger Meinungen sind Masern keine harmlose Kinderkrankheit. Bei etwa jedem 10. Masernfall treten zum Teil erhebliche Komplikationen auf wie Mittelohrentzündungen oder Lungenentzündungen. In einem von 1000 Fällen kann es zu einer gefährlichen Gehirnentzündung kommen.

Deshalb rät das Landratsamt zu einer Impfung. Damit kann man sich gegen die Viruserkrankung schützen. Empfohlen ist die Impfung ab dem 11. Lebensmonat in einer Kombination mit Mumps und Röteln (MMR-Impfstoff). Die Leiterin des Fachbereiches Gesundheit, Dr. Uta-Maria Kastner, rät deshalb, im Impfbuch der Kinder zu überprüfen, ob eine zweimalige Impfung mit diesem Impfstoff vorliegt. Auch nach 1970 geborenen Erwachsenen, speziell Betreuungspersonal in Schulen und Kindertagesstätten, wird empfohlen, eine MMR Impfung vorzunehmen bzw. die zweite Impfung zu ergänzen.

Je höher die Rate der Geimpften ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Ausbreitung der Erkrankung in der Bevölkerung.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.