Anhauser Biber „an die Kette gelegt“
Diedorf: Anhauser Bach | Nachdem der Biber im Anhauser Tal mehrere Dämme gebaut hatte, wurde seinem Treiben nun Einhalt geboten. Verzweifelte Landwirte hatten sich an den Biberbeauftragten des Landratsamtes gewendet. Jetzt wurde der Biberdamm so präpariert, dass das Wasser wieder besser abfließen kann. Vier dicke Rohre wurden auf die Mitte des Damms platziert und mit Brettern, Pfählen und Stahlseilen fixiert. Somit bleibt der Damm erhalten und der Biber kann weiterhin in seinem angestauten Gewässer leben. Die Überflutungsgefahr für die angrenzenden landwirtschaftlichen Grundstücke wurde aber erheblich vermindert. Jetzt können die Landwirte im Frühjahr wieder ihre Felder bestellen, ohne Gefahr zu laufen, mit den schweren Traktoren im nassen Wiesengrund zu versinken.
Insgesamt hat der Biber im Anhauser Tal drei Dämme gebaut. Zwei davon wurden nun mit den Überlaufrohren versehen. Ein kostenloser Flyer informiert über die Lage der drei Biberdämme und gibt Auskunft über die Lebensweise der Biber. Darin wird auch erklärt, warum der Biber das Wasser staut. Der Flyer liegt im Gasthaus Traube in Anhausen für Besucher bereit.
Da Biber sehr scheue und nachtaktive Tiere sind, bekommt man sie kaum zu Gesicht. Wer dennoch einen lebensechten Biber besichtigen will, kann dies im Naturparkhaus in Oberschönenfeld tun. Dort kann man sich das ausgestopfte Exemplar eines erwachsenen Bibers aus nächster Nähe anschauen.



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