Wer hat heute mehr Rechte der Mieter oder Vermieter.
Die Nachrichten aus der Presse und Fernsehen lassen bei einer Vermietung von Wohnraum nichts Gutes erwarten. Viele Vermieter haben Angst in ihrem mit viel Liebe gebauten Häuschen zu vermieten. Bei der Besichtigung der zu vermieteten Wohnung zeigt sich der Interessent von seiner besten Seite und zeigt auch Interesse an der gepflegten Wohnung. Kaum eingezogen fängt der Mieter an Mängel zu suchen, egal was dabei rauskommt man will Mietminderung erreichen. Was macht der Vermieter, er lässt einen Fachmann kommen und beweist, dass der Wohnraum nicht feucht ist, sondern die Wohnung nicht richtig geheizt und gelüftet wird. Obwohl ein Mietvertrag vorliegt, zeigt der Mieter kein Interesse die darin stehenden Vereinbarungen einzuhalten.
Müll wird in der Wohnung gehortet, dass der Kammerjäger nach einer Zwangsräumung Ungeziefer vernichten muss.
Es gibt inzwischen Vermieter die über Jahre keine Miete erhalten und dadurch in Insolvenz gehen.
Warum werden hier vom Gesetzgeber die Rechte des Vermieters nicht gestärkt.
Mietnomaden wissen, dass der Vermieter keine Rechte mehr hat, das kann so nicht weitergehen.
Da muss ich vollkommen Recht geben!!!
In den meisten Fällen, wenn es zu einem Rechtsstreit kommt, folgt ein Vergleich und wenn mn dabei gut weg kommt, kann man seine Miete die noch aussteht 30 Jahre lang nachfordern. Doch bis dahin sind sie über alle Berge......
Das schlimme daran, das Finanzamt fordert den Vermieter auf die ortsübliche Miete zu verlangen, ansonsten ist es wie Eigennutzung. Zwar muss man die Mieteinnahmen versteuern, aber man kann nichts mehr absetzen.
Verlangt man den ortüblichen Mietzins werden eben Mängel gesucht und die Richter geben dem Mieter recht und man muss einen Teil der Miete zurück zahlen.
Nicht umsonst stehen inzwischen so viele gute und weniger gute Wohnungen und Häuser leer.................
Diese Extremfälle sind aber selten. Es erscheint einem nur so häufig, weil die Medien ständig ihre Dokusoaps mit dem Thema zeigen (und das sind dann auch meist Wiederholungen in Endlosschleife ;))
Ausserdem ist das halt Unternehmerrisiko.
Umgekehrt haben viel mehr Mieter unter raffgierigen Vermietern zu leiden.
@Luis,danke für deinen Kommentar, es ist richtig es kommt in den meisten Fällen wo Antrag auf Räumungsklage eingereicht wurde zum Vergleich und es entstehen hohe Kosten für den Vermieter.
@Michael, es ist eine Schande wenn ich an den Vermieter von Elnhausen denke worüber die Presse berichtete, der sogar sein eigenes Grundstück nicht mehr betreten durfte und in Insolvenz ging.
Andreas, von 1967 bis 1990 zählte ich zu den Vermietern. Da habe ich ohne Ausnahme nur die von Dir erwähnten Einzelfälle erlebt. Deshalb vermiete ich seit 20 Jahren nicht mehr und habe mir somit viel, sehr viel Ärger erspart.
Sehr gut geschrieben! Aus diesem Grund gibt es kaum noch Kapitalanleger, da der Vermieter nur noch Pflichten hat.
Eine Mieterin mit 3 kleinen Kindern und 4 Katzen hat über ein halbes Jahr keine Miete gezahlt, als wir sie endlich los hatten, hat sie Klage eingereicht, sie wäre durch unsere Wohnung krank geworden. Wir mussten sämtliche Belege bringen, was verbaut wurde, ein Gutachter kam und hat alles vermessen, das Spielchen hat ca. 4.500,00 € gekostet (aber sie hatte ja kein Geld).
Die Wohnung hatte sehr gute Werte, keine Schadstoffbelastung, aber unser Geld haben wir nie gesehen, sie meldete Privatinsolvenz an....
Übrigens, unvorstellbar aber wahr: hier in Spanien gibt es noch eine Steigerung zugunsten der sog. Mieterrechte. Kein Wunder, dass Millionen Wohnungen leer stehen.
