„Ja isch denn etzt scho wieder Halloween?“

Lederhosenbär aus dem Pinzgau
 
eierschachtel-krampus
Diedorf: Maskenmuseum | ….werden sich viele Diedorfer fragen, wenn der Meister der Masken Michael Stöhr in später Abendstunde behängt mit schwergewichtigen hölzernen Maskenungetümen über den Hof des Künstlerhauses poltert und seinen Maskenbus bis unters Dach belädt, um damit dann an den Wochenenden zu den neuen Ausstellungsorten im Alpengebiet durch zu düsen.
„Etzt isch scho wieder Krampuszeit“ und viele der Alpenkommunen und ihre jugendlichen Bewohner bereiten sich darauf mit einer „Tuifl“maskenausstellung vor, um neue Anregungen auf die Trends der letzten Jahre zu bekommen und dann vielleicht doch noch in letzter Sekunde vor Nikolaus am 6. Dezember noch eine der Horrormasken der neueren Generation zu erwischen. Moderne Masken aus den letzten Gruselfilmen mag nun aber der
Brauchtumskundler und Maskensammler Stöhr nicht zur Ausstellung bringen. Solche müssen die gut bezahlten „Kult“-schnitzer nach den letzten Standfotos aus Horrorfilmen selber zu Unmengen aus dem weichen Zirben-holz heraus schlagen, weil halt die jungen Lehrlinge und Gesellen in den Alpentälern gar so sehr am ganz aktuellen Grusel hängen und von der ruhigeren alten Masken-Tradition sonst nichts mehr wissen wollen. Gut und gerne lassen die jungen Burschen da schon mal 700,-- bis 1000,-- Euro für eine besonders aufwendige Maske mit solch fremden afrikanischen Hörnern beim Schnitzer und nochmal so viel beim Fellschneider für das Gewand.
Michael Stöhr will Ihnen aber zeigen, mit welch einfachen Mitteln die Burschen früher Ihre Masken selber bestückt und hergestellt haben und trotzdem ihren Spass mit der Improvisation hatten und deshalb bringt er Ihnen für ihre Ausstellungen eben nur das simple und dennoch aufregend Erfinderische.
Da gibt es Bärenmasken im Museum, die nur schnell aus einer kurzen umgedrehten Lederhose gebastelt sind und bei denen der Hosenlatz bekrönt von einigen angenähten weissen Bohnen die bezahnte und grimmig auf und zu klappende Schnauze darstellt. Da trägt ein alter Pferdeschädel plötzlich einen Kamm aus kurzen Ziegenhörndl. Ein hölzernes rot bemaltes Fassl lässt sich vor dem Gesicht mit einer Klappe öffnen, wenn man „Durscht“ hat und oben auf dem Kopf sind ein paar verwachsene Äste als Hörner montiert.
Michael Stöhr trägt aber nicht alles weg, zu den Ausstellungen über Weihnachten: nach Mieders im Stubaital, in den Jexhof , das Heimatmuseum bei Odelzhausen, oder wer noch jetzt auf die Schnelle gerade eine Ausstellung eingeplant hat. Vieles kommt im späten Oktober ja auch wieder zurück so wie die Ausstellung aus dem Heimatmuseum in Rain am Lech, weil sie dort ruhigeren Weihnachtsausstelllungen Platz machen sollen. Und ohnedies ,wer würde denn bei 6000 Masken ,die dicht an dicht da im Maskenmuseum nebeneinander hängen und mit den Augen rollen, den Zähnen fletschen und gierig ihre rote Zunge heraus hängen lassen, wer würde denn da das halbe Hundert vermissen, das da den Leuten andernorts den wohligen Schauer den Rücken herab laufen lässt.
Das Maskenmuseum ist zu Halloween in den Abendstunden ab 17.00 Uhr geöffnet. Man muss aber schon den Mut aufbringen den Maskenmann kurz vorher an zu rufen, weil sich der in der gruseligen Eiseskälte des Museums auch nur so lange wie sinnvoll aufhält. ( 08238/60245 oder /967021 Herr Nowak)
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