Großes Interesse an Anhauser Geschichte

Das Foto der Fahnenweihe des Katholischen Burschenschaftsvereins Anhausen von 1908 wurde ebenfalls gezeigt. Angeblich war eine der Fahnenjungfrauen während der feierlichen Fahnenübergabe bereits schwanger. Darüber schmunzelt man im Ort noch heute. Es handelt sich um eine der frühesten Fotografien aus Anhausen. (Foto: Sammlung W. Höfer)

Diedorf: Gasthaus Wilhelmshöhe | Großes Interesse an der Geschichte des Ortes Anhausen zeigte sich anlässlich eines Vortrags des Heimathistorikers Werner Höfer am 15. Januar in Anhausen. Der örtliche Gartenbauverein hatte zu der Veranstaltung am Sonntagnachmittag ins Gasthaus Wilhelmshöhe eingeladen.

Der Theatersaal der Gaststätte war bereits vor Beginn überfüllt, so dass zusätzliche Tische und Stühle bereitgestellt werden mussten. Insgesamt waren etwa 120 Besucher gekommen. Die Vorsitzendes des Gartenbauvereins, Frau Angela Leute, zeigte sich angesichts der großen Nachfrage sichtlich überrascht und bedankte sich schon zur Eröffnung über das zahlreiche Erscheinen.

Der Referent Werner Höfer führte die Anwesend in einem Dia-Vortrag durch 3000 Jahre Anhauser Geschichte. Nach Ausführungen über steinzeitliche Besiedelungen kam er über die Kelten- und Römerzeit schließlich in der jüngeren Vergangenheit an. Hier präsentierte er Fotos, die er während der letzten 60 Jahre selber gemacht oder bei Anhauser Familien gesammelt hatte. Einige Ortsskizzen des früheren Heimatforschers Ludwig Scheuenpflug ergänzten die Ausführungen.

Besonders beeindruckend waren Bilder aus den Jahren 1954/1955, die ein tief verschneites Anhausen zeigten. Der Schnee lag damals bis zum 1,50 Meter hoch. Und das zu einer Zeit, als noch keine Schneepflüge die Straßen frei schaufelten. Ebenfalls Ohs und Ahs erzeugten die Bilder der großen Überschwemmung aus dem Jahre 1962. Die Dorfjugend konnte damals in Wassertrögen durch das meterhoch stehende Wasser im Unterdorf paddeln.

Den Abschluss bildeten Fotos zur Kirchengeschichte und zur Geschichte des Vereinslebens. Hier zeigte Werner Höfer Bilder von den verschiedenen Stadien des Kirchenumbaus und den Renovierungen in den 50er, 60er und 90er Jahren. Die Besucher bedanken sich beim Referenten durch langen Applaus für die teils privaten Anekdoten über das Dorfleben.

Zu der Veranstaltung konnte ein Kalender erworben werden, der einige der gezeigten Bilder enthielt. Der Restbestand des Kalenders „Anhausen in alten Ansichten“ kann noch unter der Tel.-Nr. 08238-959649 für 7 € bezogen werden.

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin neusässer | Erschienen am 03.02.2012
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Tanja Fackelmann aus Augsburg am 18.01.2012 um 09:28 Uhr  
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