Bis jetzt hatten wir bei der ersten Vermietung Glück. Wir hatten 12 Jahre vermietet ohne Mietvertrag, wenn etwas zu besprechen war, wurde gemütlich zusammen gesessen und man hat sich ausgetauscht beim Gläschen Wein. Leider ist diese Familie Beruflich nach Österreich verzogen. Die Mieter die sich bis jetzt vorgestellt haben wollten gleich mit dem Bau einer Katzentreppe am Außenbereich des Hauses hoch bauen bis in den dritten Stock. Vorstellungen die nicht zu erfüllen sind.
Wer solche Vorstellungen hat soll sich selbst ein Haus bauen.
Oder Grillen auf dem Balkon kann nicht sein, schon wegen der Brandgefahr nicht, außerdem ist alles mit weißem Holz getäfelt unterm Dach.
"Unser" Mietnomade präsentierte sich bei der Vorstellung und dann beim Unterschrift unter den Mietvertrag äußert positiv. In Hinblick auf unseren neuen Teppichboden zog er sogar - unaufgefordert - die Schuhe aus. Später zog es uns dann die Schuhe aus - und das Fell über den Kopf.
Sein Ausziehen wurde bis auf den Tag hinausgezögert, als der Termin mit dem Gerichtsvollzieher anstand. Doch er selbst war da schon lange weg, er hatte einen Polen seit Monaten in unserer Wohnung einquartiert. Wie es sich herausstellte, hatte "unser" Mietnomade gleichzeitig 3 Wohnungen und auch noch andere undurchsichtige "Geschäfte" laufen. Irgendwo fanden wir dann den Wohnungsschlüssel. Das Gerümpel in der Garage (vollgestopft!) und auf dem Balkon hatten wir selbst zu entsorgen.
Merke: Drum prüfe, wer sich ewig bindet. Wobei auch 9 Monate gefühlte Ewigkeiten sein können. So lange hatte er mietfrei. Laut Gesetz bzw. wie lange die Mühlen eben mahlen. Am Schluss blieben wir auf einer hohen vierstelligen Summe sitzen.
@Wolfgang auch du hast so deine negativen Erfahrung gesammelt. Jetzt frage ich mich, wie kann sich ein Vermieter vor solchen Mietnomaden schützen, was muss der Vermieter beachten? Was muss der Gesetzgeber tun, denn das ist vorsätzlicher Betrug am Vermieter.
Hans-Rudolf, auch ich kenne Vermieter mit ähnlichen Problemen - aber es bleiben wenige Fälle.
Millionen Menschen wohnen dagegen jahrzehntelang zur Miete, ohne auch nur einmal Probleme zu machen.
Die haben eher umgekehrt ständig Probleme mit Vermietern - und besonders mit den "Privaten" über die man auch etliche gruselnde Geschichten erzählen könnte.
@Christine: Da gibt es nur noch Tipps für die Zukunft. Wer gerade in so einer Vermieterkrise steckt, dem weiß ich keinen Rat.
Für die Zukunft: Den Vermieter nach allen Regeln der (erlaubten) Kunst abchecken (lassen), damit ein gedeihliches Miteinander für möglichst lange Zeit die Mietdauer kennzeichnet.
Schön gesagt, schwierig getan. Wer kann schon in die Zukunft sehen. Ich kenne Leute, die hatten schon 3 Mieter in Folge, die keine große Freude, sondern nur Müll hinterlassen haben.
Selbst wenn man sich umhört, leider, bekommt man nicht wirklich die Wahrheit zu hören. Andere, die man nicht fragte geben dann nur Antwort, "das hätt ich dir sagen können"....
Zu Beginn läuft immer alles noch gut, tolle Versprechungen, doch leider sieht man nie was dann dahinter steckt. Es gehört eine gute Portion Glück und Gottesvertrauen dazu.....
@Andreas, Du hast sicher Recht, die Zahlen sind ein Tropfen auf den heißen Stein und 75 % der Mieter sind vielleicht sehr ok. Aber das nützt diesem wenig der das Pech hat und letzten Endes drauf zahlt.......
@Wolfgang danke für deinen guten Rat, das wird wohl die beste Lösung sein vorher gut durchleuchten.


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