Irrschelde - ein heißer Tipp !

Großer Fischweiher in der Irrschelde

Dillenburg: Irrschelde | In Deutschland gibt es etwa 4600 FFH (Fauna-Flora-Habitat) - Gebiete, die einen Lebensraum für Fauna und Flora abgeben.

In unserer Heimat ist der gesamte Schelderwald eines davon und wiederum ein Abschnitt - das "Irrscheldetal" - ist ein NSG (Naturschutzgebiet), d.h. mit den strengsten Auflagen.

Das Irrscheldetal, in dem die Tringensteiner Schelde fließt ist ein zu der größeren Schelde parallel verlaufendes enges Tal mit einer Gesamtausdehnung von 85 ha vom Sternhäuschen (Wallenfelser Bahnhof) bis nach Oberscheld.

Und wie kommt man zum Sternhäuschen - dem Ausgangspunkt einer Irrscheldewanderung ?

Am höchsten Punkt der Schelde-Lahn-Strasse, der Wasserscheide zwischen Schelde und Gansbach zweigt eine Landstrasse ab nach Richtung Tringenstein und etwa auf halber Strecke steht das "Sternhäuschen" oder "Wallenfelser Bahnhof" an einem Parkplatz auf der linken Seite.

In diesem offenen Häuschen ist als Tisch eine geschliffene Diabas-Platte ausgestellt, die strahlenförmig in verschiedene Richtungen liegende Strassen und Orte angibt u.a. auch das Irrscheldetal.

Hier ist ein guter Ausgangspunkt, das romantische Scheldetälchen bis zu den
7 km entfernten Tennisplätzen bei Oberscheld zu durchwandern.

Nach etwa 4 km erreicht man einen auf ganzer Talbreite gestauten großen Teich, in dem sich Fische und auf der Oberfläche auch Wildenten wohl fühlen.
Eine Idylle ! Hier kann man am Ufer lange Zeit verharren - die Seele baumeln lassen und die Natur genießen.

Kurz vor Oberscheld ist ein weiterer großer Fischweiher angelegt.

Der Schelderwald durch Bergbau bekannt und geprägt hinterlässt auch hier seine Reliquien.

Kurz neben der Zufahrt zum Tennisplatz führt ein Seitenweg zum Besucherbergwerk Ypsilanti.

In einem langen Stollen sind geologische Formationen zu erkennen und eine Sammlung von Bildern aus der aktiven Zeit des Bergbaus im Schelderwald wird vorgestellt. Aber hier ist eine vorherige Anmeldung beim Bergbauverein Schelderwald ist erforderlich.

Die Besucher werden mit dem Licht der damaligen Bergleute, einer Karbidlampe ausgestattet.

Karbid (CaC2) plus Wasser ergeben ein brennbares (lichtspendentes) Gas und viele Ältere werden sich gerne an die Stromausfallzeiten erinnern, wo die Karbidlampe der Bergleute dann zum Einsatz kam, begleitet von einem typischen Geruch nach Karbid.

Die "Irrschelde", insgesamt eine Kurzwanderung und immer leicht bergab - ist besonders geeignet für ältere Wanderer.

Ein befestigter Weg sorgt dafür, daß zu jeder Jahreszeit dieses stille Tal begehbar ist.
Aber sehen Sie selbst !


Gruß Harry

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9 Kommentare zum Beitrag
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Adolf Stephan aus Peine am 06.12.2011 um 16:17 Uhr  
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Cornelia Gerhardt aus Gladenbach am 06.12.2011 um 17:45 Uhr  
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